Joly bricht den BannFüchse besiegen Leipzig klar

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Was passiert, wenn die beste Offensive der Eishockey-Oberliga Nord auf die zweitbeste trifft? Ganz klar – über 32 Minuten lang steht das Spitzenspiel zwischen dem EV Duisburg und den Icefighters Leipzig torlos. Damit hätte man rechnen können. Dann jedoch hatte der Holland-Kanadier der Füchse, Raphael Joly, genug davon, war per Doppelschlag zum 2:0 erfolgreich – und traf die Sachsen damit bis ins Mark. Am Ende stand ein klarer 4:0 (0:0, 3:0, 1:0)-Sieg zu Buche.

Und eine weitere wichtige Nachricht gab es für den EVD. Bis Mitte Februar müssen die aufstiegswilligen Teams den entsprechenden Antrag bei der DEL2 stellen, Gebühren zahlen und Sicherheiten hinterlegen. Insgesamt sind das 25.000 Euro. „Das ist inzwischen erledigt“, erklärte Füchse-Chef Sebastian Uckermann. Der Schlussspurt der Saison kann also beginnen.

Das Spiel begann mit Chancen – nur ohne Tore. „Ich bin nicht wirklich zufrieden“, sagte EVD-Teamchef Lance Nethery nach dem ersten Drittel. „Wir brauchen mehr Intensität, müssen mehr Zweikämpfe gewinnen, brauchen mehr Laufbereitschaft.“ Allerdings machten die Icefighters ihre Sache auch gut. Allen voran Sebastian Staudt, der mit der Partie in Duisburg fast daheim angekommen war. Der Leipziger Torhüter ist der Sohn von Achim Staudt, Vorsitzender des Krefelder EV, der sich die Partie des Kooperationspartners Duisburg gegen das Team seines Filius natürlich nicht entgehen ließ. Die erste Chance der Partie hatten die Gastgeber, doch Staudt entschärfte den Nachschuss von Joly. Der EVD bestimmte die ersten Minuten, doch etwa zur Hälfte des ersten Abschnitts hatten die Leipziger ins Spiel gefunden – wenngleich Liga-Topscorer Brad Snetsinger meist abgemeldet war, sich wohl aber durch gute Pässe bemerkbar machte.

In der 26. Minute wurde es Gastgebersicht brandgefährlich. Denn in Überzahl musste Duisburgs Goalie Sebastian Stefaniszin zweimal hintereinander klären; als er dann auf dem Eis lag, gelang es Ex-Fuchs Denis Fominych nicht, den Puck über Stefaniszin im EVD-Tor unterzubringen. Danach jedoch nahmen die Schwarz-Roten immer mehr Fahrt auf. In der 33. Minute brach Raphael Joly den Bann und legte zweieinhalb Minuten später sehenswert das 2:0 nach, nachdem er Leipzigs Michal Psurny aussteigen ließ. Deutlich wurde es in der 38. Minute, als Markus Schmidts Schuss zum 3:0 einschlug, weil André Huebscher Staudt die Sicht nahm. 62 Sekunden vor der Pause hätte Chad Niddery gar auf 4:0 erhöhten können, scheiterte aber mit einem von Erek Virch verschuldeten Penalty am Leipziger Torsteher. Das mit dem vierten Tor holten die Füchse im  letzten Drittel nach. Einen Konter schloss Marvin Tepper in der 45. Minute ab. Den Shutout ließ sich Stefaniszin nicht mehr nehmen. 

Weiter geht es am Sonntag um 18.30 Uhr mit dem Auswärtsderby beim Herner EV.

Tore: 1:0 (32:32) Joly (Huebscher, Mike Schmitz), 2:0 (35:03) Joly (Walkowiak, Grözinger), 3:0 (37:51) Schmidt (Tepper, Joly/5-4), 4:0 (44:32) Tepper (Meisinger, Bettahar). Strafen: Duisburg 6, Leipzig 10. Zuschauer: 1416.

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