Leistungssteigerung bei den Herforder Ice DragonsHerford unterliegt 4:7 in Tilburg

Der HEV musste sich in den Niederlanden geschlagen geben. (Foto: Jürgen Feyerabend - feyerdragon pic art / Herforder EV)Der HEV musste sich in den Niederlanden geschlagen geben. (Foto: Jürgen Feyerabend - feyerdragon pic art / Herforder EV)
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Für die Trappers war es die erste Saisonbegegnung im heimischen Eisstadion, nachdem seit Donnerstag für eine kleine Auswahl von Mannschaften das Trainieren und Spielen in den Niederlanden wieder zugelassen wurde. Bislang hatte der dreifache Oberligameister ausschließlich Auswärtsbegegnungen zu bestreiten und durfte sich mit dem Spiel gegen den HEV über ein klein wenig mehr Normalität freuen. Mit Nils Bohle, Lasse Bödefeld, Björn Bombis, Sebastian Christmann und Goalie Ennio Albrecht fehlten den Herfordern gleich fünf Akteure beim Gastspiel im Nachbarland. Zudem schonte man den angeschlagenen Daniel Bartuli, der zwar für den Notfall mitgereist war, jedoch ohne Eiszeit blieb. Dafür war Philipp Brinkmann, der am vergangenen Wochenende passen musste, wieder mit dabei und zeigte ein gewohnt gutes Spiel.

Von Beginn an gelang es den Ice Dragons, sich in die Begegnung hineinzuarbeiten. Während bei der 2:9-Hinspielniederlage am vergangenen Sonntag Angriff für Angriff auf das HEV-Tor zurollte, zeigte man in Tilburg ein gutes Forechecking und unterband früh die Angriffsbemühungen der Gastgeber. Mit genau diesem Forechecking war es zu Saisonbeginn gelungen, etablierten Teams der Oberliga den Spielfluss zu nehmen. So dauerte es bis zur 11. Minute bis die Trappers erstmals gefährlich vor das Tor von Kieren Vogel kamen. Im Stil einer Spitzenmannschaft nutzten die Niederländer diese Gelegenheit jedoch gleich aus und gingen durch Max Hermens glücklich in Führung. Nun löste Tilburg ein wenig die Handbremse und spielte mit mehr Druck. Mit zwei weiteren Treffern durch Giovanni Vogelaar (16.) und Reno de Hondt (20.) zog der Favorit noch vor dem ersten Seitenwechsel mit 3:0 davon, wobei die deutliche Führung den knapperen Spielverlauf nicht richtig wieder spiegelte.

Die Tilburg Trappers nahmen den Schwung in das zweite Drittel mit und erhöhten durch Reno de Hondt (25.) und Jonne de Bonth (29.) auf 5:0 und sorgten somit scheinbar für die Vorentscheidung. Doch das Team von Chefcoach Jeff Job zeigte viel Moral und versuchte wieder in die gute Startphase zurück zu finden, was auch ab der 30. Minute sehr gut gelingen sollte. In der 31. Minute erzielte Guillaume Naud mit seinem ersten Saisontreffer das 1:5. Nur 50 Sekunden später gelang Christophe Lalonde, der ab sofort immer stärker wurde das 2:5. In der Folge erarbeite sich der HEV immer mehr Torgelegenheiten und stand zudem bei den Angriffen der Trappers sicher und konnte sich zudem auf einen gut haltenden Kieren Vogel verlassen. In Unterzahl vollendete Ralf Rinke eine Minute vor der Pausensirene eine Kontersituation und vollendete zum 3:5, nachdem er glänzend von Guillaume Naud in Szene gesetzt wurde.

Im Schlussabschnitt war somit noch einmal für Spannung gesorgt. Doch erneut zeigte sich, warum die Tilburg Trappers eine Spitzenmannschaft sind. In den ersten Aktionen erhöhte der Gastgeber sofort den Druck und erzielte in der 42. Minute das 6:3 durch Max Hermens. Eine Entscheidung war jedoch immer noch nicht gefallen, denn Christophe Lalonde brachte die Herforder mit seinem zweiten Treffer in der 45. Minute noch einmal auf 4:6 heran. Stück für Stück merkte man nun den Ostwestfalen den Kräfteverschleiß an. Tilburgs Angriffe wurden wieder gefährlicher, Herford kam nur noch gelegentlich zu Torgelegenheiten. Drei Minuten vor dem Ende sorgte Kevin Bruijsten mit dem 7:4 in Überzahl für die endgültige Entscheidung.

Während Tilburg mit dem Sieg den fünften Tabellenplatz festigte, bleibt Herford mit neun Punkten auf Platz 11. Mit der gezeigten Leistung darf man bei den Ice Dragons zufrieden sein. Wichtig dürfte es sein, die positiven Ansätze mit in das nächste Spiel zu nehmen. Am kommenden Dienstag trifft der Herforder Eishockey Verein um 20.00 Uhr in der heimischen imos Eishalle „Im Kleinen Felde“ auf die Saale Bulls Halle, die ihre Begegnung beim Herner EV mit 6:5 nach Penaltyschießen gewannen.


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