Oberliga Nord: Alle Favoriten im Schnelldurchlauf im HalbfinaleTilburg brauchte Verlängerung – Bowles verlängert in Hannover

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Auch wenn sich die Außenseiter wirklich bemühten, stellenweise den Gegner ins Schwitzen brachten, am Ende hatten sie keine echte Chance. Die einzige Partie, die vielleicht ein drittes Spiel, neben der von Erfurt gegen Tilburg, hervorgebracht hätte, nämlich Herne gegen Hannover Indians wurde vom DEB nach positiver Corona-Testbestätigung gegen einen Indian zugunsten von Herne entschieden.

Jetzt treffen im Halbfinale am 16. April, jeweils um 20 Uhr, die Hannover Scorpions auf die Crocodiles Hamburg und die Tilburg Trappers auf den Herner EV. Spiel zwei findet dann am 18. April, jeweils um 17 Uhr, in Herne und Hamburg statt. Ein mögliches drittes Spiele würde am 20. April folgen.

Black Dragons Erfurt – Tilburg Trappers 3:4 (0:1, 3:2, 0:0, 0:1) n.V.

Das Weiterkommen der Tilburger wäre vermutlich früher in trockenen Tüchern gewesen, wenn die Erfurter nicht ein Trio gehabt hätten, das den Trappers das Spielen schwer machte. Dieses Trio hieß Herrschaft, Bosas und Beck und kassierte von neun möglichen Scorerpunkten gleich deren sieben. Lediglich als Erfurts Trainer Raphael Joly einen Reihen-Mix vornahm und je einen Spieler aus der zweiten, dritten und vierten Reihe zusammenspielen ließ, kamen auch zwei weitere Erfurter Spieler zu Punkteehren und zwar Alexander Spister und Tobias Banach beim 2:2. Davor hatte Ties van Soest (8.) die Trappers in Führung geschossen. Arnoldas Bosas (25.) glich aus. In der 33. Minute brachte Raymond van der Schuit seine Farben erneut in Führung aber mit dem bereits erwähnten 2:2 von Viktor Beck (35.) ging es in die letzten fünf Drittelminuten. 26 Sekunden vor dem Drittelende gelang Diego Hofland das Tilburger 3:2, aber praktisch mit dem letzten Gegenangriff glich Arnoldas Bosas erneut aus. Bei dem Ergebnis blieb es bis zum Ende und kaum hatte die Verlängerung begonnen, da war sie auch schon entschieden. Raymond van der Schuit (61.) erzielte bereits nach 16 Sekunden das entscheidende 4:3 und brachte damit seine Mannschaft in die nächste Runde.

Rostock Piranhas – Hannover Scorpions 4:7 (1:1, 2:3, 1:3)

Ein verdienter Erfolg des Nordmeisters, der zwar mit den kampfkräftigen Rostockern schwer zu tun hatte, diese aber mit Hilfe des größeren Kaders und stärkerer Physis schließlich bezwingen konnte. Nach ausgeglichenem Beginn brachte Patrick Schmid (17.) die Scorpions in Führung. Tom Pauker (18.) glich anschließend sofort aus. Im zweiten Drittel brachte Jayden Schubert (27.) in Überzahl die Piranhas das erste und einzige Mal in Front. Der beste Scorpion des Tages, Patrick Schmid, ließ daraufhin in der 30. und 35. Minute zwei Tore zum 3:2 der Gäste folgen. Christoph Kabitzky erhöhte in der 38. Minute auf 4:2 für die Hannoveraner, aber die noch nicht geschlagenen Rostocker hatten mit dem 3:4 von Jayden Schubert (40.), wiederum in Überzahl, noch einmal eine passende Antwort. Lukas Koziol schaffte in der 44. Minute sogar das 4:4. Wer weiß, wie das Spiel ausgegangen wäre, hätte nicht Fedor Kolupaylo (45.) sofort seine Scorpions wieder mit 5:4 in Führung gebracht. Als Mike Glemser (52.) schließlich das 6:4 erzielte, war die Partie vorentschieden, denn den Rostockern fehlte jetzt die Kraft noch einmal nachzusetzen und so musste man in der 59. Minute gar noch das 4:7 aus Rostocker Sicht hinnehmen, als Christoph Kabitzky für den Meister traf. Ein witziges statistisches Detail hatte die superfaire Partie auch noch zu bieten. Von den vier Strafzeiten mit gesamt acht Minuten, kassierten die beiden Torhüter, Ansgar Preuß (Scorpions) und Nils Velm (Rostock) die Hälfte.

Icefighters Leipzig – Crocodiles Hamburg 3:6 (1:2, 2:2, 0:2)

Ein durchaus verdienter Erfolg der Hamburger, die schnell in Führung gingen und diesen Vorteil bis zum Spielende halten konnten. Vor allem fünf Spieler der Hamburger zeigten den Unterschied zwischen beiden Mannschaften. Zum einen das Trio Maximilian Schaludek, Jan Tramm und Thomas Zuravlev, die alle auf drei Punkte kamen und zum anderen Viktor Östling und Dominik Lascheit, die beide zwei Tore schossen. Östling startete dabei mit zwei Toren innerhalb von nur 19 Sekunden (5., 6.). Jetzt musste Leipzig kommen, konnte immerhin nach harter Anstrengung ausgleichen. Florian Eichelkraut (14.) mit einer Einzelleistung und Hubert Berger (23.) in Überzahl waren die Leipziger Torschützen. Dann brachte Maximilian Schaludek (27.) die Crocodiles erneut in Führung, aber wieder musste eine Leipziger Einzelleistung für den Ausgleich herhalten. Robin Slanina (31.) traf zum 3:3. Die stoisch ruhigen Hamburger aber ließen sich nicht von ihrer Erfolgslinie abbringen. Jetzt kam der Auftritt von Topscorer Dominik Lascheit, dem das 4:3 (37.) und 5:3 (53.) gelang. Die Icefighters mussten jetzt alles nach vorne werfen, nahmen am Ende mehrfach Keeper Patrick Glatzel heraus, brachten aber kein Tor mehr zuwege. Im Gegenteil, mit einem Empty-Netter beendete Thomas Zuravlev (60.) die Siegerdiskussion.

Hannover Indians – Herner EV 0:5

Wie gemeldet mussten beide Spiele für den Herner EV gewertet werden, da die Hannover Indians aufgrund einer Quarantäne-Anordnung nicht antreten konnten. Trotzdem gab es am Sonntag noch eine schöne Nachricht für die Indians-Fans. Parker Bowles, der 26-jährige Kanadier, der hinter seinem Landsmann Brett Bulmer mit 62 Scorerpunkten intern auf Rang zwei und in der Oberliga-Nord-Tabelle auf Rang elf landete, verlängerte seinen Vertrag am Pferdeturm für ein Jahr.


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