Lynn Powis – eine Duisburger Legende wurde 75Aufstiegsheld von 1979

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Neben einigen deutschen Verstärkungen sollten auch die damaligen Kontingentspieler Bob Riess und Robert Lamoureux ausgetauscht werden. Es musste was Neues her und dann kamen sie. Zwei Spieler, die ein Jahr später triumphierend mit dem DSC in die 1. Bundesliga aufsteigen sollten. Ken Baird und Lynn Powis.

Powis, am 7. Juli 1949 in Saskatoon, in der Provinz Saskatchewan, Kanada geboren und damit nun 75 Jahre alt, hatte in seiner Vita stehen, dass er bereits neben der üblichen Ausbildung auch NHL-Spiele absolviert hatte. 1973/74 waren es 57 Spiele für die Chicago Black Hawks, 1974/75 gar 73 Begegnungen für die Kansas City Scouts. Dieses Team zog 1976 nach Denver weiter und spielte für sechs Jahre als Colorado Rockies, ehe der letzte Umzug anstand. 1982 ging es nach New Jersey, wo man seitdem als Devils antritt.

Doch zurück zu Powis. Nach seiner NHL-Zeit spielte er überwiegend für kanadische Teams (Calgary Cowboys und Winnipeg Jets) in der damaligen WHA (World Hockey Association). Mit dieser Vita war man natürlich interessant und so holte man den blonden Stürmer an die Wedau, wo er unnachahmlich einschlug. Im wahrsten Sinne des Wortes. Der mit voller Leidenschaft spielende Kanadier bekam die Härten des deutschen Regelwerks mit aller Macht zu spüren. Sein Kommentar: „Ich weiß auch nicht was los war. Ich habe das gleiche gemacht wie in Kanada. Nur hier musste ich dauernd auf die Strafbank.“

In der Saison 1978/79 wurde er, und auch Baird, ihrer Rolle vollauf gerecht. Das war auch wichtig, denn in einem unglaublichen Zweikampf konnte der ERC Freiburg nur mit Mühe um fünf Punkte distanziert werden. Powis schoss dabei in 56 Spielen 52 Tore plus 36 Assists. Ein Jahr später, in der ersten Bundesliga, schien das Terrain schwerer, aber nicht für Powis. In 39 Spielen brachte er es auf 65 Scorerpunkte und sicherte seinem Verein nicht nur den Klassenerhalt, die Kaiserberger schafften es sogar in die Meisterrunde, wo sie freilich chancenlos waren.

Lynn Powis erlebte in Duisburg alles. Vom großen Erfolg bis zum Desaster und letzteres passierte in der Saison 1980/81. Im Passfälscherskandal wurden den Duisburgern zum Ende der Saison fast alle Punkte abgezogen, so dass sie die erste Liga verlassen mussten. Trotzdem hatte Powis auch in dieser dritten und letzten Saison für seinen Verein abgeliefert, brachte es am Ende in 18 Begegnungen noch einmal auf 24 Punkte. Nach der Saison wechselte Powis innerhalb der Liga zum EV Füssen, wo er ebenfalls eine starke Saison zeigte und in 32 Spielen 39 Scorerpunkte erreichte. Zum Ende seiner Karriere wechselte er nach Italien zum HC Alleghe. Am Ende standen in Deutschland 145 Spiele mit erreichten 216 Punkten zu Buche, bei 560 Strafminuten. 


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