Krefelder Nachwuchs überrascht die Hannover ScorpionsTop-Zuschauerzahlen in Hannover, Erfurt und Halle

Die Füchse Duisburg mussten sich den Tilburg Trappers klar geschlagen geben. (Foto: Roland Christ)Die Füchse Duisburg mussten sich den Tilburg Trappers klar geschlagen geben. (Foto: Roland Christ)
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Den Sprung des Spieltages schaffte Leipzig, weil Halle verlor und sich die Scorpions in Krefeld bei der Niederlage eine echte Peinlichkeit erlaubten. Hinter den Scorpions stürmt der Lokalrivale vom Pferdeturm an, der sich jetzt schon diesem eben genannten Quartett bis auf vier Punkte näherte. Duisburg und Rostock unterlagen, Essen blieb auf Platz zehn obwohl spielfrei, weil Erfurt gegen Leipzig keine Chance hatte. Die rote Laterne bleibt zwar erst einmal in Krefeld, aber es ist schön zu sehen, dass sich diese Mannschaft nicht aufgegeben hat und jetzt bereits den zweiten Heimsieg in Folge einfahren konnte.

Krefelder EV U23 – Hannover Scorpions 5:4 (2:1, 1:1, 2:2)

Die Überraschung des Tages. Der Krefelder Nachwuchs besiegte den hohen Favoriten aus dem Großraum Hannover nach heroischem Kampf eines Schussverhältnisses von 30:68 mit 5:4. Bereits im ersten Drittel deutete sich an, dass die Hannoveraner ihre Probleme haben werden, denn trotz hoher Überlegenheit gelang lediglich Julian Airich (12.) eine späte Führung. Noch vor der ersten Pause drehten Patrick Demetz (13.) und Jeremiah Luedtke (17.) das Ergebnis. Mario Valery-Trabucco (21.) schoss bereits nach 44 Sekunden im Mitteldrittel das 2:2 aber die Krefelder hielten dem Druck des Favoriten stand und belohnten sich mit dem 3:2 durch Matyas Kovacs (39.). Wieder starteten die Scorpions wie der Blitz ins Drittel. Björn Bombis (42.) traf schnell zum Ausgleich aber die Antwort kam sofort. Schon in der 43. Minute traf Tom Bappert im einzigen Überzahlspiel der Krefelder, die damit auf eine 100-Prozent-Quote kamen. Robin Marek (44.) glich zum 4:4. aus und  mitten in den hannoverschen Angriffsbemühungen erzielte Matteo Stöhr (54.) das fünfte Krefelder Tor zum zweiten Heimsieg in Folge.

Füchse Duisburg – Tilburg Trappers 4:7 (0:3, 2:2, 2:2)

Immerhin 1381 Zuschauer konnten die Duisburger begrüßen und die sahen eine Füchse-Mannschaft, die, nachdem das Spiel vorzeitig entschieden war, durchaus ordentlich mitspielte, von einem Punktgewinn jedoch weit entfernt war. Bereits der Start der Trappers war meisterlich. Nach 37 Sekunden traf Danny Stempher und auch der zweite Angriff nach siebzig Sekunden endete, nach einem Schuss von Bartek Bison, mit einem Tor. 2:0 für die Gäste nach knapp mehr als einer Minute. Schlimmer hätte der Start für die Füchse nicht sein können. In der Folgezeit beherrschte Tilburg das Spiel, traf in der elften Minute durch Danny Stempher zum 3:0 und im zweiten Drittel durch Janne de Bonth (23.) und noch einmal Danny Stempher (28.) zum 5:0. Danach zogen sich die Niederländer etwas zurück und das war ein Fehler, denn die Duisburger griffen mit dem Mute der Verzweiflung an und hatten Glück. Innerhalb von einer Viertelstunde verkürzten nacheinander Markus Schmidt (30.), Ricco Ratajczyk (39.), Sam Verelst (42.) und Tim Krüger (43.) auf 4:5. Die Trappers hatten jedoch den Mann des Tages in ihren Reihen. Danny Stempher erzielte in der 49. Minute sein viertes Tor des Tages zum 6:4 und Max Hermens erhöhte mit einem Empty-Netter in der Schlussminute zum 7:4-Endstand.

Saale Bulls Halle – Herner EV 4:6 (3:3, 0:2, 1:1)

Über 2000 Zuschauer, in der Hallenser Eishalle war Topstimmung. Am Ende trübte nach einem großartigen Eishockeyabend lediglich das Ergebnis aus Gastgebersicht, denn im Spitzenspiel der Oberliga Nord blieb Herne siegreich, während Halle weiterhin um einen der vorderen Plätze kämpfen muss. Bereits der Start war fulminant. Nach 29 Sekunden traf Hernes Patrick Asselin zum 1:0. Im Gegenzug, fünfzig Sekunden später, glich Halles Jannik Striepeke aus und wiederum 23 Sekunden später schoss Artjom Alexandrov Herne erneut in Front. Sergei Stas schaffte in der sechsten Spielminute den Ausgleich und Jannik Striepeke brachte in der zehnten Minute erstmals Halle in Führung. Dieser Spielstand hielt ganze 150 Sekunden, dann hieß es 3:3. Marcus Marsall hieß der Torschütze für den HEV. Der gleiche Akteur erzielte erst in der 28. Minute das nächste Tor des Tages, diesmal für Herne und Patrick Asselin erhöhte in der 38. Minute auf 5:3 für dne Gast. Bulls-Stürmer Chris Francis verkürzte in der 47. Minute auf 4:5 und erst fünf Sekunden vor Ende war das Spiel entschieden, als Nils Liesegang mit einem Empty-Netter das Spiel endgültig für den Gast entschied.

EC Hannover Indians – Rostock Piranhas 4:2 (1:0, 1:2, 2:0)

Auch am Pferdeturm herrschte Festtagsstimmung. 4518 zahlende Zuschauer waren gekommen. Der Turm war fast ausverkauft und am Ende konnten die Indians-Anhänger jubeln, denn ihre Lieblinge hatten den Rückstand auf die Scorpions, dank der Krefelder Schützenhilfe, auf vier Punkte verkürzt. Im ersten Drittel brachte Roman Pfennings (5.) den ECH auf die Erfolgsstraße. Zwanzig Minuten später zeigte Rostocks Neuzugang Ned Lukacevic, eine Montenegro-Kanadier, der vom französischen Zweitligisten Tours gekommen war, dass er eine Bereicherung für die Ostseestädter darstellt. Mit zwei Toren (24.,33.) brachte er die Piranhas mit 2:1 in Führung. In der 36. Minute gelang Chad Niddery der Ausgleich und im dritten Drittel übernahmen wieder die konditionsstarken Indians das Kommando. Thore Weyrauch (47.) erzielte das 3:2 und Branislav Pohanka in der letzten Spielminute mit einem Empty-Netter das verdiente 4:2.

Black Dragons Erfurt – Icefighters Leipzig 1:6 (0:0,0:3,1:3)

Vor der für Erfurter Verhältnisse grandiosen Kulisse von 1128 Zuschauern zeigten die Black Dragons zwar kämpferisch eine starke Leistung, aber für einen Punktgewinn reichte es nicht, denn die Leipziger war, vor allem in der Effizienz deutlich stärker. Nach Toren von Michal Velecky (23., 32.), Hubert Berger (26., 44.), Ken Hirsch (42.) und Antti Paavilainen (44.) führten die Gäste schon 6:0, ehe Erfurts Milan Kostourek (50.) das Ehrentor für die Erfurter gelang.

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Crocodiles Hamburg Hamburg
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