Neuwied vor packender Serie gegen IndiansEndlich wieder Play-offs

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Play-off-Zeit – die schönste Zeit des Jahres. 42 Hauptrundenspiele sind auf einen Schlag Geschichte. Ab sofort zählen die Tagesform, das Momentum und die Länge des Bartwuchses. „Gott sei Dank sind es die Hannover Indians“, freut man sich beim EHC Neuwied nach einem spannenden Ligafinale. Verrückt, dass sich die Bären ausgerechnet auf den einzigen Gegner freuen, den man in der laufenden Oberliga-Nord-Saison bisher noch nicht schlagen konnte. „Gott sei Dank sind es die Neuwieder Bären“, hört man aus dem Lager der Niedersachsen. Verrückt, schließlich wäre der andere mögliche Play-off-Gegner, die Hannover Scorpions, nur zehn Autominuten entfernt. Doch bei den Indians ist man glücklich, dem „Worst-Case-Szenario“ entgangen zu sein - das Derby hatte dem Vernehmen nach zuletzt mehr genervt denn Freude bereitet. Die Scorpions müssen als Siebter nun gegen Tilburg ran, Neuwied als Sechster gegen den Tabellendritten Hannover Indians. Freitag steigt das erste Spiel der Best-of-Five-Serie um 20 Uhr am Pferdeturm in Hannover, am Sonntag haben die Neuwieder Heimrecht (19 Uhr).

„Das letzte Tor der regulären Saison in Unterzahl vor heimischen Fans gegen Tilburg zu schießen - besser geht es nicht“, sagt EHC-Trainer Craig Streu nach dem packenden Saisonfinale in der Bärenhöhle am vergangenen Sonntag. „Die Stimmung war schon die ganze Saison über unglaublich, am Sonntag noch ein bisschen unglaublicher – und am Ende doch nur ein kleiner Vorgeschmack auf das, was uns jetzt in den Play-offs erwartet. Dieses Duell zwischen Neuwied und Hannover ist auch ein Duell zweier Teams, die stets vor einer tollen Kulisse mit überragenden Fans und einer unglaublich intensiven Atmosphäre spielen. Für die Zuschauer wird das ein besonderes Duell, dass sicherlich auch außerhalb von Hannover und Neuwied viele interessiert.“ Dass die Mannschaft am Sonntag auch lange nach dem Spiel noch lautstark mit den Fans gefeiert hatte, genoss auch der Trainer: „Früher gab es diese enge Verbindung im Eishockey öfter zwischen Fans und Team. Heute ist das längst nicht mehr selbstverständlich, bei uns aber schon. Das finde ich sehr schön.“

Dass man sich nun ausgerechnet auf ein Duell mit einem Team freut, gegen das man bisher beide Spiele verloren hat, ist für Streu schnell erklärt: „Meister Duisburg und Vizemeister Tilburg sind zwei Teams auf sehr hohem Niveau, die zurecht ganz oben in der Tabelle stehen. Dahinter aber kann für mich von Platz drei bis neun jeder jeden schlagen. Da sind die Unterschiede längst nicht so groß.“ Diese Meinung teilt auch sein Gegenüber Fred Carroll, der einst auch die Bären trainierte: „Schau auf die Tabelle: Hannover und Neuwied trennen gerade einmal sieben Punkte. Ein schlechtes Wochenende nur, und du bist quasi auf Augenhöhe. Das wird nicht das Duell des starken Dritten gegen einen schwachen Sechsten. Die Chancen in diesem Duell stehen fifty-fifty.“

Das haben schon die beiden Spiele der Hauptrunde gezeigt. Im Heimspiel führte der EHC bis zur 59. Minute mit 2:1, kassierte dann den späten Ausgleich und in der Overtime den Knock-out. Das Rückspiel in Hannover wurde dann gar erst im Penaltyschießen zugunsten der Indians entschieden. Zwei Spiele auf sehr hohem Niveau - mit viel Tempo und Einsatz. „Ehrlich, ich bin so froh, dass es nun gegen Neuwied geht“, sagt Carroll. „Wenn es gegen Euch geht, dann geht es um Eishockey - und um nichts anderes. Und darauf freuen wir uns jetzt riesig. Am Ende werden die Kleinigkeiten entscheiden.“

Aufgrund des Heimvorteils in der Serie sieht Streu sein Team in einer leichten Außenseiterrolle. „Aber das muss für die Play-offs nicht schlecht sein. Fakt ist: Wenn wir weiterkommen wollen, dann müssen wir mindestens einmal auswärts gewinnen. Das wird am Pferdeturm in Hannover natürlich unheimlich schwer. Aber wir haben in dieser Saison auswärts eigentlich immer unsere Leistung gebracht. Daran wollen und werden wir auch in den Play-offs anknüpfen. Es wird wichtig sein, von der Strafbank fern zu bleiben. Im Powerplay sind die Indians brutal stark, nehmen diesen Schwung dann mit in die gesamte Partie. Dieses Momentum dürfen wir ihnen nicht geben.“

In der Serie Best-of-Five braucht ein Team drei Siege, um die nächste Runde zu erreichen. Als dritter Spieltermin steht neben Freitag und Sonntag bereits der kommende Dienstag fest. Sollten dann weitere Spiele erforderlich sein, kommt die Play-off-Serie am darauffolgenden Freitag zunächst zurück nach Neuwied. Diese erste Play-off-Runde mit den Teilnehmern der Oberliga Nord ist quasi das Achtelfinale auf dem Weg zum Aufstieg in die DEL2. In der zweiten Runde treffen die vier siegreichen Teams aus dem Norden dann im Viertelfinale auf die vier besten Teams aus dem Süden.

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