Nur 40 Minuten Eishockey zum JubiläumLoch im Eis beendet Spiel in Duisburg

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Auch nach exakt 25 Jahren EV Duisburg gibt es immer noch etwas Neues. Denn ein Loch im Eis, das zu einem Abbruch führte, gab es in einem Heimspiel der Füchse noch nicht. Nach einer Stunde fällte Schiedsrichter Lasse Kopitz nach mehreren Reparaturversuchen mit Feuerlöscher, Wasser und Eismaschine seine Entscheidung: „Das ist nicht sicher. Das Spiel wird abgebrochen. Nach 40 Minuten stand es 2:2 im Ruhrderby. Über Neuansetzung oder Spielwertung entscheidet nun der Deutsche Eishockey-Bund. Die Eintrittskarten behalten für ein mögliches Wiederholungsspiel ihre Gültigkeit.

Die Emotionen vor dem Spiel waren freilich andere. Denn die Rührung war den dreien schon anzumerken, bevor sie durch den großen Fuchskopf liefen. „Natürlich ist das etwas Besonderes. Das ist eine große Ehre“, sagte Markus Schmidt etwas später. Der langjährige Kapitän der Füchse ist einer der Spieler, deren Rückennummern künftig nicht mehr vergeben werden. Der Eissport-Verein Duisburg hat sich dazu noch zwei „Pioniere“ der frühen Füchse-Zeit ausgesucht. Neben Schmidts 85 darf künftig kein Duisburger Spieler mehr die Nummer 27 von Frank Pribil und die Nummer 29 von Ron Noack tragen. Genau am 25. Gründungstag sorgte der EVD damit für einen emotionalen Höhepunkt.

Die Wahl fiel freilich leicht. Mit Frank Pribil haben sich die Füchse für den Torhüter entschieden, der der erste Spieler des damaligen DSV-Zweitligateams war, der in der NRW-Liga, der fünften Spielklasse, für den Neuaufbau bereit stand und – einschließlich seiner DSC- und DSV-Spiele  490 Mal für Duisburg auf dem Eis stand. Im ersten DEL-Jahr lizenzierten die Füchse „Zwiebel“ für ein Spieler, sodass der Meidericher der einzige Spieler der Duisburger Eishockeygeschichte ist, der in der fünften, vierten, dritten, zweiten und ersten Liga für seine Farben auf dem Eis stand. „Ich bin Duisburger. Dieter Jansen hat mich damals schnell überzeugt“, erinnert er sich an die Zeit, als er sich am EVD-Neuaufbau beteiligte.

Ron Noack ist der Rekordspieler der Füchse. 394 Mal lief er für den EVD auf – so oft wie kein anderer, wenn es nur um Füchse-Spiele geht. „Ich bin zu 99 Prozent Duisburger. Ein Prozent bleibt in Weißwasser“, sagte der Sohn des Sportchefs der Krefeld Pinguine einmal in einem Interview mit der Sportredaktion. „Das ist so“, bekräftigte er sein Bekenntnis noch einmal. Noack war lange Jahre Kapitän. Der „Vollstrecker“ traf dabei 104 Mal und bereitete 143 weitere Treffer vor. Noacks Lieblingserinnerung? „Das 8:1 gegen Wilhelmshaven und natürlich die Oberliga-Meisterschaft.“ Sein Sohn Louis hatte übrigens am Samstag sein erstes Highlight. Er erzielte sein erstes Tor für die U-8-Mannschaft der Jungfüchse.

Die Zahl, die bei „Schmiddi“, der mit Unterbrechungen von 2005 bis 2016 368 Mal für die Füchse spielte, sind die Strafzeiten. 544 Minuten brummte der knallharte und pfeilschnelle Verteidiger ab. Schmidt war ebenfalls lange Kapitän des EVD. „Heute lebe ich von Crossfit“, hat sich der Abwehrspieler eine neue Existenz aufgebaut. „Das ist eine Mischung aus Gewichtheben, Leichtathletik und Turnen“, beschreibt er seine neue Leidenschaft.

Und so ganz nebenbei wurde auch noch etwas Eishockey gespielt. Zweimal gingen die Füchse durch Marvin Deske (4.) und Chris St. Jacques (15.) in Führung; für Essen glichen Marius Erk (6.) und Julian Lautenschlager aus (20.). Gerade im ersten Drittel ließen die Füchse zu viele Chancen liegen. Im zweiten Abschnitt machte Essen mehr Druck – und erzwang so Strafzeiten, die die Mücken allerdings ungenutzt ließen.

Tore: 1:0 (3:44) Deske (Beck), 1:1 (5:40) Erk (Ziolkowski, Thielsch), 2:1 (14:04) St. Jacques (Deske, Klingsporn), 2:2 (19:30) Lautenschlager (Slanina, Niederberger). Strafen: Duisburg 6, Essen 8: Zuschauer: 2258.


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