Memminger Indians sind erster HalbfinalteilnehmerWeiden kann Ausscheiden verhindern – Regensburg holt Auswärtssieg

Die Hannover Indians mussten sich diesmal den Blue Devils Weiden geschlagen geben.  (Foto: Manfred Schneider)Die Hannover Indians mussten sich diesmal den Blue Devils Weiden geschlagen geben. (Foto: Manfred Schneider)
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Der erste mögliche Kontrahent wären die Hannover Indians. Diese hätten ebenfalls den berühmten Sack zumachen können, unterlagen aber beim Südmeister Blue Devils Weiden und müssen nun am Freitag versuchen, in Spiel vier die nächste Runde zu erreichen.

Indians-Lokalrivale Hannover Scorpions zeigte gegen Rosenheim zu Anfang Nerven, kam mit Macht zurück und wirbelte die Starbulls richtig durcheinander. Jetzt müssen die Bayern am Freitag in heimischen Gefilden für den Serienausgleich sorgen, ansonsten geht es in die Sommerpause.

Und last but not least stehen auch die Hallenser Saale Bulls vor dem Rauswurf. Erneut gab es gegen die Regensburger Eisbären eine Heimpleite und jetzt muss dieser Fauxpas kompensiert werden. Dass sie das können, haben die Bulls beim 4:2 am Sonntag bewiesen. Spielbeginn am Freitag ist in Rosenheim um 19.30 Uhr, in Regensburg und Hannover um 20 Uhr.

Hannover Scorpions – Starbulls Rosenheim 6:2 (0:0, 1:2, 5:0)

Serienstand: 2:1

Irgendwie hatte der Spielbeobachter permanent das Gefühl, einem Deja-vu-Erlebnis beizuwohnen. Wie schon in der ersten Partie am letzten Freitag spielten die Rosenheimer in den ersten dreißig Minuten stark, zeigten dem Nordvizemeister die Zähne und man hatte in beiden Partien das Gefühl, die Starbulls spielen mit dem Gegner, können jederzeit das Tempo anziehen und den Sieg klarmachen. Ja, Tempo hochziehen, dass passierte, nur aber auf der Gegenseite. In beiden Spielen kamen die Scorpions wie ein Phönix aus der Asche, und was machten die Starbulls? Sie zogen sich zurück, versuchten sich zu ordnen, kassierten in dieser Zeit mehrere Gegentore und mussten am Ende die Spielfläche als eindeutiger Verlierer verlassen. Da kann man nur hoffen, dass es aus süddeutscher Sicht am Freitag besser aussieht, sonst ist die Saison schlagartig und sicherlich etwas zu früh beendet.

Im ersten Drittel zeigten beide Teams defensiv eine gute Leistung. Die gegnerischen Sturmreihen konnten sich kaum durchsetzen und fanden dann in den beiden Torhütern, Andreas Mechel bei Rosenheim und Brett Jaeger bei den Scorpions, ihre Meister. Der zweite Abschnitt hatte kaum begonnen, da führten die Gäste, nicht unverdient, mit 2:0. Der Doppelschlag des SBR brachte die Hausherren durcheinander, die nur mit Mühe wieder zurück in die Partie fanden. Immerhin konnte Mike Hammond mit seinem kuriosen Anschlusstor, die Scheibe segelte über die Schulter von Mechel ins SBR-Tor, die Moral hochhalten.

Die ersten sechs Minuten des dritten Drittels werden die Rosenheimer so schnell nicht vergessen. Andre Reiß, Christoph Koziol mit einem Bauerntrick, Patrick Klöpper und der beste Scorpions-Stürmer des Abends, Jan Nijenhuis, DEL-Leihgabe aus Wolfsburg, machten aus dem 1:2 innerhalb von 304 Sekunden ein 5:2. Daraufhin verließ Andreas Mechel seinen Arbeitsplatz im SBR-Gehäuse und machte seinem Back-up Christopher Kolarz Platz. Dieser konnte immerhin in seinen 13 Minuten von neun Schüssen acht abwehren, kam auf 88,9 Prozent Fangquote. Das 6:2 von Thomas Reichel, ebenfalls aus Wolfsburg ausgeliehen, war dann noch die Zugabe für die 912 Fans. Beste Akteure neben Nijenhuis waren noch Mike Hammond und Andre Reiß. Bei Rosenheim überzeugte lediglich Dominik Daxlberger.

Tore: 0:1 (21:57) Curtis Leinweber (Krumpe, Slezak), 0:2 (24:06) Alexander Höller (Daxlberger, Edfelder), 1:2 (30:10) Thomas Reichel (Nijenhuis), 2:2 (41:36) Andre Reiss (Nijenhuis, Valery Trabucco), 3:2 (43:40) Christoph Koziol (Heinrich), 4:2 (46:06) Patrick Klöpper (Heinrich, Just), 5:2 (46:40) Jan Nijenhuis (Hammond), 6:2 (51:49) Thomas Reichel (Nijenhuis, Hammond)

Blue Devils Weiden – Hannover Indians 4:1 (1:0, 2:0, 1:1)

Serienstand: 1:2

Der Südmeister bleibt im Spiel. Allerdings bedarf es schon einer Kraftanstrengung und der Wiederkehr des Goalgetters. Edgars Homjakovs war von den Weidenern vor allem in der Auftaktpartie sträflich vermisst worden und sein Führungstor im ausgeglichenen ersten Drittel war dann auch der Weckruf für seine Kollegen. In den zweiten zwanzig Minuten übernahmen die Oberpfälzer immer mehr die Spielkontrolle und erhöhten schließlich sogar auf 3:0. Entscheidend war dabei das zwei 2:0 der Blue Devils, als Tomas Rubes in Unterzahl das Tor gelang. Auch wenn die Gäste durch, den von einer Erkältung wieder genesenen, Andrei Strakhov auf 1:3 verkürzen konnten, war die Partie eigentlich schon entscheiden. Zu überlegen agierten die Weidener, die in der 55. Minute durch Mark Heatley endgültig den Sack zu machten und sich somit die Auswärtsfahrt nach Hannover am Freitag wieder erkämpften. Für die Indians, die sich nach hartem Kampf ergaben, wird es dabei noch richtig schwer, denn nach der Schlusssirene beharkten sich noch Weidens Rob Brown mit Indians-Defender Nick Bovenschen, wobei letzterer sich eine Spieldauer abholte und am Freitag gesperrt ist. Traurig leider auch das Verhalten einiger Weidener Fans, die ungestraft die Indians-Bank mit Bierduschen bedachten.

Tore: 1:0 (16:43) Edgars Homjakovs (Bassen, Herbst), 2:0 (29:55) Tomas Rubes (Bassen 4-5),3:0 (39:53) Dennis Thielsch (Siller, Herbst), 3:1 (41:19) Andrej Strakhov (Palka, Bowles), 4:1 (54:39) Mark Heatley (Thielsch, Schusser 5-4)

ECDC Memmingen Indians – Tilburg Trappers 5:1 (1:0, 1:1, 3:0)

Serienstand: 3:0

Die Memminger Indians sind die erste Oberligamannschaft, die den Einzug ins Halbfinale geschafft hat. Grund war ein Sweep, der durch eine nahezu unglaubliche Heimstärke zustande kam. Auch in der Partie gegen Tilburg waren sie in den ersten zwanzig Minuten klar der Herr im Ring. Ein Schussverhältnis von 6:22 haben die Tilburger sicherlich auch lange nicht mehr erlebt. Da konnte man von Glück sprechen, dass sie nur mit 0:1 zurücklagen. Im zweiten Drittel, es muss in der Trappers-Kabine recht laut gewesen sein, kamen die Gäste wie verwandelt zurück. Jetzt beherrschten sie das Geschehen, konnten jedoch, wie die Memminger im Drittel zuvor, nur ein Tor erzielen und weil die Indians bei einem Konter erfolgreich waren, führten sie nach vierzig Minuten immer noch. Die Vorentscheidung fiel in der 47. Minute. Leon Kittel erhöhte auf 3:1. Jetzt mussten die Niederländer offensiv werden, was sie auch taten. Sie scheiterten jedoch an der starken Memminger Defensive, vor allem an Keeper Marco Eisenhut, der mit fast 07 Prozent Fangquote seinen Gegenüber Ruud Leeuwesteijn (87 Prozent) klar dominierte. Ein Doppelschlag in der 52./53. Spielminute entschied endgültig Partie und Serie. Damit gehen die Trappers in die Sommerpause, während die Indians auf den nächsten Gegner warten.

Tore: 1:0 (18:04) Max Lukes (Schirrmacher, Topol), 1:1 (31:27) Kilian van Gorp (Vogelaar, Stempher), 2:1 (36:52) Matej Pekr (Kasten, Pohl), 3:1 (46:37) Leon Kittel (Nirschl, Lukes), 4:1 (52:12) Ludwig Nirschl (Lukes, Kasten), 5:1 (53:23) Donat Peter (Pfalzer, Pohl)

Saale Bulls Halle – Eisbären Regensburg 1:2 (0:1, 0:0, 1:0, 0:1) n.V.

Serienstand: 1:2

Die Serie der Auswärtssiege geht weiter. Auch Partie drei ging an den Gast und somit sollten die Hallenser am Freitag in Regensburg eine Favoritenrolle einnehmen. Allerdings müssen sie dann besser zielen, denn am dritten Viertelfinalspieltag reichten 25 Schussversuche nicht aus, um den glänzenden EVR-Schlussmann Patrick Berger mehr als einmal zu überwinden. Im ersten Drittel waren die Regensburger tonangebend, gingen durch Andrew Schembri in Führung. Das Mitteldrittel war ausgeglichen, wurde von den Defensivreihen beherrscht. In den letzten zwanzig Minuten hatten die Hausherren die Oberhand, glichen früh durch ein Überzahltor von Tatu Vihavainen aus, konnten aber nicht den Lucky Punch setzen. Das übernahm in der 66. Minute Gästestürmer Nikola Gajovsky bei einer Soloaktion. Beste Spieler beim Nordmeister waren die beiden Finnen Joonas Niemelä, Tatu Vihavainen und Sergei Stas, bei Regensburg gefiel die Mannschaftsleistung und natürlich Torhüter Patrick Berger (96 Prozent Fangquote).

Tore: 0:1 (16:54) Andrew Schembri (Schiller), 1:1 (41:36) Tatu Vihavainen (Stas 5-4), 1:2 (65:56) Nikola Gajovsky


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