Leipzig kommt, Herne wartetZwei schwere Aufgaben für den EHC Neuwied

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Ontario, im Südosten Kanadas, ist flächenmäßig die zweitgrößte Provinz des Landes. 13,5 Millionen Menschen leben hier. Zwei fehlen: Bradley Snetsinger und Aaron McLeod - beide gebürtig aus Ontario. Anstatt in der Heimat mit ein paar Kumpels auf einem zugefrorenen See zu zocken, spielen die beiden Kanadier lieber in der Oberliga Nord – und machen dabei auch noch verdammt viele Buden. Snetsinger und McLeod, zwei Namen, auf die auch der EHC Neuwied am Wochenende besonders achten muss. Am Freitag geht es um 20 Uhr im Heimspiel gegen die Icefighters Leipzig – mit Bradley Snetsinger, dessen Look den Eindruck vermittelt, als spiele er schon seit einigen Jahren nur noch Play-offs (langer Bart, lange Haare). Ebenso leicht zu erkennen ist der kleine, flinke McLeod, der mit dem Herner EV am Sonntag um 18.30 Uhr die Bären empfängt. Den 14er des HEV gilt es im Auge zu behalten. „Eigentlich schauen wir nie auf einzelne Spieler“, sagt EHC-Trainer Craig Streu. „Bei den beiden werden wir aber wohl eine kleine Ausnahme machen müssen.“

Drei Spiele, drei Niederlagen – die Statistik zwischen Leipzig und Neuwied in der vergangenen und der aktuellen Saison liest sich eher bescheiden für die Bären. Allerdings: So nah dran wie beim Hinspiel in Leipzig war der EHC noch nie. Beim 2:3 nach Verlängerung entführte Neuwied immerhin einen Zähler aus Sachsen. „Leipzig wird ein Topspiel“, freut sich Streu. „Das war schon in Leipzig ein sehr schnelles und hochklassiges Spiel. Beide Teams wollen im Kampf um die Play-offs punkten. Beide Teams wissen, dass in dieser Liga noch nichts sicher ist. Ich erwarte ein hart umkämpftes Duell.“

Dass das Spiel kein Selbstläufer wird, wenn man „nur“ Snetsinger in den Griff bekommt, ist dem EHC durchaus bewusst. Dennoch unterstreicht die Statistik, wie wertvoll der Kanadier für seine Farben ist: Snetsinger hat in 29 Spielen 79 Punkte erzielt (30 Tore, 49 Assist) – er war damit exakt an jedem zweiten Tor der Leipziger beteiligt (158 Tore).

Doch nicht nur der Topscorer der Oberliga Nord, auch der Dritte im Ranking kann eine feine Statistik vorweisen: Aaron McLeod war an 65 von 143 Toren des Herner EV beteiligt (28 Tore, 37 Assist). Kann sich auch sehen lassen. „Es wäre super, wenn wir auch in Herne etwas Zählbares holen könnten“, sagt Streu. Wunschziel: Im Duell mit dem HEV sollte die Endabrechnung mindestens null auf null aufgehen. Soll heißen: Vier mal treffen sich beide Teams in dieser Saison. Nach dem Sieg nach Penaltyschießen in Spiel drei hat Herne in den direkten Duellen bisher fünf Punkte eingefahren, Neuwied deren vier. „Wichtig wird es sein, auch in Herne wieder diszipliniert zu agieren. Und McLeod möglichst wenig Zeit an der Scheibe zu gönnen. Er kann wie Snetsinger ein Spiel alleine entscheiden – das ist einfach die Wahrheit.“

Nach zuletzt vier Siegen und einem Wochenende ohne Gegentor geht der EHC jedoch mit breiter Brust die anstehenden Aufgaben an, wohlwissend, dass nun Gegner von anderem Kaliber auf die Bären warten. „Wir sind defensiv stark und verteilen die Last in der Offensive auf viele Schultern. Viele Chancen haben wir uns auch vorher schon erspielt, aber seit wir diese auch nutzen, sprüht die Mannschaft nur so vor Selbstbewusstsein und Spielfreude. Alle Spieler haben den Kopf frei, das merkt man ganz deutlich.“

Dazu gehört auch der wiedergenesene Thomas Ziolkowski, der der Verteidigung zusätzliche Stabilität verleiht. „Ich hatte eigentlich nicht damit gerechnet, dass er so schnell wieder zu seinem Spiel findet“, sagt der Trainer. „Er war sofort wieder präsent und hat damit auch den anderen Jungs ein gutes Gefühl gegeben. Schön, dass er wieder mit dabei ist.“


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