„Jetzt geht die Saison erst richtig los“

„Jetzt geht die Saison erst richtig los“„Jetzt geht die Saison erst richtig los“
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Der Lohn: Statt liga-intern in der Abstiegsrunde um den Klassenerhalt und einen Startplatz im DEB-Pokal zu spielen, betritt der EHCT 06 wie bereits im Vorjahr die große Showbühne. Gegner sind an den kommenden drei Wochenenden die Saale Bulls Halle, der EV Duisburg und die Kassel Huskies. Insbesondere die Aufeinandertreffen mit den Nordhessen dürften wahre Eishockey-Festtage werden, denn in Kassel wird auch in der Oberliga vor durchschnittlich weit über 4.000 Zuschauern gespielt und für das Spiel in Timmendorf am nächsten Freitag läuft der Kartenvorverkauf ebenfalls auf Hochtouren. „Auf solche Spiele haben wir die ganze Saison hingearbeitet“, freute sich Abwehr-Recke „Mopser“ Krützfeldt bereits nach dem Sieg in Braunlage auf die nächsten Wochen. Die automatische Qualifikation für den DEB-Pokal gab es für die Beachboys mit dem zweiten Platz gleich noch dazu.

Das erste Spiel der Zwischenrunde bestreiten die Strandjungs am Freitag (20 Uhr) in Halle. Die Saale Bulls haben sich nach durchwachsenem Start wie erwartet den Titel in der Oberliga Ost gesichert und wollen mit einer verjüngten Mannschaft in diesem Jahr das schaffen, was ihnen noch in der letzten Saison verwehrt wurde – den Einzug in die Play-offs. Prunkstück des Teams von Trainer Jiri Otoupalik ist die Defensive um das junge Torhüter-Duo Steinhauer/Langmann, das in der letzten Saison als „Boygroup“ der Hannover Scorpions bereits in der DEL für Furore sorgte. Sicher fehlen bei den Beach Boys im Auftaktspiel lediglich die aus beruflichen Gründen verhinderten Timo Wassermeier und Erich Dumpis. Auch wenn sich bei einigen anderen Spielern der Einsatz erst kurzfristig entscheiden wird, ist man im EHCT-Lager optimistisch, mit einem gut gefüllten Kader an die Saale reisen zu können.

Am Sonntag (18 Uhr) gastieren dann die Füchse Duisburg an der Ostsee: Der ehemalige DEL-Club konnte sich in der starken Oberliga West den zweiten Tabellenplatz sichern und ist daher wie im letzten Jahr erneut in Timmendorf zu Gast. Damals schlugen sich die Beachboys trotz zweier Niederlagen wacker gegen das Star-Ensemble um den Ex-NHL-Crack Alexander Selivanov und wurden nach dem abschließenden Spiel beim EVD von den heimischen Fans sogar noch zur Ehrenrunde auf das Eis geholt. Die diesjährige Duisburger Mannschaft hat allerdings nicht mehr viel mit dem letztjährigen Team gemeinsam. Vor der Saison hatten sich die Füchse eine deutliche Verjüngung auf die Fahnen geschrieben und verfolgen dieses Ziel seitdem konsequent. Nicht weniger als 15 Spieler sind mit einer Förderlizenz auch für die Kölner Haie und die DEG Metro Stars sowie den Zweitligisten aus Bremerhaven spielberechtigt. Dazu gehörte bis vor kurzem auch Matt MacKay. Der Sohn der Timmendorfer Eishockey-Legende Mark MacKay wurde zu den Kölner Haie transferiert, die ihn an den EVD ausgeliehen hatten. Das große Plus der laufstarken Füchse ist mit Sicherheit die Tiefe im Kader, auch wenn der junge Trainer Franz Fritzmeier natürlich immer mit Abstellungen an die förderlizenzgebenden Clubs rechnen muss. Die Ausgeglichenheit zeigt sich auch darin, dass kein einziger Duisburger unter den besten zehn Scorern der Oberliga West zu finden ist. EVD-Boss Ralf Pape ist in jedem Fall sehr zufrieden mit dem bisherigen Saisonverlauf und will auch in Zukunft auf junge Spieler setzen. Die ersten fünf Vertragsverlängerungen konnten daher bereits kürzlich vermeldet werden.

Die Eintrittspreise bleiben beim EHCT auch in der Zwischenrunde stabil. Es wird auf Einzelkarten keinen Aufpreis geben und m Gegensatz zur ursprünglichen Planung können auch die Dauerkarten ohne Zuzahlung weiter genutzt werden: „Wir wollen uns damit für die Treue und Unterstützung unserer Fans in der bisherigen Saison bedanken“, erläutert Hans Meyer, erster Vorsitzender des Vereins.

An den nächsten beiden Freitagen kommen dann nacheinander die Kassel Huskies und die Saale Bulls Halle nach Timmendorf. Am Ende erreichen die beiden jeweils bestplatzierten Teams der zwei Zwischenrunden-Gruppen (Gruppe A: Rostock, Leipzig, Bad Nauheim und Dortmund) die Play-offs gegen die besten vier Teams der Oberliga Süd. In diesen wird dann ein Aufsteiger in die zweite Bundesliga ermittelt. Oder wie es EHCT-Coach Andris Bartkevics treffend formulierte: „Jetzt geht die Saison erst richtig los!“

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