Klare Sache für die Hannover Scorpions8:3 im Vorbereitungsspiel gegen die Hannover Indians

Achtmal konnten die Hannover Scorpions im Testspiel-Derby gegen die Hannover Indians jubeln. (Foto: Manfred Schneider)Achtmal konnten die Hannover Scorpions im Testspiel-Derby gegen die Hannover Indians jubeln. (Foto: Manfred Schneider)
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Wie zu vernehmen war, will sich die Mannschaft der Hannover Indians für das Rückspiel am Sonntag um 14.30 Uhr gegen die Hannover Scorpions zu Ehren von Rocky noch etwas Besonderes ausdenken. Das Vorbereitungsspiel der beiden hannoverschen Kontrahenten kann man mit einem Satz zusammenfassen. Der Sieg der heimischen Scorpions fiel beim 8:3 (4:1, 1:0, 3:2) zu hoch aus, war aber gleichzeitig hochverdient.

Die Indians, ziemlich geschwächt durch harte Trainingseinheiten (Headcoach Soccio: „Auch wenn es ein besonderes Lokalderby ist. Wir haben eine Road Map für die Vorbereitungszeit und die wird für zwei solcher Spiele nicht über den Haufen geworfen“), zeigten sich bis zur zehnten Minute trotz des schnellen Rückstandes (1:0 durch Lehmann in der dritten Spielminute) durchaus ebenbürtig, brachten aber durch mangelnde Präzision im Abschluss die Scheibe nicht über die Torlinie. Anders die kaltblütigen Scorpions, die zwischen der 12. und 17. Spielminute innerhalb von fünf Minuten auf 4:0 erhöhten. Die Indians-Defensive, die ohne Ziolkowski (Bänderdehnung), aber mit dem Neuzugang Mund antrat, schien in dieser Phase völlig von den Socken und ließ ihren Torhüter Golombek mehr als einmal im Stich. Dieser, um Sicherheit bemüht, kämpfte vergebens wie Sancho Panza gegen die Windmühlen und wurde in der ersten Pause von seinem Headcoach erlöst bzw. ausgewechselt. Soccio: „Golombek ist ein guter Torhüter. Ich musste ihn schützen, damit er sein Selbstvertrauen nicht verliert.“ Das 1:4 von Bacek Sekunden vor Schluss war dann auch, angesichts der Spielverteilung, gerechtfertigt.

Im zweiten Drittel standen beide Mannschaften deutlich sicherer, ließen kaum noch Chancen zu und wenn, dann hatten die beiden Torhüter, Mathis (Scorpions-Coach Dieter Reiß: „Mathis war enorm ruhig und nervenstark“) und Beech etwas dagegen. Spannender war es dagegen kurz vor Drittelbeginn. Indians-Verteidiger Maxi Pohl ließ sich angeblich von einem Scorpions-Spieler beim Weg in die erste Pause provozieren, reagierte mit einem Schlittschuhtritt und wurde von Schiedsrichter Fendt mit einer Matchstrafe bedacht. Zweiter Drittelhöhepunkt war das 5:1 von Schmid, so dass die Partie schon nach vierzig Minuten entschieden war.

Auch in den letzten zwanzig Minuten versuchten beide Parteien ihrem Publikum etwas zu bieten, wobei zuerst die Scorpions die Zügel anzogen. Wie im ersten Drittel fielen die Treffer fast im Minutentakt und Wilkins (Dieter Reiß: „Wilkins hat noch Anlaufschwierigkeiten, wie sie jeder Nordamerikaner am Anfang in Europa hat. Das wird sich schon noch geben“), Garten und Fischer erhöhten zum Jubel der heimischen Fans auf 8:1. Was danach folgte, waren zwar noch zwei weitere Tore, diesmal von den Indians durch Norris und Pohanka aber weit mehr in den Diskussionen waren Jagdszenen, wie sie zur Kategorie „völlig unnötig“ gezählt werden dürfen. Scorpions-Stürmer Janisch soll Indians-Stürmer Michael Knaub provoziert haben, was dieser zu einer Verfolgungsjagd mit anschließenden Fausteinsatz brachte. Logisch, dass Schiri Fendt auch den Indian mit einer Matchstrafe vorzeitig zum Duschen brachte und Scorpions-Coach Reiß auf die Palme: „Es sollte ein echter Test vor der Punktspielrunde werden. Jetzt hat sich Niddery eine Schulterverletzung zugezogen und einige Akteure mussten sich vor dem harten Spiel der Indians in Acht nehmen. Der Vorteil war, dass meine Jungs sofort wach waren. Unser Gegner muss aufpassen, denn in der Punktrunde wird noch härter gepfiffen.“

Indians-Coach Lenny Soccio dazu: „Wir wollten das physische Spiel mit unseren neuen Spielern erhöhen. Das ist uns gelungen, wobei man den Einsatz, so wie er gelaufen ist, nicht gutheißen kann. Das ist nicht unser Stil und ich werde mit einigen Spielern sehr persönliche Gespräche führen.“

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