Nächster Heimsieg – die Preussen gewinnen gegen Erfurt 3:2ECC Preussen Berlin kämpft die Black Dragons nieder

Die Preussen konnten einen Sieg gegen Erfurt bejubeln. (Foto: Rolf Lux)Die Preussen konnten einen Sieg gegen Erfurt bejubeln. (Foto: Rolf Lux)
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So gab es also vor Spielbeginn lange Schlangen am Einlass, an der Glockenturmstraße tuckerten die Trabbis entlang und sowohl der schwarz-weiß-rote Anhang als auch die Fans aus Thüringen pilgerten in die Charlottenburger Eishalle im ehemaligen Westteil der Stadt. Die Ausgangslage vor dem Spiel war auch klar: Der ECC Preussen Berlin war Tabellenletzter und wollte den Abstand auf die vorletzten Harzer Falken verringern und die Gäste befinden sich auf Platz elf mit genügend Punktedifferenz nach unten, aber auch nach oben. Über 400 Zuschauer fieberten in der fast halbgefüllten Eishalle dem Spiel aus dem unteren Tabellendrittel der Oberliga Nord entgegen und sie sahen ein doch zum Ende hin spannendes Spiel, welches aber die ersten beiden Drittel den Hausherren gehörte.

Trainer Uli Egen konnte wieder auf einige Rückkehrer bauen und so war auch die Präsenz des 1,96-Meter-Hünen Eddy Rinke-Leitans sofort auf dem Eis spürbar, die Berliner zeigten eine positive Körpersprache und auf den Rängen waren noch die in FDJ-Hemden oder DDR-Uniformen angereisten Erfurter Fans in der Oberhand, was sich aber einhergehend mit dem 1:0-Führungstreffer in Überzahl  durch den preussischen Torgaranten Kyle „Piwo“ Piwowarczyk in der zehnten Minute leicht änderte. Spätestens aber – wieder in Überzahl – nach dem 2:0 von Lukas Stettmer auf Vorlagen von Dennis Dörner sowie Can Matthäs drei Minuten vor Drittelende waren beide Lager ausgeglichen. In einer eigentlich harmlosen Situation handelte sich der Berliner Justin Ludwig eine Strafe wegen Kniecheck gegen den vom Eis humpelnden Tom Fiedler ein und hatte Glück, dass die Strafe nicht wegen einer möglichen Verletzungsfolge höher ausfiel. Die Überzahl konnten die Gäste aber auch nicht nutzen und so änderte sich auch die Struktur der Partie im Mitteldrittel nicht. Die Gastgeber wirkten eine Prise frischer, waren hellwach und folgerichtig war das 3:0 von Jakub Rumpel in der 34. Minute unter jetzt dann doch großem Jubel der Berliner Anhängerschaft. Endlich konnte der Preussen-Coach auch mal wieder mit drei Blöcken durchwechseln und so etwas ist natürlich im Spiel spürbar.

Selbstbewusst ging es auch in die letzten 20 Minuten und hier bleiben eigentlich nur die letzten paar Minuten erwähnenswert, denn die Black Dragons Erfurt bekamen plötzlich doch noch einmal Oberwasser, weil die Preussen sich auf die Defensive konzentrierten. Brandgefährlich, wie der 1:3-Anschlusstreffer von Marcel Weise in der 56. Minute ohne Not unter Beweis stellte. Jeder weiß, was sich in so einem Moment auf beiderlei Seiten in den Köpfen abspielt. Die Gastgeber wollten den Sieg nicht mehr verspielen und die Erfurter sahen vielleicht sogar noch den Ausgleich am Horizont! In einer hektischen Schlussphase mit Empty Net gelang den Gästen tatsächlich noch das 2:3 – für alles andere war es aber zu spät und der ECC Preussen Berlin rettete den zweiten Heimsieg in Folge noch über die Zeit. Der Erfurter Trainer Frederick Carroll befand den Berliner Sieg anschließend als völlig verdient, Uli Egen gab ihm naturgemäß Recht und schickte noch ein Extralob an Torhüter Erik Reukauf hinterher.

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