Mitreißendes Derby: EVD besiegt MosktiosFüchse setzen sich mit 4:1 durch

Ein mitreißendes Derby lieferten sich der EV Duisburg und die Moskitos Essen. Die Füchse gewannen mit 4:1. (Foto: Roland Christ)Ein mitreißendes Derby lieferten sich der EV Duisburg und die Moskitos Essen. Die Füchse gewannen mit 4:1. (Foto: Roland Christ)
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Marcel Pfänder ist ein gut erzogener junger Mann. Er weiß, was sich gehört. Wer zu einer Geburtstagsparty geht, bringt ein Geschenk mit. Denn an dem Tag, als Füchse-Trainer Reemt Pyka sein 50. Wiegenfest feierte, stand einmal mehr das Ruhrderby zwischen dem EV Duisburg und den Moskitos Essen in der Oberliga auf dem Spielplan. Die Eissporthalle war gut gefüllt, die Stimmung war hervorragend – und aus Duisburger Sicht erst recht, als Artur Tegkaev die Scheibe einfach mal aufs Tor brachte und sie von Pfänders Schlittschuh ins Netz prallte. Der Treffer war freilich glücklich, unverdient aber nicht. In einem mitreißenden Derby siegte der EVD mit 4:1 (1:0, 0:0, 3:1).

Die Schwächeperiode, die vor einigen Wochen noch so bleiern über der Wedau hang? Wie weggeblasen. Die Füchse spielten so stark, als würden sie genau das schon die ganze Saison machen. Und sie kämpften mit einer Leidenschaft, als hätten sie tagelang in Füchse-Bettwäsche geschlafen und Fans hätten ihnen als Gute-Nacht-Geschichte von Jahrzehnten des Derbys zwischen Duisburg und Essen berichtet. Reemt Pyka bekam zum Geburtstag gleich beides – denn tags vor dem Spiel konnte er sich noch nicht so recht entscheiden, was besser wäre.

Ein frühes eigenes Tor – oder doch lieber möglichst lange keinen Gegentreffer. Die 1:0-Führung der Füchse hatte so auch noch bis zur zweiten Drittelpause Bestand. Einer der Gründe, neben einer bemerkenswert aufmerksamen Defensivleistung der Hausherren, stand zwischen den Pfosten: Sebastian Staudt, selbst lange Zeit ein Moskito, wurde zur Wand, stoppte alles, was da auf ihn zukam. Als Julian Airich 45 Sekunden vor Ende des zweiten Abschnitts völlig frei zum Abschluss kam, Staudt aber Sieger blieb, ging er kurz in die Hocke und brüllte seinen Frust laut heraus.

Chancen für mehr Treffer waren durchaus da – auf beiden Seiten. Die Essener hatte die etwas reifere Spielanlage, aber das machten die Duisburger mit unbändigem Einsatzwillen wett. Und hinter ihnen standen die Füchse-Fans: „Mit dem Fuchs auf der Brust und dem 7. Mann im Rücken“, war auf einem Transparent zu lesen. Und tatsächlich gaben auch die Anhänger alles. Je länger das erste Drittel dauerte, desto näher kamen die Füchse einem zweiten Treffer. Pavel Pisarik, André Huebscher – doch fortan blieb auch Essens starker Goalie Patrik Cerveny Sieger.

Der zweite Abschnitt begann mit einem Schock für die Essener: Der junge Fabio Frick blieb nach einem harten Check auf dem Eis liegen. Als er gestützt das Eis verließ, feuerten ihn auch die Duisburger Fans an. Wie es im Eishockey eben so ist. Essen bemühte sich vehement um den Ausgleich, doch Führungsspieler wie Steven Deeg und Diego Hofland gingen voran, erarbeiteten sich immer wieder die Scheiben. Wie wach die Hausherren diesmal waren, zeigte die Schlussphase des zweiten Drittels: Zweimal hintereinander agierten die spielstarken Essener in Überzahl, doch der EVD überstand dieses Phase schadlos.

Das Schlussdrittel war keine zwei Minuten alt, da lag der EV Duisburg mit 2:0 vorne. Alexander Eckl jagte den Puck per Direktabnahme in die Maschen. Zwar verkürzte Veit Holzmann für Essen, doch kurz vor Ende machte Pavel Pisarik mit zwei Treffern für die Duisburger alles klar und sicherte damit den Derbysieg der Füchse.

Tore: 1:0 (4:22) Tegkaev (Verelst, Huebscher), 1:1 (41:47) Alexander Eckl (Verelst, Huebscher), 2:1 (47:38) Holzmann (Pfädner, Airich), 3:1 (58:51) Pisarik (Hofland, Deeg), 4:1 (59:59) Pisarik (Hofland, Cespiva/ENG). Strafen: EVD 10, Essen 6. Zuschauer: 1834.


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