Kerry Goulets „Comeback for Charity“

Lesedauer: ca. 2 Minuten

„Gouche“ möchte noch einmal in „seinem Wohnzimmer“ auflaufen. Im Timmendorfer Eistempel am Kurpark hängt sein Trikot mit der Nummer 29 neben denen seiner Freunde Mark MacKay, Marvin Glaser und Michael Mai unter der Hallendecke. Alleine das ist für ihn eine Verpflichtung, noch einmal topfit vor seinem Publikum zu zaubern. Er nimmt dieses Comeback aus verschiedenen Gründen sehr ernst und bereitete sich seit Wochen intensiv auf das Spiel vor. Er trainiert immer noch wöchentlich mit Ex-NHL-Spielern und spielt gelegentlich internationale Turniere für ein „Team Canada“ mit ehemaligen Profis aus der NHL und DEL. Auch wenn Goulet mittlerweile wahrscheinlich etwas langsamer ist als zu seinen besten Timmendorfer Zeiten, möchte er aus diesem Abend etwas ganz Spezielles machen: Er spielt für einige ganz besondere Menschen. Kerry Goulet bereist seit Jahren im Rahmen seiner Stiftung „stopconcussions.com“ die Welt, um für mehr Sicherheit im Sport zu werben und hat auf diesem Wege viele berühmte Persönlichkeiten kennengelernt. Das Spiel steht unter dem Motto „Comeback for Charity“, weil „Mr. Eishockey“ für seine Freunde spielt, die aufgrund von Gehirnerschütterungen oder Rückenmarksverletzungen kein Eishockey mehr spielen oder gar keinen Sport mehr betreiben können. Die Liste der Freunde ist lang und beinhaltet Namen wie Eric Pelly, der nach Komplikationen als Folge von mehreren Gehirnerschütterungen verstarb. Dazu gehört auch NHL-Star und Ex-Kapitän der Philadelphia Flyers Keith Primeau, der seine große Karriere nach einer Gehirnerschütterung beenden musste und Goulet in seiner Mission zur Seite steht. Auch Goulets bester Jugendfreund Robert Vielfaure gehört dazu, der sich vor über 30 Jahren das Genick brach. Dies sind nur drei einer langen Liste von Namen, deren Schicksal Goulet bewegt hat und für die er an diesem Abend spielen möchte. Alle diese Namen werden auf dem Rücken des speziellen Trikots verewigt sein, dass er am 4. März tragen wird.

Ein weiterer Grund für dieses Comeback ist ein ganz persönlicher, denn Kerry Goulet wünscht sich, noch einen ganz besonderen persönlichen Meilenstein zu erreichen: 2000 Scorerpunkte in Deutschland. Als er seine Karriere offiziell beendete, blieb das persönliche Konto bei unglaublichen 1997 Punkten stehen.

Wie kam es zu dieser ungewöhnlichen Idee? Ende Dezember reiste Kerry Goulet extra zur Hochzeit des Bruders von Storm-Kapitän Andreas Marlie aus Kanada an. Auf der Feier kam Marlie auf diese ungewöhnliche Idee und bot Goulet die Chance an, noch einmal in seiner Lieblingsstadt aufs Eis zu gehen. Die beiden sind seit 20 Jahren eng befreundet und „Gouche“ sagte vor 20 Jahren zu dem damals 14-jährigen Andreas: „Eines Tages werden wir noch mal in einem Spiel und in einer Sturmreihe gemeinsam auflaufen.“ 18 Jahre Altersunterschied und die Tatsache, dass Marlie damals noch gar kein Eishockey spielte, machte dies zu einer ziemlich mutigen These. Aber ziemlich genau 20 Jahre später ist es nun soweit.

Am 4. März wird Kerry Goulet für seine Freunde, seine Fans, seine Stiftung und für seinen persönlichen 2000-Punkte-Meilenstein auflaufen. Dieses Spiel ist das letzte Saison-Heimspiel des Timmendorf Storm in der Regionalliga Nord unter Spielertrainer Razvan Gavrilas. Im festen Kader steht auch noch Goulets ehemaliger Weggefährte Michael Mai, dessen besagtes Trikot auch bereits unter der Hallendecke hängt, den das Eishockeyfieber aber auch noch nicht losgelassen hat.

Dieses Spiel kostet keinen Eintritt. Die Mannschaft und die Veranstalter würden sich freuen, wenn alle alten und neuen Weggefährten, Eishockeyfans und Freunde in der Eissporthalle das Team unterstützen und auf der After-Game-Party zusammenkommen.

Mehr Informationen finden sie auf www.stopconcussions.com und in den nächsten Tagen auf www.ehct06.de/storm.

Bittere Woche für das Ruhr-Eishockey – dagegen will Herford hoch
Rückzug in die Regionalliga: Nach Duisburg verlässt auch Essen die Oberliga

​Das Derby zwischen dem EV Duisburg und den Moskitos Essen wird es auch weiterhin geben – allerdings eine Klasse tiefer in der Regionalliga West. Wie berichtet hatte...

Wechsel vom EC Bad Nauheim an den Gysenberg
Junioren-Nationalspieler Niklas Heyer wechselt fest zum Herner EV

​Das große Abwehr-Talent Niklas Heyer wechselt fest zum Herner EV. Der deutsche U19-Nationalspieler kommt vom Kooperationspartner EC Bad Nauheim an den Gysenberg und...

Bislang Förderlizenzspieler
Crocodiles Hamburg verpflichten Raik Rennert

​Die Crocodiles Hamburg haben mit Raik Rennert einen Verteidiger verpflichtet, der bereits in der abgelaufenen Saison Erfahrungen im Dress der Krokodile sammeln konn...

Verteidiger kommt aus Erfurt
Tim Heyter wechselt zu den Icefighters Leipzig

​Der erste Neuzugang für die kommende Saison steht fest. Mit dem 21-jährigen Tim Heyter verpflichten die EXA Icefighters Leipzig einen Verteidiger, der in den letzte...

Nach Corona: Zu große Risiken in der Oberliga
Der EV Duisburg entscheidet sich für die Regionalliga

​Es hatte sich angedeutet, nun steht es fest: Der EV Duisburg wird in der kommenden Saison in der Regionalliga West an den Start gehen und verzichtet darauf, die Liz...

Stürmer kam aus Memmingen
Dominik Piskor spielt weiter für den Herner EV

​Der Herner EV gibt die Vertragsverlängerung von Dominik Piskor bekannt. Der Stürmer, der zur abgelaufenen Saison vom ECDC Memmingen an den Gysenberg wechselte, wird...

Mellendorfer Kader wächst
Patrick Schmid und Ralf Rinke bleiben bei den Hannover Scorpions

​Nach der Besetzung der beiden Torhüterpositionen und dem Verteidigerduo Reiss und Peleikis wurden jetzt auch die Verträge mit Patrick Schmid und Ralf Rinke für die ...

Verteidiger bleibt zwei weitere Jahre
Crocodiles Hamburg verlängern mit Tom Kübler

​Die Crocodiles Hamburg haben den Vertrag mit Tom Kübler um zwei Spielzeiten verlängert. Der Verteidiger läuft seit 2018 im Dress der Krokodile auf. ...