Klare Kante: Kein Kooperationsvertrag mit LEV NRWRuhr-Clubs erfahren Solidarität – Nachwuchsspielbetrieb beim DEB

Herne und Duisburg (im Bild) erfahren ebenso wie Essen viel Solidarität - vom DEB wie von anderen Vereinen. (Foto: Roland Christ - www.rc-du.de)Herne und Duisburg (im Bild) erfahren ebenso wie Essen viel Solidarität - vom DEB wie von anderen Vereinen. (Foto: Roland Christ - www.rc-du.de)
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Rückendeckung tut gut – erst recht, wenn drei Vereine vom Landes-Eissport-Verband NRW attackiert werden. Nun hat sich der Deutsche Eishockey-Bund zu Wort gemeldet, der einem Kooperationsvertrag mit dem LEV NRW eine klare Absage erteilt. Der Nachwuchsspielbetrieb, an dem sich auch der EV Duisburg, die Moskitos Essen und der Herner EV beteiligen, wird vom DEB organisiert.

Im Laufe des Dienstags hatte der NRW-Verband erklärt, dass das Nachprüfungsverfahren gegen die drei Clubs, die der LEV im Senioren- und im Nachwuchsbereich sperren will, wieder aufgenommen wird. Die erste Abfuhr kassierte der LEV NRW beim Schiedsgericht des Deutschen Eishockey-Bundes als der von Wolfgang Sorge geführte NRW-Verband diese Sperre per einstweiliger Verfügung auch im DEB-Bereich durchsetzen wollte – und „vollumfänglich“, wie es damals hieß, abblitzte.

„Der DEB reagiert mit Unverständnis auf die neuerlichen Angriffe des LEV NRW gegen die Vereine. Es verwundert zudem, dass von einem Kompromissvorschlag die Rede ist, der dem DEB angeblich unterbreitet worden sei. Dies ist seitens des LEV NRW gegenüber dem DEB weder schriftlich noch mündlich geschehen“, erklärt DEB-Generalsekretär Michael Pfuhl. „Festzuhalten bleibt, dass der DEB in Sachen Nachwuchsspielbetrieb keine Kooperation mit dem LEV NRW eingehen wird, nachdem der LEV NRW die mündlichen Absprachen vom 10. Mai noch am selben Tag widerrufen hat. Der DEB wird den Spielbetrieb für seine Vereine organisieren, hält die Tür aber für jeden Verein offen, der sich beteiligen möchte, sofern er vom LEV freigegeben wird.”

Auf Anfrage von Hockeyweb erklärten daraufhin mehrere Vereine ihre Solidarität – darunter die Stammvereine der vier DEL-Clubs aus Köln, Iserlohn, Krefeld und Düsseldorf sowie Frankfurt und Bad Nauheim aus Hessen. Denn auffallend war, dass nicht nur Duisburg, Essen und Herne nicht mehr in der „bereinigten“ Nachwuchs-Ligeneinteilung des LEV NRW auftauchten, die inzwischen nicht mehr auf der Homepage des LEV NRW zu finden ist. Die Antwort auf die Hockeyweb-Nachfrage war unisono. So erklärte beispielsweise Elmar Schmitz, der 2. Vorsitzende des Krefelder EV: „Wir haben mit allen Mannschaften ab der U8 aufwärts ausschließlich beim DEB gemeldet – einschließlich aller B-Mannschaften.“ Das gleiche erklärten zudem Rainer Maedge (Präsident des Kölner EC), Bernd Schnieder (1. Vorsitzender der Young Roosters Iserlohn), Michael Stade (Präsident der Düsseldorfer EG), Frank Jüngst (1. Vorsitzender der Löwen Frankfurt) sowie Martin Flemming (2. Vorsitzender der Roten Teufel Bad Nauheim) und Daniel Heinrizi (Sportlicher Leiter der Roten Teufel Bad Nauheim). Denkbar ist daher, dass eine ähnliche Aussage auch auf die EJ Kassel und den EHC Neuwied zutrifft. Die genannten Vereine aus Hessen und Rheinland-Pfalz haben bislang in den Nachwuchsligen des LEV NRW gespielt, sofern die Teams nicht ohnehin schon für eine DEB-Liga qualifiziert waren. KEC-Chef Rainer Maedge stellte dabei die Solidarität mit den drei betroffenen Vereinen aus dem Ruhrgebiet heraus, die wohl für alle genannten Clubs gelten dürfte.

Damit scheint der vom DEB beschriebene Nachwuchs-Spielbetrieb für die Clubs im Westen Deutschlands immer greifbarer zu werden.

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