Moskitos Essen stürmen wieder auf Platz dreiKampf um die Play-off-Plätze bleibt spannend

Drin ist er! Der EV Duisburg gewann das Spiel gegen die Hannover Indians mit 4:1. (Foto: Roland Christ)Drin ist er! Der EV Duisburg gewann das Spiel gegen die Hannover Indians mit 4:1. (Foto: Roland Christ)
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Einmal der Kampf um Platz drei. Nachdem sich die Hannover Indians die übliche Pleite in Duisburg abgeholt haben, sanken sie wieder um einen Platz nach unten auf vier. Essen schoss die Falken beim 10:2 ab und überholten damit die Niedersachsen. Halle näherte sich mit dem Erfolg gegen Erfurt den Indians bedrohlich, haben nur noch zwei Punkte Rückstand. Die zuletzt formstarken Crocodiles hatten an diesem Spieltag lediglich die Rolle des Beobachters, bleiben somit weiter auf sechs. Ein Platztausch gab es auch auf sieben. Rostock unterlag deutlich in Tilburg und musste Herne vorbeiziehen lassen, die in Berlin ihr Zielwasser scheinbar wiedergefunden haben. Leipzig kassierte ein erwartbares 2:4 in Mellendorf, hat nun auf Rostock vier Punkte Rückstand und spürt im Nacken die Duisburger Füchse, die mit dem 4:1 gegen die Indians zumindest das Play-off-Ufer wieder erkennen können. Auf den Rängen 11 bis 13 hat sich nichts getan und das wird es bei den aktuellen Punktedifferenzen auch in den nächsten Wochen nicht. Hier geben sich Erfurt, Harz und die Preussen die Ehre.

Preussen Berlin – Herner EV 1:12 (1:3, 0:4, 0:5)

Völlig von der Rolle waren die Berliner Preussen vor 160 zahlenden Zuschauern gegen den Herner EV. Allerdings scheinen zweistellige Heimniederlagen gegen diesen Gegner in dieser Zeit etwas Normales zu sein, denn bereits vor fast genau einem Jahr unterlagen die Preussen dem HEV auch auf eigenem Eis mit 2:11. Es war im Übrigen der höchste Herner Auswärtssieg seit dem November 2014, damals gab es ein 13:0 in Ratingen. Über das Spiel zu schreiben verbietet sich bei dem Ergebnis von selbst, wobei zu bemerken wäre, dass allein der HEV-Start schon das Eintrittsgeld wert war. Nach 58 Sekunden führten die Herner nämlich schon mit 2:0.  Die Tore der hochüberlegenen Herner erzielten Tobias Esch (1.), Julius Bauermeister (1.), Patrick Asselin (7.), Thomas Zuravlev (31.,43.,48.), Lois Spitzner (32.,39.), Brad Snetsinger (38.), Voytech Suchomer (47.), Michael Ackers (51.) und Denis Fomynch (57.). Das Ehrentor für die Berliner schoss Ludwig Wild (13.).

Füchse Duisburg– EC Hannover Indians 4:1 (2:1,2:0,0:0)

Die unheimliche Serie bleibt bestehen. Die Indians können sich eigentlich die Reise sparen, denn seit dem Februar 2000, als ein 3:2 beim EVD gelang, bleiben die Punkte regelmäßig an der Wedau. So auch am Freitag, als die Hannoveraner, die ohne Pape, Mund und Morczinietz angetreten waren, trotz einer 1:0 von Thomas Ziolkowski (6.) noch am Ende klar und deutlich mit 1:4 unterlagen. Die Tore der deutlich torhungriger auftretenden Füchse markierten der Topscorer vom Dienst Pavel Pisarik (9.,20.,29.) und Erik Buschmann (30.). Indians-Verteidiger Nick Bovenschen schied im ersten Drittel verletzt aus.

Tilburg Trappers – Rostock Piranhas 6:1 (1:1, 3:0, 2:0)

Gegen Teams aus dem unteren Drittel der Liga tun sich die Trappers in dieser Saison etwas schwer. Das erste Drittel gegen die Rostocker war da keine Ausnahme. Zunächst gingen die Gäste durch Greg Classen (5.) sogar in Führung. Zwar gelang Ivy van den Heuvel (7.) der schnelle Ausgleich aber danach schafften sich die Ostseestädter mit kontrolliertem Defensivspiel die Trappers vom Hals. Der Abwehrwall hielt genau 19 Minuten, dann trafen die Niederländer genauer. Erst schoss Reto de Hondt (26.) das 2:1, dann erhöhte Boet van Gestel (31.) auf 3:1 und schließlich traf noch Mitch Bruijsten (38.) zum 4:1. Damit war vor 2588 Zuschauern das Spiel gelaufen. In den letzten 20 Minuten war die Begegnung relativ ausgeglichen, die zwei Tore fielen jedoch auf der gleichen Seite. Erneut Mitch Bruijsten (49.) und Max Hermens (59.) machten aus dem 4:1 ein überdeutliches 6:1.

Hannover Scorpions – Icefighters Leipzig 4:2 (2:1, 1:1, 1:0)

Das erlebten die Scorpions bis jetzt selten in der Saison. In den ersten beiden Abschnitten schossen die Gäste häufiger auf das Tor als die Gastgeber und somit hatten diese es ihrem Keeper Christoph Mathis zu verdanken, dass sie trotzdem führten. In dem mit nur acht Strafminuten äußerst fairen Spiel erzielten Chad Niddery (5.), Sean Fischer (19.), Patrick Schmid (22.) und Sachar Blank (42.) die vier Tore der Mellendorfer, die erst im letzten Drittel so richtig Druck ausüben konnten. Für die Leipziger, die etwas unglücklich unterlagen, trafen Dimitri Komnik (11.) und Michal Velecky (28.).

Saale Bulls Halle – Black Dragons Erfurt 6:3 (2:1, 1:2, 3:0)

Auch diese Partie war knapper als es das Ergebnis aussagt. Zwei Dinge waren wohl am Ende ausschlaggebend für die Bulls. Einmal das starke Powerplay mit drei Treffern bei vier Möglichkeiten (75 Prozent) und das Glück im letzten Drittel, als Halles Keeper Henning Schroth bei ausgeglichenem Spiel alle neun Torschüsse des Gegners entschärften konnte. Die Tore der Bulls schossen Nathan Burns (8.), Chris Francis (11., 45.,59.), Marius Stöber (29.) und Johannes Ehemann (49.). Die drei Tore der Erfurter erzielten Robin Sochan (19.), Michel Vazan (22.) und Maurice Keil (38.).

Moskitos Essen – Harzer Falken 10:2 (5:1, 3:0, 2:1)

Das war eine klare Sache für die Essener. Vor 1446 Zuschauern am Westbahnhof ging es bereits im ersten Drittel so richtig zur Sache, vornehmlich vor dem Tor der Falken. Nicholas Miglio (5.,11.), Carsten Gosdeck (6.), Lars Grözinger (9.) und Veit Holzmann (17.) trafen zum 5:0, ehe der beste Harzer Louis Trattner das erste seiner beiden Tore schoss. Im zweiten Drittel machten die Essener etwas langsamer, aber es reichte immer noch zu drei Toren. Lars Grözinger (28.), Andre Gerartz (39.) und Artur Lemmer (40.) erhöhten auf 8:1. Doch der Torhunger der Stechmücken war noch nicht erloschen. Erneut Veit Holzmann (50.) und Nicholas Miglio (57.) machten es am Ende zweistellig. Erwähnenswert ist jedoch der Kampfeswille der Falken, die durch Louis Trattner (52.) immerhin noch ein zweites Mal Essens Keeper Christian Wendler, der im dritten Drittel für Cerveny ins Tor gegangen war, überwinden konnten.


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