Oberliga Nord startet in die Saison 2014/15Vorschau

Oberliga Nord startet in die Saison 2014/15Oberliga Nord startet in die Saison 2014/15
Lesedauer: ca. 6 Minuten

Neun Teams gehen in der Oberliga Nord an Start, da die Wedemark Scorpions neu dabei sind. Zunächst wird eine Doppelrunde gespielt. Die ersten Sieben sind sicher durch. Den letzten Play-off-Teilnehmer spielen der Achte und Neunte in einem Pre-Play-off aus. Danach wird nordintern das Viertelfinale im Modus Best of Seven ausgespielt. Das Halbfinale und das Finale wird im Modus Best of Five ausgetragen. Die beiden Finalisten spielen die Aufstiegs-Play-offs. Hierbei trifft der Nordmeister auf den Zweiten der West-Ost-Endrunde. Der Zweite im Norden misst sich mit dem West-Ost-Meister.

EHC Timmendorfer Strand 06

Beim Nordvizemeister hat es einen Wechsel an der Bande geben. Henry Thom, Timmendorfer Ur-Gestein, ist zurück am Timmendorfer Strand. Er ist der Nachfolger von Sven Gösch, der sehr gute Arbeit geleistet hat. Der EHCT 06 setzt voll auf Thom. So wird er sich nicht nur um die Oberliga-Mannschaft kümmern, sondern auch um den Nachwuchs. Mit Voitech Suchomer wechselte ein 20-jähriger Verteidiger aus dem Nachwuchs des EV Füssen an die Ostsee. Verteidiger Marcus Klupp geht in seine 15. Saison bei den Beachboys. Auch Christian Hermann hat verlängert; für ihn ist es die siebte Saison am Timmendorfer Strand. Von den Crocodiles Hamburg kommt Robert Busche zurück zu den Beachboys. Eine Chance im Land zwischen den Meeren erhält der 21-jährige Tscheche Lukas Turek. Er konnte in der Vorbereitung überzeugen und besetzt damit die erste Kontingentstelle. Weiterhin laufen Gespräche mit einigen Spielern, sodass der Kader in der Saison noch Zuwachs erhalten dürfte.

GEC Ritter Nordhorn

Als die Ritter die Saison 2013/14 in Angriff nahmen, da war ihnen natürlich klar, dass ein Platz unter den ersten Vier schwer zu erreichen ist. Dass es aber am Ende das Tabellenende werden würde, noch hinter der Schießbude Crocodiles Hamburg, war dann doch starker Tobak. Also stand die Zielrichtung vor dieser Saison fest: Auf keinen Fall wieder im Tabellenkeller und dafür wurde das Team gut verstärkt. Im Tor steht weiterhin die Bank des Vorjahres Marek Hanisz. Die Defensive kann jetzt gleich mit acht Verteidigern aufwarten und sollte Ausfälle somit gut kompensieren können. Wichtigster Neuer ist sicher Werner Hartmann, der aus der dritten tschechischen Liga kam. Dazu gesellen sich einige blutjunge Talente wie Leonhard Lämmchen oder der Deutsch-Italiener Martin Wenter, den es vom DNL-Team Kaufbeuren an die niederländische Grenze zog. Personell die größte Umwandlung erlebt die Sturmabteilung. Gleich acht Angreifer sollen dafür sorgen, dass die Kondition erhalten bleibt. Mit Leitwolf Kim Wikström konnte ein Ass aus Adendorf geholt werden. Aber auch Milan Vanek, ehemals Königsborn und der Deutsch-Kanadier Tom Goldmann wissen wo das Tor steht. Die schillerndste Karriere hat sicherlich Neuling Pierre Kracht hinter sich. Ein Spiel in der DEL für Iserlohn aber auch 100 Punkte in der Bezirksliga Bayern für Bad Kissingen.

EC Harzer Falken Braunlage

Das Ziel der Harzer ist klar. Ohne finanzielle Probleme mit einer etwas verstärkten Mannschaft an den Plätzen eins bis vier kratzen. Um dies zu erreichen, wurde an einigen Stellschrauben gedreht, nicht jedoch beim Keepergespann. Beide Torhüter, D’Antuono wie Bannach haben bewiesen, dass sie gute Oberligakeeper sind. Die Verpflichtung von Tommy Raknic aus Timmendorf und vor allem Semen Glusanok aus Kassel hebt natürlich die Erwartungen. Dazu konnte noch Michael Schwindt gehalten werden und somit wird das Harzer Bollwerk sicherlich schwer zu überwinden sein. Ein echter grüner Trumpf. Der wichtigste Abgang war sicherlich der von J.T.MacDonald in der letzten Saison zu den Hannover Scorpions. Aber das war schon im Januar und der Nachfolger von MacDonald heißt Andrew Bailey, wie der Likör. Der Unispieler aus Sasketchewan gehörte zu den Besten seiner Liga und hat sicherlich das Zeug für große Taten im Harz. Aber auch die weiteren Neuzugänge haben es in sich. Tobias Schwab aus Kassel, Robert Wittmann aus Peiting sowie Lukas Brückner vom HSV. Dazu kommt fast der gesamte Sturm des Vorjahres, so dass mit einer eingespielten Einheit zu rechnen ist, die nun auch das kreative Moment mitbringt.

ESC Wedemark Scorpions

Die Wedemärker, Urzelle des deutschen Meisters aus der Nachbarstadt, haben eigentlich nur ein Ziel: Klassenerhalt. Im Tor stehen drei Akteure, die allesamt eine Chance auf die Nr. 1 haben und Oberligaerfahrung besitzen. Neben Florian Holst kamen aus Lindau Michael Gundlach und aus Schweinfurt Ole Swolensky. Die Verteidigung besteht aus vier Spielern, die bereits in der letzten Saison die Regionalliga-Nord-Meisterschaft geholt haben, den beiden Neuen aus Adendorf (Paulick) und der Slowakei (Borna Silovic).  Leader im Sturm sind der auch von den Indians bekannte Reiko Berblinger sowie Johannes Theilmann. Sie führen eine Offensivlinie praktisch ohne jede Oberligaerfahrung aber dafür mit viel Talent. So kamen z.B. gleich drei Junioren von den Hannover Indians (Borisov, Peddinghaus und Schirrmacher), sowie je einer aus Schwenningen (Langmann) und Bad Nauheim (Aaltonen).

Hannover Scorpions

Das vorrangige Ziel für den Deutschen Meister von 2010 und Oberliga-Nord-Meister von 2014 ist die Titelverteidigung, mehr nicht. Denn zum zweiten Male in Folge mussten die Scorpions einen großen personellen Umbruch durchführen und ebenfalls zum zweiten Male wurde die spielerische Qualität dezimiert. Gleich zwölf Spieler verließen die Scorpions und wurden durch 17 Neue kompensiert.

Gleich der gesamte Torhüterstamm wurde ausgewechselt, wobei die Verpflichtung von Indians-Keeper Jimmy Hertel sicherlich ein Glücksgriff war. Back-up Dennis Korff kann ebenfalls Spiele entscheiden und Nr. 3, Lukas Müller von den Junioren des TSV Peißenberg hat sicherlich genug Talent, um auch eine gute Rolle spielen zu können. Die Abwehr ist routiniert, hat aber mit Jarabek, Griffin und Nägele wichtige Spieler verloren. Die Neuen (Gall, Kammeyer, Knauf, Deichstetter und Weist) haben nicht die Qualität, um einen angemessenen Ausgleich zu schaffen. Auch in der Offensive hat der Nordmeister erhebliche Verluste erlitten. Mit MacDonald, den Gebrüdern Janzen, Gerbig, Schaludek und Neuert verließen praktisch die ersten beiden Sturmreihen den Verein. Ein Ausgleich ist praktisch unmöglich zu schaffen. Die Gebrüder Keller kam vom Lokalrivalen Indians, Robin Ringe aus Halle und Phil Hungerecker aus Adendorf. Als Kontingentspieler tritt Britt Quelette an. Der Kanadier spielte zuletzt in unterklassigen Ligen, war aber 2012/13 Topscorer beim Bayernligisten Memmingen.

Hannover Indians

Die wichtigste Neuerwerbung wirkt für die Indians am Schreibtisch. David Sulkovsky, eigentlich geplant als Topstürmer, musste einer Handverletzung Tribut zollen und wird wohl von hinten die Fäden ziehen. Im Umfeld des Vereines ist man sich daher auch einig, dass Sulkovsky dem Club nur gut tun kann. Im Tor hat sich einiges geändert. Die bisherige Duo Hertel und Oster hat die Indians verlassen, mit Boris Ackers kam aus Kassel ein starker Keeper, dem mit Ansgar Preuß ein sehr talentierter Hannoveraner zur Seite steht. Die Abwehr wurde an entscheidender Stelle verstärkt. Mit Reckers aus Essen ein äußerst routinierter Defender aus Hamm sowie mit dem Kanadier Nick Anderson ein Leitwolf engagiert, der dem doch stellenweise arg übertriebenen Hurraspiel der Vorsaison eine stabile Deckung geben soll. Der Sturm dagegen hat (fast) keine Veränderung erfahren. Neuer Ausländer ist Robert Wren. Der 40jährige, NHL-erfahrene Akteur soll die junge Truppe führen und auf die nächste Ebene geleiten. Als echte Verstärkung kann dagegen der Topstürmer aus Timmendorf interpretiert werden. Andre Gerartz, zuletzt noch ein Albtraum für die Indians-Verteidiger, wollte unbedingt am Pferdeturm spielen.

Rostock Piranhas

Trainer Sergej Hatkevich hat ein gutes Team um sich gebildet, um der Konkurrenz ordentlich Paroli bieten zu können. Dabei wurde Karol Bartanus nicht weiterpflichtet. Laut Hatkevich passe Bartanus nicht in das Profil. Stürmer Gregor Kubail zog es aus der Hauptstadt an die Ostseeküste. Ebenfalls geht Artur Lemmer für die Piranhas auf Torejagd.

Hamburger SV

Den Pokalsieg hat der HSV in der Saison 2013/14 knapp verpasst. Im Finale musste sich das Team von Coach Andris Bartkevics den Harzer Falken in zwei Spielen geschlagen geben. In diesem Jahr dürfte mehr sein für den HSV. In der Defensive hat sich der HSV weiterhin die Dienste von Kristers Freibergs gesichert. Neuzugang Gino Blank wechselte von FASS Berlin in die Hansestadt. Mit seinen 18 Jahren bestritt Blank 27 Saisonspiele in der Oberliga.

Crocodiles Hamburg

Mit Vjatcheslav ‚Slawa‘ Koubenski und Tobias Bruns haben zwei Leistungsträger verlängert. In Vorbereitung schlugen die Crocos den dänischen Zweitligisten Herning IK mit 5:1. Das Ergebnis stimmt Coach Jan Pelant hoffnungsvoll für eine gute Saison in Hamburg-Farmsen.

Heimspiel am Sonntag
Hannover Scorpions empfangen Preussen Berlin

​Zum letzten Mal in dieser Saison empfangen die Hannover Scorpions am Sonntag um 19 Uhr das Oberliga-Team aus der Bundeshauptstadt, den ECC Preussen Berlin, in Melle...

Topscorer erleidet Schulterverletzung
Saison-Aus für Michal Velecky bei den Icefighters Leipzig

​Eine Hiobsbotschaft für die derzeit sowieso schon gebeutelten Icefighters Leipzig: Für Stürmer Michal Velecky ist die Saison 2018/19 frühzeitig beendet. ...

Intensiv in Planungen eingebunden
Danny Albrecht bleibt Cheftrainer des Herner EV

​Danny Albrecht wird auch in der nächsten Saison der Cheftrainer des Herner EV sein. „Wir haben auch in schwierigen Phasen dieser Saison klar zum Ausdruck gebracht, ...

4:1 gegen Essen: Zwölfter Sieg in Folge
Hannover Indians weiterhin erfolgreich auf dem Kriegspfad

​In einem spannenden, stellenweise hochdramatischem Spiel blieben die Hannover Indians auf der Erfolgsspur. Sie gewannen am 43. Spieltag der Oberliga Nord mit 4:1 (1...

Leipzig lässt sich von Halle düpieren
Hannover Indians besiegen Essen im Spitzenspiel mit 4:1

​Der seit vier Wochen andauernde Kraftakt der Hannover Indians mit nunmehr zwölf Siegen in Folge hat Platz zwei in der Oberliga Nord erbracht. Der spielfreie Nachbar...

10:2-Erfolg gegen die Preussen
Füchse in der Spur: Erst Derbysieg, nun zweistellig gegen Berlin

​Derbysieg am Westbahnhof – und dann noch ein zweistelliger Heimerfolg oben drauf. Der Einstand von Trainer Dirk Schmitz als Chefcoach des Oberligisten EV Duisburg –...

Oberliga Spielplan Nord

Jetzt die Hockeyweb-App laden!