Indians bezwingen HSV mühevoll mit 5:3Hannover Indians

Indians bezwingen HSV mühevoll mit 5:3Indians bezwingen HSV mühevoll mit 5:3
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Der Sieg in Braunlage beim Tabellenführer zeigte Wirkung. Sofort nach Spielbeginn drängten die Indians den Tabellenfünften in die Verteidigung. Keeper Niklas Deske hatte alle Hände voll zu tun im Gegensatz zu seinem Pendenten im Indians-Kasten Boris Ackers. Umso überraschender für alle die schnelle Führung der Gäste, als Matthias Oertel mehr einen Querpass als einen echten Schuss vor das Gehäuse des ECH-Keepers brachte, diesen überraschte und dieser sich die Scheibe selbst durch die Beine bugsierte. Die Reaktion der Indians kam sofort und war durchschlagend. Armin Finkel fand Christoph Koziol auf der rechten Angriffsbahn, dieser war völlig frei und überwand Deske mit einem trockenen Handgelenkschuss in das rechte Eck zum Ausgleich. Der Aufschrei des Publikums zeigte schnell, wie wichtig das Tor für die Nervenstärke der Hannoveraner war. Jetzt lief Angriffswelle auf Angriffswelle auf das Tor von Deske, wobei die Hamburger Abwehr zwar immer wieder klären konnte, allerdings auf Kosten des eigenen Aufbauspieles. In dieser Druckphase fiel dann auch das hochverdiente zweite Tor für die Indians. Artus Grass bekam sechs Sekunden, bevor die Strafe für Jannik Höffgen ablief, in zentraler Position die Scheibe von Maxi Pohl und er hämmerte das Spielgerät unter die Latte. Die Antwort des HSV ließ jedoch auf sich warten. Lettlands Nationalspieler Kristers Freibergs versuchte zwar das Spiel zu ordnen, es sollte ihm allerdings nicht immer gelingen. Zwar kam der erste Paß meistens an aber danach fehlte die Präzision. Boris Ackers musste konzentriert bleiben obwohl er fast nichts zu tun bekam. Fast zehn Minuten musste Ackers auf einen Schuss warten, bis es Freibergs versuchte – und scheiterte.

Was im ersten Drittel auf Seiten der Gäste nicht passierte, wurde jetzt nachgeholt. Die Hamburger starteten erheblich konzentrierter, erzwangen in den ersten zehn Minuten 10:2 Torschüsse und waren auch erfolgreich. David Vycichlo wurde von Matthias Oertel und Dominic Steck gekonnt in eine 2:1-Situation gebracht und erzielte den durchaus verdienten Ausgleich und weil das Rezept so einfach war, versuchte sich zwei Minuten später,  in ähnlicher Art Sebastian Pigache. Das 2:3 roch zwar stark nach Schlittschuhtor, wurde aber von HSR Jan Korb gegeben. Nur mühevoll fanden die Indians zurück ins Spiel. Nacheinander scheiterten Weller und Koziol in aussichtsreicher Position und als zwei Hamburger auf die Strafbank mussten und die Gastgeber 210 Sekunden Powerplay hatten, davon 30 in doppelter Überzahl, da schien der Ausgleich fällig. Die Betonung liegt hierbei auf „fällig“, denn bis auf 10:0 Torschüsse kam nichts dabei heraus und am Ende stand es immer noch 2:3 auf der Anzeigetafel.

Zu Beginn des dritten Drittels merkte man den Indians an, dass sie das Spiel drehen wollten. Ähnlich wie zu Spielbeginn setzten sie die Hamburger unter Druck, vergaßen aber das Toreschießen. Und das wäre fast in die Hose gegangen. Der erste halbwegs gefährliche Angriff brachte das vierte Gästetor, das aber zum Glück für die Indians vom Hauptschiedsrichter  nicht gegeben wurde. Trotzdem  war der Ausgleich überfällig und wurde von Christoph Koziol (Indians-Coach Peter Willmann: „Ihm zuzuschauen ist eine Augenweide“) initiiert, als er im Mitteldrittel sein Bully gewann, durchstartete, seinen augenblicklich in absoluter Topform befindlichen Nebenmann Andre Gerartz bediente und dieser den starken Deske überwand. Dieses setzte die letzte Energie frei. Die Hausherren starteten eine letzte Offensive und hatten Glück. Andre Gerartz sorgte mit seinem zweiten Treffer am heutigen Abend für das 4:3 und setzte den HSV unter Druck. Hamburgs Trainer Andris Bartkevics nahm zwei Minuten vor Schluss seinen Keeper aus dem Kasten und das sollte sich rächen. Der zuvor eminent fleißige Sebastian Pigache verlor die Scheibe und Artus Grass setzte den Schlusspunkt mit einem Empty-Netter zum 5:3.

Fazit: Bei 45:24 Torschüssen (15:4.16:12,14:8) ein hochverdienter Sieg. Trotzdem zeigten die fleißigen, kampfstarken und dabei fairen Hamburger einen großen Fight, ließen sich von ihrer Linie nicht abbringen und standen kurz vor einer Sensation. HSV-Trainer Bartkevics. „Wir wussten, dass es sehr schwer werden wird. Dieses tolle Publikum ist eine Attraktion für die Liga und es macht immer Spaß hier zu spielen. Wir standen vor einer Sensation, haben aber den Sack nicht zumachen können.“ ECH-Trainer Peter Willmann: „Ein starkes Spiel meiner Mannschaft, die am Wochenende einen wichtigen Step gemacht hat. Oliver Duris wird wohl bis Saisonende bleiben und ob Gastspieler Andrei Salzer aus Freiburg kommt wird sich zeigen.“


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