Oberliga Nord: Leipzig gewinnt in Tilburg und schielt auf Rang dreiCrocodiles gewinnen gegen Halle – drei Shutouts

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Damit näherten sich die Crocodiles wieder den Hernern, die spielfrei waren, und demonstrierten ihren Willen, Platz sechs noch zu erreichen. Auch im Kampf um Platz zehn konnten die Essener Moskitos wichtige Punkte einheimsen. Hauptkonkurrent Herford, heute ebenfalls spielfrei, muss jetzt schon eine Siegesserie hinlegen, wollen sie Essen noch einholen.

Tilburg Trappers – Icefighters Leipzig 0:2 (0:0, 0:0, 0:2)  

Das Spitzenspiel des Tages im Norden ging an die Icefighter, die damit bewiesen, dass ihr vierter Platz durchaus berechtigt ist. Durch ihren Lauf können sie evtl. sogar noch den Tilburgern, die lediglich 0,06 Punkte Vorsprung haben und drei Spiele mehr absolviert haben, gefährlich werden. In Tilburg zeigten die Leipziger vor allem defensiv eine starke Leistung. Sie legten die starke Tilburger Reihe um den Kanadier Brett Bulmer und den niederländischen Nationalspielern van der Schuit, Hermens und Stempher an die Kette und hatten damit Erfolg. Bis zur 47. Minute stand es 0:0, dann gelang Ian Farrell in Überzahl die Leipziger Führung und diesen Vorsprung gaben die Messestädter nicht mehr ab.

Tore: 0:1 (46:43) Ian Farrell (Hannon, Demetz 5-4), 0:2 (51:40) Connor Hannon (Eichelkraut, Farrell)

Crocodiles Hamburg – Saale Bulls Halle 5:4 (1:2, 1:0, 3:2) 

Dass die Hamburger Platz sechs noch nicht aufgegeben haben, bewiesen sie mit dem harterkämpften Erfolg gegen Tabellenführer Halle. Trotz mehrfachen Rückstandes kamen sie vor 741 zahlenden Zuschauern immer wieder zurück und verdienten sich den Sieg in der regulären Spielzeit redlich. Beste Hamburger waren neben Torhüter Kai Kristian die Stürmer Dennis Reimer, Norman Martens und Harrison Reed mit je drei Scorerpunkten. Bei Halle verdiente sich das Quartett Jannik Striepeke, Patrick Schmid, Tatu Vihavainen und Erik Gollenbeck die besten Noten.

Tore: 0:1 (04:31) Tatu Vihavainen (Walkowiak, Gollenbeck), 1:1 (10:59) Patrick Saggau (Lascheit, Gauch), 1:2 (17:09) Erik Gollenbeck (Schmid, Vihavainen 5-4), 2:2 (25:12) Victor Östling (Reed, Reimer), 3:2 (45:33) Dennis Reimer (Martens, Lascheit 5-4), 3:3 (50:42) Jannik Striepeke (Fomin, Gulda), 3:4 (52:43) Patrick Schmid (Striepeke) 4:4 (55:25) Harrison Reed (Gauch, Martens), 5:4 (55:48) Dennis Reimer (Reed, Martens)

Hannover Indians – EG Diez-Limburg 4:0 (0:0, 1:0, 3:0)  

Die Limburger, die in der ersten Begegnung noch mit 4:10 unterlagen, zeigten diesmal, zumindest was die Defensive angeht, eine für ihre Verhältnisse gute Leistung. Sie legten die hannoverischen Leistungsträger an die Leine, störten konsequent im ersten Drittel, versuchten sich in Konter und hielten als Belohnung das 0:0. Auch in den zweiten zwanzig Minuten blieben echte Torchancen lange aus. Allerdings wurden die Gastgeber einen Hauch dynamischer, mussten aber bei den gegnerischen Kontern immer auf der Hut bleiben. Überhaupt war man bei den Indians froh, dass die früheren Diezer Unruhemacher, Kyle Brothers und Thomas Matheson nicht mehr für Limburg antraten. Mit ihnen wäre es für die Indians-Defensive wohl deutlich schwerer geworden. Als die Limburger in der 35. Minute ein Überzahlspiel bekamen, schien das 0:1 vorprogrammiert, liegen die Limburger in der Oberliga Nord doch mit einer Quote von 24,2 Prozent auf Platz zwei. Allerdings haben sie in Überzahl auch die drittmeisten Gegentore kassiert und so kam es auch diesmal. Strakhov entwischte den Limburgern, spielte quer zu Parker Bowles und dieser seinen 30. Saisontreffer und erzielte damit einen neuen persönlichen Oberligarekord. Auch nach dem Rückstand zeigte sich Diez weiterhin von seiner giftigen Seite, suchte nach der berühmten Lücke im gegnerischen Defensivverband, fand diese aber nicht. Im dritten Drittel blieb es zunächst bei der Spielverteilung, dann verlor Tom Geischeimer an der Bande die Nerven, checkte seinen Gegenspieler gegen die Bande, was Diez Trainer Jan Pantkowski erzürnte. Dieser wiederum beschimpfte die Offiziellen und als Folge erhielt Pantkowski eine Strafe, die Richter absaß. 120 Sekunden doppeltes Überzahlspiel für die Indians und diesmal nutzten die Gastgeber dieses Gastgeschenk, erzielten zwei Tore und zogen auf 3:0 davon. Das 4:0 von Branislav Pohanka war dann der zweite Shorthander des Abends und ein Zeichen für die Limburger, das Überzahlspiel im Training wieder zu trainieren. Beste Spieler bei den Indians waren Parker Bowles und Torhüter Jan Dalgic, dem sein erster Saison-Shutout gelang und bei Diez glänzte vor allem Torhüter Jan Guryca, der sein Team bis Mitte des letzten Drittels im Spiel hielt.

Tore: 1:0 (34:55) Parker Bowles (Strakhov, Möller 4-5), 2:0 (46:50) Jayden Schubert (Bowles, Pohanka 5-3), 3:0 (54:09) Mike Mieszkowski (Möller, Gibbons 5-4), 4:0 (55:04) Branislav Pohanka (Bowles, Pohl 4-5)

Hammer Eisbären – Hannover Scorpions 0:8 (0:1, 0:4, 0:3)

Seit dem Trainerwechsel scheint bei den Scorpions der berühmte Knoten wieder geplatzt zu sein. Drei Auswärtssiege mit 18:3 Toren sprechen hier eine klare Sprache. Auch der Tabellenletzte aus Hamm hatte gegen den wiedererstarkten und mittlerweile entthronten Titelverteidiger keine echte Siegchance. Vor 483 Zuschauern gelang dabei Scorpions-Torhüter Brett Jaeger sein zweiter Saison-Shut-out. Bester Akteur bei den überforderten Gastgebern war noch Torhüter Daniel Filimonow, der unrealistische 72 Torschüsse abwehren musste und auf 88,9 Prozent Fangquote kam. Bei den Gästen, bei denen sich fast alle Feldspieler in der Scorerliste eintragen konnten, waren Christoph Koziol, Mario Valery Trabucco und Andre Reiß mit je drei Punkten die besten Scorer. Weil es im Spiel nicht viel zu holen gab, wollten sich die Hammer wenigstens im Boxkampf beweisen. Eine Sekunde vor der ersten Drittelsirene entlud sich die Spannung bei gleich drei Fights, bei denen die Schiedsrichter 50 von insgesamt 60 Strafminuten verteilten.

Tore: 0:1 (19:43) Andre Reiß (Valery Trabucco, Airich), 0:2 (27:55) Christoph Koziol (Kabitzky, Trattner), 0:3 (28:29) Mike Hammond (Just, Valery Trabucco 5-4), 0:4 (32:42) Tyler Gron (Reiß, Valery Trabucco), 0:5 (39:29) Christoph Koziol (Heinrich, Trattner), 0:6 (47:39) Thomas Supis (Kabitzky, Koziol), 0:7 (54:58) Thomas Supis (Klöpper, Airich), 0:8 (55:40) Klöpper (Just, Reiß)

Moskitos Essen – Black Dragons Erfurt 5:4 (2:1, 3:1, 0:2)

Zwei Drittel sahen die Moskitos wie der sichere Sieger aus, dann kamen sie noch in Bedrängnis. Herausragend in den ersten vierzig Minuten Enrico Saccomani und Andre Huebscher, die je drei Punkte zum Sieg besteuerten. Bei Erfurt glänzten Louis Anders, Arnoldas Bosas, Felix Schümann und Andre Gerartz.

Tore: 1:0 (14:06) Robby Hein, 1:1 (14:24) Sean Fischer (Schümann, Gerartz), 2:1 (19:48) Andre Huebscher (Frick, (Saccomani), 3:1 (23:18) Aaron MacLeod (Huebscher, Zajic), 3:2 (23:40) Petr Gulda (Bosas, Anders), 4:2 (26:30) Dominik Luft (Saccomani), 5:2 (34:49) Enrico Saccomani (Luft, Huebscher), 5:3 (45:27) Thomas Schmid (Bosas, Schümann), 5:4 (50:42) Louis Anders (Böttner, Gerartz)

Verschoben:

Rostock Piranhas – EG Diez-Limburg

Tilburg Trappers – Herner EV Miners

EG Diez-Limburg – Herforder EV

Icefighters Leipzig – Krefelder EV U23


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