Mit neuem Schwung gegen RostockAm Sonntag geht’s nach Tilburg
Angesichts von insgesamt 42 Spieltagen ist freilich noch nichts passiert, doch die Penalty-Niederlage im Derby gegen Essen nach dem Auftaktsieg in Berlin sorgte beim Eishockey-Oberligisten EV Duisburg nicht gerade für gute Laune. Doch Spieler und Fans haben sich längst auf neue Aufgaben eingeschworen. So besuchten die Anhänger der Füchse das Training des Teams – und Mannschaftskapitän Markus Schmidt erklärte schon kurz nach dem Spiel gegen die Moskitos auf der Facebook-Seite der Füchse: „Ich möchte mich im Namen der Mannschaft für die Unterstützung gestern bedanken! Es lief leider nicht gut bei uns und wir haben keinen Weg gefunden, um mehr Tore zu schießen. So eine Derbyniederlage ist bitter! Wir werden das wieder gutmachen und ich bitte euch uns weiter zu unterstützen. Zusammen schaffen wir den Aufstieg in die DEL2.“
Den nächsten Schritt in diese Richtung wollen die Schwarz-Roten am Freitag (19.30 Uhr, Scania-Arena) gegen die Rostock Piranhas machen. „Wir haben das Spiel auf Video analysiert und haben darüber gesprochen. Ich kann versprechen, dass die Jungs hart zurückkommen werden“, gab es auch von Trainer Tomas Martinec eine Kampfansage für das Wochenende, das mit dem Auswärtsspiel am Sonntag (15 Uhr, IJssportcentrum) bei den Tilburg Trappers die nächste schwere Aufgabe für den EVD bereithält.
So recht wollte sich Martinec nicht in die Karten blicken lassen. „Wir haben auch über die Einstellung gesprochen. Wir brauchen jeden Spieler“, sagte der Coach. Ob es Umstellungen in der Zusammensetzung der Reihen geben wird? „Das sehen wir am Freitag gegen Rostock“, sagte der Coach mit einem Augenzwinkern. Ansonsten ging es im Training um das Einschleifen der Spielzüge. „Das geht über Wiederholungen und Wiederholungen“ – damit es gegen Rostock nicht zur Wiederholung des Essen-Spiels kommt, als die Duisburger zu wenig aus ihrem Chancenplus gemacht hatten – und zudem Konter durch Scheibenverluste selbst einleiteten.
„Wir haben gegen Essen einen Vorgeschmack darauf bekommen, wie viele Mannschaften gegen uns spielen werden: defensiv, den Spielfluss zerstören und hinten Beton anrühren“, sagte Füchse-Teamchef Lance Nethery. „Die haben nichts zu verlieren und wir werden uns jedes Tor und jeden Punkt hart erkämpfen müssen. Die Zeiten der 18:0-Ergebnisse sind vorbei.“ Die Rostocker verloren zum Auftakt bei den Hannover Indians mit 3:8, besiegten danach aber die Crocodiles Hamburg mit 7:2.
Den Sonntagsgegner aus Tilburg kennen die Duisburger aus der Vorbereitung, als die Füchse mit 3:0 und 4:2 gewonnen hatten. Im Gegensatz dazu kann der 15-fache niederländische Meister wieder auf Steve Mason, Sohn des DEL-erfahrenen Trainers Doug Mason (aktuell in Klagenfurt), zurückgreifen. Außerdem haben die Tilburger den Kanadier Kyle DeCoste verpflichtet. Zum Saisonauftakt unterlag Tilburg dem EHC Neuwied (1:4), gewann aber beim Herner EV mit 5:1.