Indians mühen sich zum 5:3 gegen WedemarkArbeitssieg für den ECH

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Es war wie immer. Wenn die Hannover Indians als deutlicher Favorit in das Rennen gehen, wird es eine enge Kiste. Auch die Wedemark Scorpions, vor wenigen Wochen noch auf eigenem Eis klar mit 1:7 unterlegen, zeigten sich diesmal erheblich präsenter, kampfbereiter und ließen die Indians beim relativ knappen 3:5 (1:1, 2:2, 0:2) vor 2307 Fans ziemlich schwitzen. Am Ende stand für die Hannover Indians wieder der Sprung auf Rang sechs in der Tabelle der Oberliga Nord, während die Wedemärker weiterhin den sehr guten Rang elf in der Rangliste zieren.

Bereits von Anfang zeigte sich, dass die Wedemärker mit einer besonderen Moral an den Turm gekommen waren. Zum einen nagte das 1:7 gegen den gleichen Gegner von vor wenigen Wochen zuhause und dann hatte es am Freitag gegen Neuwied, auswärts hatte Wedemark noch mit 2:1 gewonnen, ein mehr als deftiges 0:7 gegeben. Das musste gut gemacht werden und Scorpions-Coach Dieter Reiß, selbst eine Legende am Pferdeturm, hatte die richtige Taktik rausgegeben: Starke Defensive, schnelle und präzise Konter, möglichst über die beiden Topscorer Beebe und Budd.

Tatsächlich zeigten sich die Indians beeindruckt, brauchten lange um ins Spiel zu kommen und erst in der sechste Minute klingelte es im Gehäuse von Keeper Lukas Müller. Sebastian Lehmann traf mit seinem 20. Saisontor zum 1:0. Sechs Minuten später funktionierte endgültig auch die Taktik von Dieter Reiß. Brett Beebe glich nach Mutterpass von Michael Budd zum 1:1 aus. Die zuletzt etwas im Powerplay schwachen Indians zeigten sich dann in dieser Disziplin hellwach, hatten allerdings auch mit den Wedemärkern einen Gegner, der im Penaltykilling nicht gerade zu den Größen der Liga (74%) gehört. Robby Hein (22.) kurz nach Drittelbeginn und Andre Gerartz (28.) erhöhten auf 3:1 und beendeten gleichzeitig die eigene Konzentrationsphase. Anstatt im Anschluss eine 2+2-Minuten-Strafe für Scorpions-Stürmer del Castillo auszunutzen, ließen sie ihren Gegnern zu viel Raum und prompt nutzte Brett Beebe (31.) in Unterzahl diese Chance und verkürzte auf 2:3. Dass auch die Wedemärker ihr Powerplay zu nutzen wissen, demonstrierte Michael Budd. Der Kanadier glich in der 36. Minute aus und brachte das Stadion und dessen Fans kurzfristig zum Verstummen.

Zum Glück haben die Indians seit Saisonbeginn Robby Hein in ihren Reihen. Der Oberhausener zeigt sich seit Wochen in Topform und steht kurz davor, seinen persönlichen Essener Oberligarekord von 2013 zu verbessern. Dieser Hein jedenfalls brachte seine Farben in der 43. Minute erneut in Führung und jetzt stand auch die Defensive wieder so felsenfest wie es sich Indians-Coach Carroll wünscht. Die endgültige Entscheidung fiel dann in der 56. Minute. Erst musste Weikamp auf die Strafbank, dann folgte Gall zusätzlich und die zwei Minuten mit doppeltem Überzahlspiel waren ein gefundenes Fressen für die Hausherren. Bradley McGowan (57.) besorgte mit seinem 5:3 für die Entscheidung.

Wedemark-Scorpions-Trainer Dieter Reiß: „Ich bin verärgert. Wir hätten heute was reißen können. Stattdessen haben die Spieler permanent gemeckert, wussten alles besser und waren unkonzentriert. Das hat uns letztendlich die Punkte gekostet.“

Hannover-Indians-Coach Fred Carroll: „Wedemark war stark und wir unkonzentriert. Dazu hat die dauernde personelle Unterbesetzung und stark belastet. Zum nächsten Wochenende werden zwei Spieler zurückkommen, Boris Ackers wird wieder mit dem Training beginnen.“

Tore: 1:0 (05:49) Sebastian Lehmann (Gerartz, Schütt), 1:1 (10:23) Brett Beebe (Budd, Gall), 2:1 (21:09) Robby Hein (Lehmann, McGowan/5-4), 3:1 (27:28) Andre Gerartz (Lehmann, McGowan/5-4), 3:2 (30:25) Brett Beebe (Weikamp/4-5), 3:3 (35:39) Michael Budd (Spenke/5-4), 4:3 (42:25) Robby Hein (Kraus, McGowan), 5:3 (56:40) Bradley McGowan (Gerartz, Schütt/5-3). Strafen: Hannover Indians 8, Wedemark Scorpions 16. Zuschauer: 2307.


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