Oberliga Nord: Drei Teams im Kampf um Platz zehn involviertKrefeld und Rostock mit Auswärtssiegen

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Überraschte schon der Erfolg der Leipziger in Erfurt, so hatten sich die spielfreien Herforder sich die zwei anderen Partien im Ausgang sicherlich anders vorgestellt. Die Außenseiter Krefeld und Rostock gewannen und verschärften den Kampf um Platz zehn drastisch. Und selbst die scheinbar abgeschlagenen Hannover Indians haben noch eine Minimalchance, liegen sie doch zum vierten Erfurt nur 0,19 Punkte zurück.

Black Dragons Erfurt – Icefighters Leipzig 4:5 (0:1, 2:0, 2:3, 0:1) n.V.

Das war ein Rückschlag für die Erfurter, die aber immer noch alle Chancen haben, ihren vierten Tabellenplatz erhalten. Immerhin haben sie noch 0,03 Punkte Vorsprung auf den direkten Konkurrenten aus Hamburg bei sechs Spielen Rückstand. Im Spiel gegen die Icefighters, dass völlig ausgeglichen ablief und trotz 13 Zeitstrafen noch relativ fair war, setzten sich die Gäste durch, weil sie im Gegensatz zu den schwarzen Drachen einen Spieler mehr hatten, der dem Match seinen Stempel aufdrückte. Für Erfurt war dies Arnoldas Bosas. Der Litauer traf in der 32. Minute und 52. Minute zum 2:1 und 3:1 und damit schien die Partie in die gewünschte Richtung der Erfurter zu laufen. Zuvor hatte einer der Topspieler der Leipziger die Führugn erzielt. Florian Eichelkraut (19.) gelang das 1:0 für die Gäste und er machte insgesamt drei Scorerpunkte, wie Bosas. Noch einen Punkt besser war Robin Slanina, obwohl dieser bei den Torschützen nicht auftaucht. Er war an vier der fünf Icefighters-Tore beteiligt. Die nicht aufgebenden Leipziger trafen in der 54. Minute erneut durch Florian Eichelkraut und Hannes Albrecht glich in der 56. Minute aus. Höchste Dramatik in der Schlussphase. 53 Sekunden vor Spielende glückte Viktor Beck der scheinbare Siegestreffer für die Erfurter. Die Leipziger reagierten cool, ließen ihren Torhüter im Kasten und trafen trotzdem. Eichelkraut und Slanina bedienten Hannes Albrecht und der überwand Erfurts Keeper                Konstantin Kessler 15 Sekunden vor Ende zum 4:4. Vermutlich waren die Black Dragons schwer geschockt, denn bereits in der 62. Minute entschied mit seinem dritten Saisontor das Spiel für Leipzig.

Saale Bulls Halle – Hammer Eisbären 6:3 (3:1, 1:2, 2:0)

Ein verdienter Erfolg des Favoriten, der jedoch mit der Kampfkraft des Tabellenletzten so seine liebe Mühe hatte. Entscheidend war für den Sieg, dass der Spieler des Tages mal wieder der finnische Stürmer der Bulls Valtteri Hotakainen war, dem gleich vier Scorerpunkte gelangen. Ein weiterer Aspekt war das Powerplay, wo die Hallenser von zwei Möglichkeiten eine nutzten (50 Prozent), während die Eisbären alle fünf Chancen versäbelten. Und die Hallenser starteten wie die Feuerwehr, trafen schnell zum 2:0. Sergei Stas (4.) und Davide Vinci (5.) hießen die Torschützen. Andreas Valdix (12.) hielt die Hammer Hoffnungen hoch, aber Valtteri Hotakainen (18.) sorgte noch vor der ersten Pause wieder für den Zwei-Tore-Vorsprung. Im zweiten Drittel fielen drei Tore und diese fielen innerhalb von nur 91 Sekunden. Erst verkürzte Tobias Schwab (31.), dann erhöhte der zweite Bulls-Finne Tatu Vihavainen (31.) auf 4:2 und wenige Sekunden später traf Andreas Valdix (32.) zum 3:4. Die Moral der Hammer war dann aber endgültig erledigt, als den Bulls in der 42. Minute das 5:3 durch Sergei Stas und in der 47. Minute das 6:3 durch Lukas Valasek gelang. Ärgerlich für den Sieger, dass sich zwei Minuten vor Ende Leon Fern eine Disziplinarstrafe einhandelte.

Herner EV – Rostock Piranhas 2:5 (0:0, 1:1, 1:4)

Langsam aber sich entwickeln sich die Rostocker zum Hassobjekt der Wettbüros. Immer wenn eine Niederlage im Vorfeld klar und logisch erscheint, zeigen sie ihre Krallen und holen sich überraschende Punkte. So geschehen gestern Abend im Herne, wo sie ihre Nerven im Griff hatten, defensiv perfekt spielten und im letzten Drittel ihre Konter perfekt setzten. Scheinbar war es ein Offensivspektakel, denn es wurden angeblich insgesamt 92 Torschüsse (61:31 für Herne) abgegeben. Eine Zahl, die etwas hoch erscheint. Allerdings, selbst wenn es ein Viertel weniger waren, waren die Herner überlegen, konnten aber diesen Vorteil nicht umsetzen. Nach einem torlosen ersten Drittel gingen die Piranhas durch Tom Pauker (35.) sogar in Führung. Neun Sekunden vor Drittelende glich Nils Liesegang aus. Wer jetzt auf einen Zusammenbruch der Rostocker tippte, lag daneben. Die spielten ihren Stiefel diszipliniert runter, ließen die Herner anrennen und als diese in der 54. Minute mal nicht aufpassten, gelang Sean Morgan in Überzahl das 2:1. Nur neun Sekunden später erhöhte Constantin Koopmann, dessen Rückkehr den Rostockern gut tat, mit seinem fünften Saisontor im 19. Spiel auf 3:1 und Matthew Pistilli machte nur eine Minute später gegen konsternierte Herner gar das 4:1. Trotz des klaren Rückstandes nahmen die Herner Keeper Björn Linda vom Eis, konnten tatsächlich in der 57. Minute durch Michel Ackers auf 2:4 verkürzen, aber wie stark die Rostocker agierten, zeigten sich noch einmal in der 59. Minute. Obwohl Morgan auf der Strafbank saß, gelang Tom Pauker ein Shorthander zum entscheidenden 5:2.

EG Diez-Limburg – Krefelder EV U23 1:2 (1:1, 0:0, 0:1)

Das war nicht das Spiel der Diez-Limburger. Gegen unangenehme Krefelder setzte es eine überraschende Heimniederlage, so dass der Kampf Platz zehn noch einmal verstärkt wurde. Die EGDL kann sich dabei verstärkt im Sessel zurücklehnen, denn bei einem Rückstand von 0,33 Punkten auf die Indians und 0,22 Punkten Vorsprung auf das Trio, das um Platz zehn kämpft, sitzt man ziemlich fest auf dem neunten Tabellenplatz. In dem Spiel gingen die Krefelder schnell in Führung. Der auch für die erste Mannschaft gemeldete Maciej Rutkowski machte in der zweiten Spielminute mit seinem 31. Scorerpunkt die 1:0 Führung, die jedoch nur sechs Minuten verteidigt werden konnte. Schon in der achten Minute glich die Bad Nauheimer Leihgabe Leon Köhler für die EGDL aus. In dem nickeligen und von insgesamt 26 Zeitstrafen plus einer Disziplinarstrafe (Zajic; EGDL) durchgeführten Spiel blieb es bei dem Zwischenstand bis zur 48. Minute. Dann traf nach Zuspiel von Mahkovec erneut Maciej Rutkowski und weil auch Krefelds Keeper Nils Kapteinat sich nicht überwinden ließ, blieb es beim 2:1 für den KEV.

Ausgefallen: Tilburg Trappers – Hannover Indians, Hannover Scorpions – Crocodiles Hamburg.


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