Indians stürmen an die Tabellenspitze3:0-Sieg im Derby gegen die Scorpions

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Und wieder war die Bude voll. Ausverkauftes Haus beim Lokalderby zwischen den Hannover Indians und dem Nachbarn aus Langenhagen, den Hannover Scorpions. Da durfte natürlich die Prominenz nicht fehlen und so warf Hannovers Bürgermeister Thomas Herrmanns den Puck zum Spielbeginn ein. Herrmanns zeigte sich scheinbar etwas nervös, schließlich ist ein Politiker solch einen rutschigen Untergrund nicht gewöhnt. Eine ähnliche Nervosität zeigten dann beide Teams zu Beginn. Mit hohem Tempo, viel Kampfkraft, aber wenig Präzision gab es bereits in den ersten Minuten viele Puckverluste zu bestaunen, beide Keeper blieben recht arbeitslos. Vor allem die neue Nr.1 bei den Scorpions, Ex-Indian Jimmy Hertel, wurde das erste Mal richtig erst in der 13. Minute geprüft, als Grass einen tollen Alleingang startete, von dem DEL-Keeper (von Wolfsburg mit einer Förderlizenz für die Scorpions ausgestattet)  erst in letzter Sekunde gestoppt wurde. Ansonsten bekam auch sein Pendent im Indians-Tor, Boris Ackers, nicht allzu viel zu tun. 9:9 Torschüsse im ersten Drittel bezeugen die Chancenarmut.

Das wurde im zweiten Drittel zunächst nicht anders, aber es wurde spannender. Einen großen Anteil daran hatte Indian-Neuzugang Andre Gerartz, der die torlose Zeit in der 26. Minute beendete, als er zusammen mit Christoph Koziol eine 2:1-Situation kreierte und den Puck nach genialer Vorarbeit seines Mitspielers in das leere Tor schoss. Das Tor war bis zu diesem Zeitpunkt und das gilt besonders für die Zeit danach, durchaus verdient, denn die Indians kamen mit deutlich mehr Esprit aus der Kabine. Zwar brauchten die Indians 150 Sekunden bis zum ersten Torschuss, die Scorpions sogar 200, aber nach der ECH-Führung war es mit dem vorsichtigen Taktieren auf beiden Seiten vorbei.  Jetzt wurde jeder Check bis zum Ende gefahren und bei solch einem Einsatz sind natürlich auch Aktionen möglich, die mit Strafminuten bestraft werden können. Der jetzt aufkommenden Hektik zeigten die beiden Hauptschiedsrichter, Gregor Brodnicki und Mischa Apel, jedenfalls die kalte Schulter und das war gut so. Das Spiel sollte nicht auf der Strafbank entschieden werden und so schlimm waren die Fouls auch nicht. Auf alle Fälle hatten die Indians bis kurz vor Ende auch in Sachen Taktik und Cleverness die Nase vorn. Die Scorpions kamen kaum über die Mittellinie und so ging das zweite Drittel zu Recht an die Gastgeber.

Das dritte Drittel begann brenzlig für die Indians. Nachdem sich Pohl schon ein kleines Scharmützel mit Lehmann geleistet hatte, musste auch noch Anderson auf die Bank. Die Defensive arbeitete jedoch stark, ließ nur drei Schüsse zu und die waren eine sichere Bank von Boris Ackers, der heute der heimliche Herrscher der Indians war und ein Lob von beiden Trainern erhielt. (Lenny Soccio: „Boris Ackers hat exzellent gehalten.“ Und Peter „Peewee“ Willmann: „Der Boris hat eine glänzende Partie geliefert und uns mehrfach im Spiel gehalten.“)  Immer wenn es eng wurde, stand der Neue aus Kassel wie eine Eins und den letztendlichen Shutout hatte er sich auch wirklich redlich verdient. Für die erste Vorentscheidung sorgte dann Oliver Duris (45.), der von Grass blendend freigespielt wurde und mit einem Rückhandschuss den starken Hertel im Scorpions-Kasten überwand. Von jetzt an übernahmen die Indians das Spiel, ließen sich lediglich in den letzten fünf Minuten, als die Kraft langsam schwand, in die Defensive drängen. Als das erste Scorpions-Tor nur noch eine Frage der Zeit war, dann die endgültige Entscheidung. Mitten in die Gästeoffensive ein Wechselfehler bei den Scorpions, der Christoph Koziol freie Fahrt auf das Gehäuse von Hertel bescherte und sein durchaus haltbarer Schuss schlug unten links zum 3:0 ein.

Das Ende ist bekannt. Die Indians feierten im dritten Heimspiel ihren dritten Sieg gegen den Lokalrivalen und die Frage, wer denn nun die Nr. 1 ist, bleibt weiterhin offen.

Lenny Soccio (Trainer Hannover Scorpions): „Ich komme auf Grund dieser besonderen Atmosphäre immer wieder gerne her. Hier wird Eishockey gelebt. Das Spiel war wie erwartet sehr schwer. Die Indians hatten einen tollen Torhüter und haben ihre Chancen sehr gut genutzt. Uns hat Jan Hemmes sehr gefehlt.“

Peter Willmann (Trainer Hannover Indians): „Dank der starken Leistung von Boris Ackers aber auch der gesamten Mannschaft haben wir verdient gewonnen. Am Anfang waren wir nervös, haben dann aber ins Spiel gefunden. Über die Tabellenführung sind wir natürlich glücklich.“

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