Oberliga Nord: Die ersten Drei setzen sich an der Spitze abKrefeld holt zweiten Sieg in Folge – Hamm jetzt Letzter

Michael Fomin (links) traf zweimal für den Krefelder EV. (Foto: dpa/picture alliance/Fotostand)Michael Fomin (links) traf zweimal für den Krefelder EV. (Foto: dpa/picture alliance/Fotostand)
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Auf Platz vier folgen die Erfurter, die auch gegen die Leipziger punkteten. Die Tilburg Trappers mussten ihr erstes Heimspiel gegen die Indians auswärts austragen, kassierten eine Niederlage und belegen, völlig ungewohnt, Platz sieben. Am Tabellenende holte sich Krefeld den zweiten Sieg hintereinander und Rostock tauschte mit den spielfreien Hammern die Platzierung, die zumindest bis zum kommenden Freitag Tabellenletzter sind.

Black Dragons Erfurt – Icefighters Leipzig 4:5 (2:2, 1:2, 1:0, 0:1) n.P.

Die Siegesserie der Icefighters Leipzig hält an. Der achte Sieg in Folge bestätigte somit Platz zwei und im Augenblick sind lediglich die vor ihnen stehenden Hannover Scorpions mit einem Spiel nicht direkt erreichbar. Auch das Spiel in Erfurt hätten die Leipziger locker gewinnen müssen, aber es gab dabei zwei Hindernisse. Einmal reichten 52 Torschüsse nur für vier Tore und dann zeigten sich die Leipziger, im Gegensatz zu den Erfurtern, im Überzahlspiel als harmlos. Außerdem starteten die Erfurter stark, gingen durch Kevin Beach (2.) im doppelten Powerplay  und Arnoldas Bosas (9.) mit 2:0 in Führung. Die selbstbewussten Leipziger schlugen jedoch zurück. Noch im ersten Drittel gelang ihnen der Ausgleich, als Robin Slanina (10.) und Tim Heyter (16.) trafen. Paul König (32.) brachte die Icefighters erstmals in Führung, aber die Erfurter, die sich ebenfalls auf einem Erfolgskurs befinden, kamen noch vor der zweiten Drittelpause zum Ausgleich, als Viktor Beck mit dem zweiten Powerplay-Tor ausglich. Doch noch hatte Leipzig einen Pfeil im Köcher. Ganze 47 Sekunden später führten die Leipziger erneut. Connor Hannon gelang die Führung. Im dritten Drittel blieben die Icefighters optisch überlegen, konnten diese aber nicht umsetzen und bekamen die Quittung in Form des 4:4-Ausgleichs zwei Minuten vor Schluss, als Kevin Beach den Erfurtern einen Punkt sicherte. Nach der ereignislosen Verlängerung ging es ins Penaltyschiessen und hier war schließlich Hannes Albrecht der glückliche Leipziger Torschütze.

Tilburg Trappers – EC Hannover Indians 2:4 (2:3, 0:0, 0:1)

Das Spitzenspiel des Tages ging an die Indians, die sich allerdings die Punkte nicht in Tilburg sicherten, sondern am Pferdeturm. Grund ist die Corona-Regelung in den Niederlanden, so dass die Tilburger ihr sogenanntes Heimspiel in Hannover durchführten. Im Gegensatz zum 4:1 im ersten Punktspiel, als die Indians noch nicht eingespielt waren, zeigten sich die Gastgeber gefestigt und sie hatten die 2:3-Niederlage vom Freitag gegen den Lokalrivalen gut überstanden.

Entscheidend für die Indians war, dass es drei Gründe für den Sieg gab. Im Tor zeigte erstens Backup Lukas Schaffrath erneut eine erstklassige Leistung, vertrat seine Nummer 1 David Zabolotny hervorragend.  Zweitens schlugen sie im ersten Drittel innerhalb von 180 Sekunden gleich dreimal zu und versetzten die Niederländer erst einmal in eine Art Schockzustand und drittens zeigten sie eine erstklassige disziplinierte Leistung mit fast perfektem Abwehrverhalten. Dabei gingen die Trappers mit 1:0 durch Giovanni Vogelaar (8.) in Führung. Zwei Minuten später begann der hannoversche Orkan, der die Trappers zunächst wegwehte. Erst glich Branislav Pohanka aus, dann brachte ausgerechnet der Ex-Trapper Parker Bowles seine Indians mit 2:1 in Führung und 34 Sekunden später erhöhte Robby Hein sogar noch auf 3:1. Jetzt waren die Indians gut drauf und wurden im Vorwärtsgang ausgekontert, als Mickey Bastings das einzige Überzahltor des Tages erzielte und auf 2:3 verkürzte. Danach wurde die Torproduktion auf beiden Seiten eingestellt und es blieb 45 Minuten beim Spielstand. Das es beim 3:2 blieb, war auch den Indians geschuldet, die ab der 53. Minute mehrfach die Chance für eine vorzeitige Entscheidung hatten und diese nicht nutzten. Kevin Bruijsten, Reno de Hondt und vor allem Kilian van Gorp, letzterer holte sich eine Fünfer plus Spieldauer nach einem Bandencheck, sorgten für sieben Minuten Powerplay für die Indians, was diese nicht ausnutzten und dafür am Ende noch fast bestraft wurden, als vierzig Sekunden vor Schluss Hein auf die Strafbank musste. Mitten im Druck erkämpfte sich Pohanka die Scheibe, passte zu Maximilian Pohl und dieser sorgte mit dem 4:2 für einen etwas überraschenden Auswärtssieg der Hannover Indians.

EG Diez-Limburg – Krefelder EV U23 2:7 (1:4, 0:2, 1:1)

Die Krefelder starteten mit einem ähnlichen Konzept wie die Diezer am Freitag in Herford und hatten Glück, weil sie schnell mit 2:0 in Führung gingen, nach dem ersten Diezer Tor nicht hektisch wurden und noch vor der ersten Sirene mit einem Doppelschlag das Spiel vorentschieden. Ein weiterer Grund war das extrem starke Powerplay der Niederrheiner, die am Ende auf 60 Prozent kamen, während die Diezer lediglich 33 Prozent aufweisen konnten. Die Tore des KEV markierten Michael Fomin (3., 18.), Adrian Grygiel (5.), Alexander Blank (17.), Julius Bauermeister (28.), Patrick Demetz (39.) und Marcel Mahkovec (44.), für die gastgebender Diezer trafen Cheyne Matheson (14.) und R.J. Reed (41.).

Hannover Scorpions – Crocodiles Hamburg 7:1 (4:0, 1:0, 2:1)

Zwei Doppelschläge reichten dem Tabellenführer, um im Nordderby die Hamburger Crocodiles deutlich zu distanzieren. Die erwähnten vier Tore fielen alle im ersten Drittel, so dass die  Partie schon nach zwanzig Minute entschieden war und es für die Hamburger eigentlich nur noch darum ging, möglichst nicht zweistellig unterzugehen, was ihnen letztendlich auch gelang. Den Aufgang setzten Victor Knaub, bereits nach 44 Sekunden, und Tomi Wilenius (4.), Letzterer sogar in Unterzahl. Mit dieser sicheren Führung führten die Scorpions bis zur 20. Minute, dann erzielte Tomi Wilenius das 3:0 und 23 Sekunden später erhöhte Dennis Arnold auf 4:0. Der am heutigen Tage überragende Tomi Wilenius war auch für das 5:0 zuständig, als er nach einer Kombination mit Pfennings und Schmid erfolgreich war. Nach dem 1:5 durch Norman Martens, der das verdiente Ehrentor der Hamburger in der 50. Minute schoss, waren schließlich noch Christoph Kabitzky (53.) und Victor Knaub (60.) erfolgreich, die das Ergebnis noch auf 7:1 schraubten.

Rostock Piranhas – Herforder EV 5:3 (1:1, 2:1, 2:1)

Endlich ist die letzte Bastion gefallen. Dem Tabellenletzten Rostock gelang der erste Sieg in regulärer Spielzeit und zur Belohnung wurde die „rote Laterne“ nach Hamm weitergeleitet. Allerdings hatten die Rostocker mit dem Neuling einen Gegner, der sehr unangenehm auftrat, fair blieb und erst nach dem 5:2 in der 45. Minute geschlagen gab. In der sechsten Minute ging der HEV durch Ralf Rinke in Führung, kassierte in der 16. Minute durch Tom Voronow den Ausgleich und ging in der 30. Minute noch einmal in Führung, als Sebastian Christmann für den HEV erfolgreich war. Der beste Rostocker, Tom Voronow erzielte in der 34. Minute auch das zweite Piranha-Tor und erst das 3:2 von Sean Morgan brachte die Rostocker auf Siegeskurs. Ein Doppelschlag zu Beginn des dritten Drittels brachte dann die Vorentscheidung. Sebastian Brockelt (43.) und Matthew Pistilli (45.) erhöhten auf 5:2, so dass das dritte Herforder Tor, markiert von Kapitän Björn Bombis in der 59. Minute zu spät kam.


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