Indians quälen sich zum 4:1 über BraunlageEC Hannover Indians

Indians quälen sich zum 4:1 über BraunlageIndians quälen sich zum 4:1 über Braunlage
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Beide Trainer waren bedient. Der eine, Bernd Wohlmann von den Harzer Falken, weil sein Team letztendlich einen Punkt liegen gelassen hatte, der andere, Peter „Piwi“  Willmann, weil seine Mannschaft sich das Leben unnötig schwer gemacht hatte.

Tatsächlich hatte der Aufsteiger aus dem Harz mit einer couragierten Leistung fast schon einen Punkt verdient gehabt. Lediglich in den ersten Minuten schienen die Indians die Falken überrennen zu wollen. Nur mit viel Glück und einem starken Keeper Mario d`Antuono konnten die Attacken überwunden werden und es zeigte sich bereits jetzt, dass die Indians zwar Schwung in ihren Aktionen hatten aber viel zu überhastet und unkonzentriert arbeiteten. Als dann auch noch Christian Schock in Unterzahl einen Konter zum 0:1 abschließen konnte, war es um die Nervenstärke der Indians-Akteure geschehen. Die jetzt stark spielenden Gäste standen in der Defensive stabil, versuchten durch Konter Nadelstiche zu setzen und das gelang ihnen dann auch vortrefflich. Mit einem nicht erwarteten 0:1 ging es in die Kabine.

Zwar fiel der Ausgleich bereits im ersten Angriff nach dem Pausentee durch Brendan Sanders (21.) in Überzahl, aber auch dieses Tor gab den Hausherren die Nervenstärke und die Konzentration nicht zurück. Im Gegenteil, die Passqualität zeigte unterirdische Ansätze, der Aufbau blieb häufig schon im Mittelfeld stecken und das gegnerische Drittel wurde eigentlich nur durch zufällige Aktionen erreicht. Kombinationsspiel komplette Fehlanzeige. Indians-Trainer Willmann: „Das Team wollte in seinen Aktionen mehr erreichen als möglich war.“ Das Einzige, was heute funktionierte, was ausgerechnet das Powerplay. Auch beim 2:1 hatten die Gastgeber einen Mann mehr auf der Fläche und der traf dann auch prompt. Darcy Vaillancourt (33.) brachte nach einer Kombination mit Sanders und Richardt den Puck am famosen d`Antuono vorbei in die Maschen.

Im dritten Drittel setzte sich das Geeiere beider Vertretungen fort. Die einen wollten und konnten irgendwie nicht, die anderen mussten sich nun in das Geschehen stärker einbringen, wollten sie noch einen Punkt ergattern. Zum Knackpunkt wurde dabei eine Aktion in der 49. Minute. Falken-Akteur Christian Wittmann wollte den Indians-Kanadier Brendan Sanders sicherlich mit dem Schläger nicht bewusst im Gesicht treffen, machte aber genau dies und musste danach direkt in die Kabine. In diesen fünf Minuten fiel die Harzer Festung jedoch nicht, musste lediglich durch Vaillancourt (50.) das 1:3 hinnehmen. Der Spielhöhepunkt sollte jedoch noch kommen. Zuerst schickte der nicht immer sicher pfeifende Hauptschiedsrichter Mischa Apel zwei Braunlager (Schwindt für zwei Minuten, Herold mit einer Diszi) auf die Bank, dann folgten zwei Hannoveraner und auf einmal (Falken-Trainer Wohlmann hatte seinen Keeper vom Eis genommen) spielten sechs Braunlager gegen drei Hannoveraner. Es waren 150 Sekunden High-End-Dramaturgie mit einem Happy-End für die Indians. Darcy Vaillancourt (60.)  traf mit einem Empty-Netter 19 Sekunden vor dem Ende und beendeten die Falkenträume von einem überraschenden Auswärtspunkt. Gäste-Coach Wohlmann : „Der Sieg war verdient, wenn auch zu hoch. Meine sehr junge Truppe wird weiter hart arbeiten und vielleicht können wir beim nächsten Match an dieser Stelle mehr Tore erzielen.“

Indians-Coach Willmann: „Das Spiel war für uns Trainer schwer anzuschauen. Es wurden viele Fehler gemacht und daher müssen wir uns intensiv auf das jeweils nächste Match vorbereiten.“


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