OB Link überreicht den Füchsen den MeisterpokalEVD gewinnt das Derby gegen Essen

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Sören Link stand gerade an der Duisburger Strafbanktür und wartete darauf, das Eis der Scania-Arena zu betreten, als die Füchse-Fans einen Gesang anstimmten. Während er wartete, nickte der Duisburger Oberbürgermeister im Takt mit. Kurz darauf stand er in der Mitte, hatte das Mikrofon in der Hand: „Ich wünsche euch alles Gute für die kommenden Spiele“, sagte der erste Bürger der Stadt, der mit Bürgermeister Manfred Osenger gekommen war, um  dem EV Duisburg den Meisterpokal für die Oberliga Nord zu überreichen. „Die kommenden Spiele“ sind die Play-offs, in denen es um den Aufstieg in die DEL2 geh – ohne die Essener, die bereits ihren Urlaub planen können. Der EVD gewann die Partie gegen die Stechmücken mit 6:2 (3:0, 1:1, 2:1).

Im ersten Drittel spielten beide Teams aufmerksam. Die Essener versuchten mit viel Laufarbeit, dem Spitzenreiter das Leben – erneut – schwer zu machen. Doch dieses Mal spielten die Duisburger konzentriert und fokussiert. Schon nach fünf Minuten lag der EVD vorne, nachdem Chad Niddery zum 1:0 getroffen hatte. Keine drei Minuten später zeigten Viktor Beck und Daniel Kunce, warum die Füchse den Pokal bekommen hatten. Mit viel Tempo gingen die beiden ins Essener Drittel, in den millimetergenauen Pass von Beck musste Kunce nur noch den Schläger reinhalten. Mit einem trockenen Handgelenkschuss ins kurze Kreuzeck machte Christoph Ziolkowski den 3:0-Pausenstand in Überzahl perfekt.

Der zweite Abschnitt war deutlich weniger spektakulär. Die Essen spielten deutlich defensiver, die Duisburger nahmen den Fuß vom Gaspedal. Die Moskitos wurden nur noch in Überzahl gefährlich – und selbst dabei behielt EVD-Goalie Sebastian Stefaniszin – notfalls auch im Liegen – den Überblick und machte seinen Ärger merklich Luft, als ein Essener noch nachstocherte, als seine Fanghand schon längst auf dem Puck lag. Im Nachschuss gelang Ex-Fuchs Leon Niederbeger das erste Essener Tor. Zwar wurde ein Treffer von André Huebscher zurecht nicht gegeben, weil das Tor verschoben war, doch eine halbe Minute vor der zweiten Pause verwandelte Chad Niddery einen Penalty, nachdem er von Maik Klingsporn, einem weiteren Ex-Fuchs, frei vor dem Tor umgerissen worden war.

Im letzten Drittel wurde die Partie immer nickeliger – auch weil Schiedsrichter Marc-André Naust nicht immer ausgesprochen sattelfest wirkte, wenn es darum ging, einen Check von einem Foul zu unterscheiden und die versteckten Nadelstiche zu bemerken. In Überzahl verkürzte Andrej Bires auf 2:4, das letzte Wort hatten André Huebscher und Chad Niddery.

Tore: 1:0 (4:45) Niddery (Grözinger, Tepper), 2:0 (7:22) Kunce (Beck, Koziol), 3:0 (16:58) Ziolkowski (Niddery, Mieszkowski/5-4), 3:1 (36:01) Niederberger (Veleck/4-4), 4:1 (39:26) Niddery (Penalty), 4:2 (50:27) Bires (Patocka, Weber/5-4), 5:2 (56:20) Huebscher (Grözinger, Tepper), 6:2 (57:07) Niddery (Mieszkowski, Ziolkowski/5-4). Strafen: Duisburg 26, Essen 12. Zuschauer: 2203.

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