Nach Heidschnucken und Scorpions weiter mit weißer WesteRostock Piranhas

Nach Heidschnucken und Scorpions weiter mit weißer WesteNach Heidschnucken und Scorpions weiter mit weißer Weste
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Am Sonntag kam es dann vor 1381 Zuschauern zum Spiel der Spiele. Die Hannover Scorpions waren zu Gast in der Eishalle Schillingallee. Bis zu diesem Spiel gab es in der Oberliga Nord nur zwei Vereine ohne Punktverlust, die Rostock Piranhas und die Hannover Scorpions. Diese schossen in den ersten Spielen 49 Tore bei lediglich 11 Gegentoren. Und am Ende gewannen die Rostocker mit 7:5 (1:2, 1:1, 5:2).

So begann das Spiel wie erwartet mit pausenlosen Angriffen auf das Tor von Dennis Rauscher. Dieser musste gerade in den ersten Minuten zahlreiche Paraden zeigen und gab damit den Piranhas Sicherheit. Bereits in der zweiten Minute erkämpfte Vitalij Blank den Puck in der Abwehr und konnte einen Konter über Toni Marsall eröffnen, der dann Petr Sulcik in Szene setzte und dieser zum viel umjubelten 1:0 für Rostock einnetzte. Die Scorpions nun etwas beeindruckt, aber immer noch mit pausenlosen Angriffen auf das Rostocker Tor. Nur ein Tor wollte ihnen nicht gelingen. Die Scorpions gerieten durch eine Strafe nach fünf Minuten erstmals in Unterzahl und die Raubfische konnte sich so das erste Mal aus der Angriffsflut befreien. Aber sie waren nachlässig und verloren leichtsinnig den Puck, so das Robin Ringe dieses in der fünften Minute zum Ausgleich ausnutzte. Nun war es ein Spiel mit offenem Visier. Torchancen auf beiden Seiten und Torhüter, die die Angreifer teilweise um den Verstand gebracht haben. In der 18. Spielminute waren die Piranhas dann in einer doppelten Unterzahl und dieses nutzten die Scorpions eiskalt durch Andreas Morczinietz zur 2:1-Pausenführung für die Hannoveraner.

Im zweiten Drittel kamen die Piranhas nun auch besser in das Spiel und es entwickelten sich wieder Torchancen auf beiden Seiten. Tore sollten aber erst einmal nicht fallen. Es bedurfte einer Unterzahl der Gäste, welche Toni Marsall für die Piranhas zum Ausgleich in der 34. Minute ausnutzte. Aber der Jubel hielt nur knapp zwei Minuten, die Piranhas kassierten in gerade einmal 14 Sekunden zwei Strafen und wieder in doppelter Unterzahl nutzten dies die Scorpions in der 37. Minute durch Alexander Jantzen zur erneuten Führung zum 3:2 für sich aus. Mit diesem knappen Rückstand ging es für Rostock zum letzten Pausentee.

Die Piranhas kamen mit viel Druck aus der Kabine. In der 48. Minute war es Karol Bartanus, der die Eishalle Schillingallee mit dem erneuten Ausgleich zum Kochen brachte. Scheinbar noch im Jubel, mussten die Piranhas nur 20 Sekunden später aber die erneute Führung durch Sven Gerbig hinnehmen. Rostock zeigte sich aber nicht beeindruckt und kämpften weiter. In der 51. Minute, diesmal die Piranhas in doppelter Überzahl, konnte Petr Sulcik den erneuten Ausgleich erzielen. Dann kam es in der 52. Minute zu einem wohl spielentscheidenden Ereignis. Den Scorpions wurde durch ein Faul ein Penaltyschuss zugesprochen. Dennis Rauscher hielt auch diesen und das Publikum trieb danach als sechster Spieler die Piranhas an. Jan Schmidt (53.) und Eric Haiduk (54.) nutzten diese Phase des Spieles aus und brachten die Piranhas mit 6:4 in Führung. Kein Besucher in der Eishalle hielt es nun mehr in den Sitzen. Das Publikum spürte, dass der Favorit wackelte. Dieser gab sich aber noch nicht auf. Als in der 57. Minute Andreas Morczinietz den 6:5-Anschlusstreffer erzielte, stockte den Fans der Atem. Aber nicht nur die Fans wollten diesen Sieg, auch die Mannschaft um Trainer Wolfgang Wünsche kämpfte nun mit allen Mitteln. Als der Scorpions Trainer Leonard Soccio in der letzten Minute seinen Torhüter zugunsten eines sechsten Feldspielers aus dem Tor nahm, wurde dieser Krimi noch spannender. Rostock hielt aber mit Mann und Maus dagegen und sechs Sekunden vor dem Ende gelang es Petr Sulcik den Puck zu erkämpfen und im leeren Tor per Empty-Net Goal unterzubringen.

„Das war heute Werbung für das Eishockey und das bis weit über die Grenzen der Hansestadt Rostock hinaus. Ein Spiel auf diesem Niveau gab es schon lange nicht mehr in Rostock. Ich bin stolz auf meine Mannschaft und das Publikum heute Abend hat einen großen Anteil an diesem Sieg“, so Wolfgang Wünsche nach dem Spiel.

Am kommenden Wochenende kommt die zweite Hannoveraner Mannschaft in die Eishalle Schillingallee. Um 19 Uhr gehen die Hannover Indians (letzte Saison noch in der 2. Bundesliga) auf Kriegspfad und wollen die Punkte aus Rostock entführen.

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