Klare Sache gegen ErfurtHerne besiegt die Black Dragons mit 7:2

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„Nicht nur der Sieg war wichtig. Endlich wurden auch die vielen Chancen deutlich besser genutzt, Thomas Richter und Christian Nieberle kamen zu ihren ersten Saisontreffern, das Überzahlspiel funktionierte fast perfekt und wir blieben in Unterzahl ohne Gegentreffer. Das gibt Selbstvertrauen, weil gerade Über- und Unterzahlsituationen in den kommenden Spitzenspielen von besonderer Bedeutung sein könnten.“

Der HEV war von Beginn an spielbestimmend, baute viel Druck auf und holte sich seine Torchancen. Aber erneut war erst einmal Geduld angesagt und langsam erinnerte man sich daran, dass auch in den beiden letzten Heimspielen jeweils das Anfangsdrittel torlos blieb. Das änderte sich dann aber doch in der 19. Spielminute, als die erste Strafzeit der Begegnung überhaupt lief und der Herner EV in Überzahl spielen konnte. Es war der berühmte „Dosenöffner“, denn Thomas Richter verwandelte von halblinks zum 1:0. Zuvor hatte Michel Ackers schon zweimal den Erfurter Keeper geprüft, aber nun klappte es endlich und man konnte mit der Führung zum ersten Pausentee gehen.

Direkt mit dem Wiederbeginn gab es die nächsten Herner Chancen durch Aaron McLeod sowie Brad Snetsinger und dann die zweite Strafzeit gegen die Black Dragons. Und wieder klappte es mit dem Powerplay. Eine wunderbare Stafette von Brad Snetsinger eingeleitet über Sam Verelst konnte Aaron McLeod gekonnt zum 2:0 verwandeln. Gespielt waren 24 Minuten und der Schwung hielt an, denn eine Minute später musste der nächste Erfurter auf die Sünderbank. Ganz Mutige in der Halle hofften auf das nächste Überzahltor … und es kam wirklich. Damian Schneider erzielte es in der 26. Minute im Nachschuss und sorgte damit für eine Rarität: eine (bis dahin) hundertprozentige Powerplay-Quote. Erfurt lag nun klar in der Defensive, konnte aber auch das 4:0 durch Christian Nieberle nach 28 Minuten sowie das 5:0 durch Brad Snetsinger (36.) nicht verhindern. Dazwischen gab es lediglich eine Druckphase der Gäste um die 29. Minute herum, als Michel Weidekamp im HEV Gehäuse in Unterzahl Schwerstarbeit leisten musste um seinen Kasten sauber zu halten. Dies gelang ihm aber nur bis zur 39. Minute, dann konnten die Drachen doch aus spitzem Winkel zum 5:1 verkürzen. Am ausgesprochen guten Eindruck gerade dieses Spielabschnitts aus Herner Sicht änderte dies aber wenig.

In den letzten 20 Minuten kamen die Gäste aus Thüringen anfangs etwas stärker auf und Michel Weidekamp stand einige Male im Blickpunkt. Aber als Sam Verelst sich in der 45. Minute alleine durch die Mitte durchsetzen und den Puck zum 6:1 in die Maschen hämmern konnte, waren auch die allerletzten Zweifel am verdienten Sieger beseitigt. In der 54. Minute folgten noch zwei weitere Treffer innerhalb von 29 Sekunden. Zuerst für den HEV, als Jan-Niklas Pietsch den Puck in den Winkel knallte und dann für die Black Dragons zum 7:2. Es folgten noch zwei gute Chancen von Sam Verelst, auch Michel Weidekamp musste noch einmal eingreifen und dann verlor HEV Kapitän Stephan Kreuzmann 49 Sekunden vor dem Schlusspfiff nach einem ebenso dummen wie überflüssigen hohen Stock von Erfurts Paul Klein noch ein Stück von einem Zahn. Die zwangsläufige Spieldauerdisziplinarstrafe, vom souverän leitenden Hauptschiedsrichter Carsten Lenhart ausgesprochen, hatte in dieser bis dahin fairen Partie nur noch statistischen Wert, verhinderte aber die hundertprozentige Powerplay-Quote des HEV, denn ein Treffer fiel nicht mehr.

Mit dem Sieg gegen die Black Dragons konnte der Herner EV in der Tabelle wieder auf Platz drei vorrücken, wobei die Spitzengruppe sehr eng beisammen ist. Den Tabellenführer trennen gerade einmal drei Punkte vom Siebtem. Das nächste Wochenende hat es in sich. Zuerst empfängt der HEV am heimischen Gysenberg ab 20 Uhr die Duisburger Füchse zum Derby Dritter gegen Vierter, zwei Tage später muss dann das Team von Frank Petrozza nach Sachsen und ab 18:15 Uhr in Halle bei den Saale Bulls antreten.

Tore: 1:0 (18:30) Richter (Luft, Dreischer/5-4), 2:0 (23:11) McLeod (Verelst, Snetsinger/5-4), 3:0 (25:58) Schneider (Reckers, Richter/5-4), 4:0 (27:57) Nieberle (Hauptig, Klein), 5:0 (35:46) Snetsinger (Luft, Verelst), 5:1 (38:16) Grosch (Vazan, Vostarek), 6:1 (44:36) Verelst (Luft, Snetsinger), 7:1 (53:30) Pietsch (Ackers), 7:2 (53:59) Kämmerer (Zech, Wiesnet). Strafen: Herne 4, Erfurt 6 + 5 + Spieldauer (Klein). Zuschauer: 875.

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