Moskitos Essen fallen nach zweiter Niederlage in Folge zurückErfurt überrascht mit einem 3:0 in Leipzig

Die Crocodiles Hamburg stoppten die Moskitos Essen. (Foto: Holger Beck/Crocodiles Hamburg)Die Crocodiles Hamburg stoppten die Moskitos Essen. (Foto: Holger Beck/Crocodiles Hamburg)
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Ausnutzer dieser kleinen Schwächeperiode der Essener und auch der Indians waren die Hannover Scorpions, die nun sieben Punkte Vorsprung vor dem Lokalrivalen haben. Zwei dahinter folgen die Moskitos, die sich eigentlich in Mellendorf bedanken können, dass Halle ohne Punkte von dort nach Hause fuhr. Punktgleich mit Halle die aktuell formstarken Crocodiles. Zwischen Platz sechs und sieben, in diesem Fall Rostock klaffen auch schon wieder fünf Punkte und dahinter folgt, mit einem Punkt Rückstand das heute spielfreie Herne. Leipzig hätte aufholen können, ließ sich aber von Erfurt beim 0:3 düpieren und Duisburg hat wahrscheinlich eh keine Punkte in Tilburg erwartet. Die Erfurter freuten sich über den Erfolg in Leipzig, aber Duisburg ist neun Punkte entfernt und das erfordert eine Siegesserie. Die Harzer Falken haben wohl die Frage nach den beiden letzten Plätzen endgültig mit dem 4:3 gegen die Preussen beantwortet.

Rostock Piranhas – EC Hannover Indians 1:2 (0:0, 0:2, 1:0)

Nach der Heimpleite gegen die formstarken Hamburger Crocodiles musste Wiedergutmachung her und das ausgerechnet bei den Rostockern, die in dieser Saison beide Spiele gegen die Hannover Indians gewonnen hatten. Und die Überraschung gelang, denn die Hannoveraner lieferten nicht nur im ersten Drittel ein ausgeglichenes Spiel ab, sondern gingen im zweiten Abschnitt mit einem 2:0 als Sieger hervor. Nach dem schnellen Start mit dem 1:0 nach bereits 19 Sekunden durch Brent Norris gelang Stefan Goller aus der vierten hannoverschen Reihe in der 36. Minute das 2:0. In den letzten 20 Minuten warfen die Rostocker alles nach vorne, drückten die Gäste förmlich vor das eigene Tor, konnten sich jedoch nur über ein Tor von Tomas Kurka in der 49. Minute freuen.

Crocodiles Hamburg – Moskitos Essen 6:4 (1:1, 3:1, 2:2)

Seit dem Insolvenzantrag scheint eine andere Mannschaft bei den Crocodiles auf dem Eis zu stehen. Nach dem unglaublichen 6:2 vom Pferdeturm folgte ein 6:4 gegen den Tabellendritten aus Essen. Da fragt man sich unwillkürlich bei dieser Form, warum nur 1300 Zuschauer den Weg in das Eisland Farmsen gefunden haben. Bereits nach sechs Minuten traf Brian Bölke zum 1:0, dem der Essener Julian Airich das 1:1 sieben Minuten später folgen ließ. Die Überlegenheit der Hamburger im ersten Drittel setzte sich im zweiten fort, diesmal mit zählbarem Erfolg. Dominik Lascheit (24., 36.) und Tobias Bruns (29.) erzielten drei Tore, das Gegentor schoss ausgerechnet ein Ex-Crocodile, André Gerartz (34.). Als Brad McGowan in der 53. und 55. Minute persönlich auf 6:2 erhöhte, war das Spiel gelaufen und da halfen auch die beiden Tore von Thomas Richter (56., 59.) nichts mehr.


Hannover Scorpions – Saale Bulls Halle 4:2 (2:0, 1:0, 1:2)

Die Poweroffensive gegen stabile Defensive. Wer jetzt Eisschach erwartet hatte und zuhause blieb, hat einiges verpasst. Die knapp 900 Zuschauer sahen jedenfalls 82 Torschüsse und immerhin sechs Tore. Dass es nicht mehr wurde, war ein Verdienst der beiden Keeper Christoph Mathis (Scorpions) und Justin Schrörs (Halle). Nachdem Dennis Arnold bereits nach zehn Sekunden, Sebastian Lehmann (19.) und Matt Wilkins (28.) ein beruhigendes 3:0 vorgelegt hattten, kamen die Hallenser im dritten Drittel stark auf. Tyler Mosienko (44.) und Chris Francis (45.) brachten die Nerven der Hausherren in Wallung und erst ein Tor in allerletzter Sekunde als Empty Netter von Patrick Schmid beruhigte wieder die Nerven der Scorpions.

Harzer Falken – Preussen Berlin 4:3 (1:1, 1:2, 2:0)

Langsam, aber sicher werden sich die Berliner damit abfinden müssen, dass Tabellensprünge erst wieder in der neuen Saison möglich sein werden. Im Kellerderby in Braunlage hatten sie es in der Hand, führten 2:1 und 3:2 um dann am Ende noch mit 3:4 zu unterliegen. Andererseits spielten die Harzer überlegen, kamen am Ende auf 56:26 Schüsse und verdienten sich die drei Punkte redlich. Die Tore für die Gastgeber erzielten Robert Zerbst (5.), Artyom Kostyrev (28.), Louis Trattner (54.) und Gregor Kubail (56.). Die Tore der Berliner markierten Kyle Piwowarczyk (7.), Jakub Rumpel (21., 29.).

Tilburg Trappers – Füchse Duisburg 4:0 (3:0, 0:0, 1:0)

Die Duisburger werden mit Wehmut an den 4. Oktober 2015 zurückdenken. Damals gelang ihnen mit einem 5:2 der letzte Sieg in Tilburg, danach setzte es Niederlagen, in dieser Saison sogar ziemlich scheppernd. Gab es beim ersten Gastspiel im Oktober ein 2:8, so fiel die Niederlage zwar etwas geringer aus, aber es konnte auch kein Torerfolg gefeiert werden. Die Niederländer machten jedenfalls bereits im ersten Drittel alles klar. Vor immerhin 2420 Zuschauern waren die ersten Drittel die Chancen durchaus gerecht verteilt aber die effizienteren Trappers trafen gleich dreimal. Danny Stempher (3.), Nardo Nagtzaam (9.) und Kevin Bruijsten (18.) brachten den Favoriten schon fast uneinholbar in Führung. Nach einem etwas ruhigeren zweiten Drittel erzielte der Torschütze zum 1:0 auch das letzte Tor des Tages. Stempher erzielte das vierte Tor der Gastgeber nach Vorlage von Vogelaar und de Hondt.


Icefighters Leipzig – Black Dragons Erfurt 0:3 (0:2,0:0,0:1)

War der Sieg der Indians in Rostock schon eine kleine Überraschung, dann war die Leistung der Erfurter wirklich der Bringer. Die Leipziger liefen zwei Drittel an, kamen auf 24:12 Torschüsse und der Gast führte nach Toren von Florian Brink (10.) und Maurice Keil (15.) mit 2:0. Danach änderte sich das Spiel. Die jetzt mit den Kräften hadernden Icefighters mussten die Spielführung den Erfurtern überlassen und die krönten ihre Leistung mit dem Shutout von Keeper Philipp Lehr und dem 3:0 von Thomas Fiedler in der 59. Minute. Beeindruckend, dass die Tore der schwarzen Drachen ausnahmslos von deutschen Spielern erzielt wurden, was in der Oberliga keineswegs eine Selbstverständlichkeit darstellt. 


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