Oberliga-Play-offs: EC Peiting und Hammer Eisbären sorgen für ÜberraschungenHeilbronn, Memmingen und Hannover Indians mit blauem Auge

Zwischen den Memminger Indians und den Saale Bulls Halle ging es zur Sache. (Foto: dpa/picture alliance/nordphoto)Zwischen den Memminger Indians und den Saale Bulls Halle ging es zur Sache. (Foto: dpa/picture alliance/nordphoto)
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Aber auch die Teams, die ihre Heimspiele gewannen, mussten stellenweise ganz schön schwitzen. In erster Linie waren dies die Heilbronner Falken, die sich gegen die schwarzen Drachen aus Erfurt bis zur letzten Sekunde erwehren mussten, die Memminger, die sich gegen Saale Bulls Halle erst in der Verlängerung durchsetzen konnten und auch Hannover Indians, die vor toller Kulisse zwei Zwei-Tore-Rückstände aufholten und schließlich in einen Erfolg umbogen. Lediglich die Tilburg Trappers gegen die Tölzer Löwen, die Blue Devils Weiden gegen Herne und die Hannover Scorpions gegen Höchstadt setzten sich erwartungsgemäß klar durch.

Bereits am kommenden Dienstag kommt es zum zweiten Spieltag. Um 19 Uhr starten die Spiele in Herne und Halle, um 19.30 Uhr in Peiting und Bad Tölz und um 20 Uhr in Erfurt, Hamm, Höchstadt und Garmisch.

Heilbronner Falken – Black Dragons Erfurt 6:5 (2:1, 2:3, 2:1)

Serienstand: 1:0

Eine überraschend starke Partie boten die als Underdog angetretenen Thüringer beim hohen Favoriten aus Heilbronn. Mit der für sie typisch defensiven, strukturell starken und disziplinären Spielweise brachten sie die Falken immer wieder in Verlegenheit. Wie stark die Erfurter waren zeigte sich im zweiten Drittel, als sie einen 1:3-Rückstand in eine 4:3-Führung drehen konnten. Erst ein Doppelschlag, kurz vor und nach der zweiten Pause, brachte Heilbronn auf die Siegerstraße, aber der Erfolg stand erst mit dem sechsten Tor in der 60. Spielminute fest. Herausragend bei Heilbronn Robin Just und Oula Uski mit je drei Punkten, bei Erfurt glänzte Harrison Reed mit ebenfalls drei Zählern.

Tore: 1:0 (05:35) Carl Zimmermann (Haarala, Reed 5-4), 1:1 (08:08) Frederik Cabana (Supis, Pavlu), 2:1 (15:30) Frederik Cabana (Just, Jiranek), 3:1 (20:22) Pontus Wernerson Libäck (L. Wernerson Libäck, Uski), 3:2 (26:55) Fritz Denner (Herrschaft), 3:3 (28:05) Harrison Reed (Wunderlich), 3:4 (37:50) Santeri Haarala (Reed, Eichstadt 5-4), 4:4 (39:56) Thomas Supis (Jentsch, Just 5-4), 5:4 (40:47) Pontus Wernerson Libäck (L. Wernerson Libäck, Uski), 6:4 (59:10) Niklas Jentsch (Just, Uski ENG), 6:5 (59:56) Lukas Mannes (Wunderlich, Pauker)

Memmingen Indians – Saale Bulls Halle 4:3 (0:1, 1:1, 2:1, 1:0) n.V.

Serienstand: 1:0

In einem hart umkämpften Spiel siegten die Indians relativ glücklich gegen den Nordsechsten. Die Bulls spielten defensiv, gut strukturiert und brachten die Memminger in den ersten dreißig Minuten immer wieder in die Bredouille. Erst nach 37 Minuten konnten die Indians erstmals jubeln. Homjakovs hatte zum 1:2 getroffen und sorgte bereits nach 12 Sekunden im Abschlussdrittel für den umjubelten Ausgleich. Mit dem 3:2 durch Häring schien der Weg zum Sieg frei, aber Halle kam zurück und konnte durch Saakyan ausgleichen. In der Verlängerung traf schließlich Jaroslav Hafenrichter zum entscheidenden 4:3. Beste Memminger Akteure waren Fominych, Hafenrichter, Svedlund, Homjakovs und Torhüter Marco Eisenhut. Bei Halle überzeugte das gesamte Team, besonders stachen Saakyan und Gauch sowie Torhüter Kai Kristian heraus.

Tore: 0:1 (17:55) Thomas Merl, 0:2 (27:20) Thomas Gauch (Saakyan, Kristian), 1:2 (36:19) Edgars Homjakovs (Hafenrichter, Fominych 5-4), 2:2 (40:12) Edgars Homjakovs (Svedlund), 3:2 (48:00) Leon Häring (Pfalzer, Dopatka), 3:3 (51;50) Georgiy Saakyan (Gauch, Schmid), 4:3 (66:57) Jaroslav Hafenrichter (Svedlund, Fominych)        

Tilburg Trappers – Tölzer Löwen 4:0 (1:0, 2:0, 1:0)

Serienstand: 1:0             

Ein hochverdienter Erfolg des Nord-Vizemeisters aus den Niederlanden. Die Trappers hatten am Ende 48:19 Torschüsse in ihrer Statistik und müssen sich eigentlich ärgern, nicht höher genug gewonnen zu haben. Trotzdem konnten sie froh sein, dass ihr Kanadier Brendan Gracel nach seiner Vertragsverlängerung in bester Spiellaune war und zusammen mit Hax Hermens die Weichen relativ früh auf Sieg stellte. Im letzten Drittel traf schließlich auch noch Kaid Oliver relativ früh, so dass die letzten zwanzig Minuten in ein Schaulaufen verwandelt wurden. Beste Akteure waren neben Gracel und Hermens noch Torhüter Cedric Andree, bei Bad Tölz glänzte der faire Kampfgeist, die Moral und Torhüter Salvarani, der ein Debakel verhinderte.

Tore: 1:0 (15:24) Max Hermens (Gracel), 2:0 (30:12) Giovanni Vogelaar (Gracel 5-4), 3:0 (33:09) Max Hermens (Gracel), 4:0 (41:08) Kaid Oliver (Hermens, Borgman),

Blue Devils Weiden – Herner EV Miners 4:1 (2:0, 2:1, 0:0)

Der Südmeister startete mit dem zu erwartenden Sieg, musste aber durchaus ein paar Phasen durchleben, die man im Nachhinein als kritisch betrachten konnte. Zum Glück für die Weidener funktionierte sofort das gefürchtete Powerplay des Südmeisters, der ihm schnell eine beruhigende 2:0 Führung brachte. Herne blieb jeodch taktisch klug in der Defensive, hielt seine Ordnung und nach dem Anschlusstor von Stöhr schwamm die Weidener Defensive ein paarmal bedenklich. Zum Glück konnte Elsner sofort wieder den Zwei-Tore-Vorsprung herstellen, den Bruch noch vor der 30. Spielminute auf 4:1 erhöhte. Danach hielten sich die Weidener vornehmlich zurück, Herne hielt dagegen und am Ende wurde alles wie erwartet. Bei Weiden überragte Gläser, der an allen vier Toren beteiligt war. Bei Herne überzeugte das Kollektiv sowie Keeper Finn Becker.

Tore: 1:0 (03:37) Luca Gläser (Davis, Elsner 5-4), 2:0 (05:47) Luca Gläser (Bruch, Rubes 5-4), 2:1 (23:33) Matteo Stöhr (Keresztury, Meyl), 3:1 (25:09) David Elsner (Gläser), 4:1 (28:35) Daniel Bruch (Gläser, Elsner 5-4),

Moskitos Essen – EC Peiting 2:4 (0:0, 0:0, 2:4)

Serienstand: 0:1

Eine echte Überraschung brachten die Peitinger in Essen zustande. Gegen die favorisierten Moskitos hielten die Südbayern über zwei Drittel ein 0:0, um im letzten Drittel ihre Konterqualitäten auszuspielen. Dazu kam, dass sie sich scheinbar in der Spielvorbereitung auf die Essener Scorermaschinen Biezais, Zolmanis und Saccomani konzentriert hatten. Dem Trio gelangen nur ganze zwei Punkte. Anders dagegen die Kontingentspieler des ECP, wobei auch diesmal Beauchemin-Brassard mit zwei Toren, darunter den entscheidenden Empty-Netter herausstach. Dazu zeigte ECP-Keeper Konrad Fiedler mit 93,9 Prozent Fangquote eine überragende Partie. Auf Essener Seite lag es bestimmt nicht an Torhüter Bastian Kucis, der mit seinen 92,9 Prozent kaum schlechter als Fiedler agierte.

Tore: 0:1 (41:58) Felix Beauchemin-Brassard (Gohlke, Feuerecker 5-4), 0:2 (50:22) Samuel Payeur, 1:2 (51:20) Ryan del Monte (Zolmanis, Saccomani), 1:3 (54:14) Samuel Payeur (Ouderkirk, Weyrich), 2:3 (56:48) Ryan del Monte (Dmitriew, Reimer 5-4), 2:4 (58:48) Felix Beauchemin-Brassard (Hanke ENG)

Deggendorfer SC – Hammer Eisbären 3:4 (3:2, 0:0, 0:1, 0:1) n.V.

Serienstand: 0:1

Für eine echte Überraschung sorgten die Hammer Eisbären in Deggendorf. In einer ausgeglichenen Partie kamen die Deggendorfer zwar besser aus der Kabine, aber etliche Unkonzentriertheiten ermöglichten es den Gästen, mit nur einem knappen Rückstand in die erste Pause zu gehen. Nach einem torlosen zweiten Drittel glich Hamm zu Beginn der dritten zwanzig Minuten durch ihren Mann des Tages, Samuel Dotter, aus. In der ersten Verlängerung schließlich traf Joey Luknovsky in der 71. Minute zum 4:3 und brachte Hamm damit in eine komfortable Ausgangsposition für die zweite Runde.

Tore: 1:0 (03.53) Thomas Greilinger (Leinweber, Pfänder 5-4), 2:0 (07:59) Carter Popoff (Grossrubatscher), 2:1 (16:37) Marius-Lucas Demmler (Zuravlev, Tschwanow), 3:1 (18:23) Curtis Leinweber (Dusek, Grossrubatscher), 3:2 (19:59) Samuel Dotter (Zuravlev, Balla), 3:3 (42:47) Samuel Dotter (Demmler, Tschwanow), 3:4 (70:15) Joey Luknovsky (Schutz, Nieleck)

Hannover Indians – SC Riessersee 7:5 (2:3, 3:2, 2:0)

Serienstand: 1:0

In einem typischen Play-off-Spiel vor hervorragender Kulisse (4016 Zuschauer) setzten sich die gastgebenden Hannover Indians gegen starke Garmischer durch. Bereits der Auftakt hatte es in sich. Nach nur 161 Sekunden brachte Veber den SCR in Führung, aber nur zwei Minuten später drehten Salituro und Wolter innerhalb von nur neun Sekunden das Ergebnis. Nach einer kurzen Ruheperiode zeigte dann Robin Soudek, warum er zu den stärksten Goalgettern der Oberliga Süd gehört. Der Tscheche traf einmal aus nächster Entfernung und einmal mit einem Kunstschuss in Kopfhöhe und brachte somit seine Farben erneut in Führung. Als in der 28. Minute Zawatsky gar das 4:2 für den SCR markierte, schien die Partie in Richtung Gäste zu laufen, aber diesmal hatten die Indians etwas dagegen. Robin Palka traf in der 34. Minute zum Anschluss und hätte und nur fünf Sekunden später gar den Ausgleich erzielen können, traf aber mit seinem Schlenzer nur den Pfosten des von Mechel gut gehüteten SCR-Tores. Aber die Garmischer hatten ihr Pulver noch nicht verschossen. Der ebenfalls starke Graham stand bei einem Angriff goldrichtig am rechten Pfosten und traf zum 5:3 gegen Brett Jaeger, der bereits nach zwanzig Minuten für den etwas glücklos agierenden Böttcher-Miserotti ins Tor kam. War das die Entscheidung? Nein, denn die Indians zeigten sich so eingeschworen wie selten in dieser Saison. Neuzugang Bernhard Ettwein zeigte sein bestes Spiel für die Indians, bediente zusammen mit Möller Robin Palka, und dieser brachte die Hausherren erneut heran. Und es kam für die Fans noch besser. 41 Sekunden vor Drittelende glich Messing aus. Das dritte Drittel hatte kaum begonnen, als Igor Bacek die Indians sogar in Führung brachte. Jetzt mussten die Garmischer kommen, versuchten dies auch, aber es fehlte die Kraft und die Wucht, um die Indians in echte Verlegenheit zu bringen. 89 Sekunden vor dem Ende nahm dann SCR-Coach Pat Cortina seinen Torhüter vom Eis und kassierte acht Sekunden später nach einem Fehlpass das entscheidende siebte Gegentor von Möller.

Tore: 0:1 (02:41) Robin Veber (Soudek, Roach), 1:1 (04:36) Dante Salituro (Hausinger, Pohanka 5-4), 2:1 (04:45) Jonas Wolter (D.Palka, R. Palka), 2:2 (09:25) Robin Soudek (Gerg, Pietsch), 2:3 (17:14) Robin Soudek (Veber, Mayr), 2:4 (27:38) Alec Zawatsky (Mayr), 3:4 (33:24) Robin Palka (Ettwein), 3:5 (34:21) Connor Graham (Soudek, Pietsch 5-4), 4:5 (35:27) Robin Palka (Möller, Ettwein), 5:5 (39:19) Philip Messing (Christmann, Hausinger), 6:5 (41:32) Igor Bacek (Gron, Ruckdäschel 5-4), 7:5 (58:39) Tobias Möller (Salituro, Gron ENG)

Hannover Scorpions – Höchstadt Alligators 7:0 (5:0, 1:0, 1:0)

Serienstand: 1:0

Ein klarer Erfolg des Nordmeisters gegen einen Südzehnten, der sich über die Pre-Play-offs erst qualifizieren musste und dann im ersten Spiel auswärts auch nur mit 13 Feldspielern antreten konnte. Trotzdem zeigten die Franken eine starke kämpferische Leistung, konnten diese jedoch nicht in Tore ummünzen. Im Gegensatz zu den Scorpions, die im ersten Drittel vor 1.400 Zuschauern in regelmäßigen Abständen ihre Tore erzielten und mit dem 5:0 nach zwanzig Minuten praktisch das Spiel vorentschieden hatten. Danach folgte nur Verwaltungsarbeit, vermutlich auch um Kraft für die nächsten Spiele zu sparen. Bei den Scorpions zeigte Wruck mit drei Punkten die stärkste Leistung. Ihm folgten Kirsch, Kabitzky, Aquin, Raabe und Rinke mit je zwei Punkten. Torhüter Kuhn schaffte seinen ersten Play-off-Shut-out. Auf der anderen Seite zeigte Höchstadt eine tolle kämpferische Leistung, blieb dabei fair und hatte in Torhüter Nico Zimmermann ihren besten Akteur.

Tore: 1:0 (04:21) Dylan Wruck (Raabe, Aquin 5-4), 2:0 (07:29) Dylan Wruck (Aquin, Reinig), 3:0 (10:24) Christoph Kabitzky, 4:0 (18:45) Christoph Kabitzky (Wruck, Reiss), 5:0 (19:57) Patrick Pohl (Rinke, Klöpper), 6:0 (31:30) Steven Raabe (Rinke, Kirsch), 7:0 (44:06) Zachary Dybowski (McPherson, Kirsch) 


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