Mit blauem Auge davon gekommenHannover Scorpions

Mit blauem Auge davon gekommenMit blauem Auge davon gekommen
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So etwas hatten die Fans der Hannover Scorpions lange nicht mehr erlebt. Genau genommen vermutlich noch zu DEL-Zeiten in der damaligen TUI-Arena am hannoverschen Messegelände. Nicht nur, dass die Gäste nach zwei Dritteln das Schussverhältnis fast ausgeglichen gestaltet hatten (17:18), nein, viel schlimmer, auf der Habenseite der Anzeigetafel stand immer noch die ominöse Null. Zwei Drittel hatten die Scorpions versucht, mit dem Druck des Gewinnenmüssens fertig zu werden, aber die starke Deckung der Gäste hielt dieser Power stand. Im Gegenteil, die gerade in der spielerischen Qualität starken Gäste hätten durchaus in Führung gehen können und Jimmy Hertel, der vor der Play-off-Runde jede Minute Eiszeit gut gebrauchen kann, musste mehrfach eingreifen um einen Rückstand zu vermeiden. So stand es nach 20 Spielminuten 0:0. Noch kein Grund nervös zu werden, dachten sich wohl die meisten Fans, wobei diese Denkweise nach spätestens vier Minuten im Mitteldrittel ad acta gelegt wurde. Gäste-Topscorer Petr Sulcik (24.) besorgte das 0:1 und sorgte im gleichen Atemzug für Sorgenfalten bei Scorpions-Coach Lenny Soccio. Diese nahmen noch zu, als der zweite Tscheche in REC-Diensten, Igor Bacek (35.) eine Kombination mit Sulcik und dem früheren Scorpions Lemmer gar zum 0:2 nutzte. Zwar war das Spiel nicht gerade auf dem Kopf gestellt aber es war schon eine Überraschung und raubte den anwesenden Fans der Scorpions förmlich die Energie. Nach zwei Dritteln führte der Außenseiter von der Ostsee in Langenhagen mit 2:0.

Als Rostocks Urgestein Paul Stratmann in der 42. Minute zum 0:3 einlochte, da schien die Partie gelaufen. Trotz aller kleinen Unsicherheiten stand die Abwehr der Piranhas einfach zu sicher um sich noch die Butter vom Brot nehmen zu lassen. Da Eishockey aber auch ein ganz besonderes Flair entwickeln kann, zeigte die abschließende Viertelstunde. Der zuvor glücklos agierende Andreas Morczinietz (47.) verkürzte auf 1:3. Noch hielt Rostocks Abwehr und als auch die kritische Zeit mit der Zwei-Minuten-Strafe für Bacek überwunden war, da schien es, als wären die Scorpions am Ende. Schien, denn der wahre Knackpunkt, der das Stadion zum Kochen brachte, begann in der 54. Minute. Lehmann musste auf die Strafbank und die Piranhas wurden sich sicher. Zu sicher, denn mitten im Powerplay entwischte der kanadische Unterzahlspezialist der Gastgeber, Britt Quellette(55.), seinen Kontrahenten und markierte das 2:3. Das bis dahin stabile Nervenkostüm der Rostocker zeigte immer stärker werdende Risse und schließlich passierte es. Andreas Morczinietz (58.) sorgte für den Ausgleich. Zu diesem Zeitpunkt zwar ein verdienter, doch aber glücklicher Punktgewinn der Scorpions. Diese befanden sich nach dem Ausgleich in einem Adrenalinrausch, wussten um die Verletzlichkeit des Gegners und bevor die Spieluhr die reguläre Spielzeit beendete, passierte das Unvermeidliche. Darcy Vaillancourt (60.) besorgte, 42 Sekunden vor Schluss, im Duett mit Quellette und dem sehr starken Jan Hemmes das 4:3 und die zwei zusätzlichen Punkte, die so wichtig bei der Aufholjagd für die Vorrundenmeisterschaft sind.

Die Rostocker erwiesen sich als ebenbürtiger Gegner, der einen Punkt verdient gehabt hätte. Die Scorpions dagegen bekamen kostenlosen Anschauungsunterricht, wie man es zunächst nicht macht und dann alles richtig.


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