Indians besiegen Berliner Preussen mit 7:2Benefizspiel in Hannover

(Foto: Manfred Schneider)(Foto: Manfred Schneider)
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Im ersten Drittel zeigten sich beide Mannschaften zwar willig und engagiert aber auch übermotiviert. Das äußerte sich in etlichen Fehlpässen, so dass es man von der Hoffnung, vielleicht ein schönes Spiel sehen zu können, um einiges entfernt war. Natürlich hatte das auch damit etwas zu tun, dass einige Spieler fehlten. Bei Hannover z.B. der Finne Uusivirta, Arnold  und Tsakalidis. Bei den Preussen suchte man auf dem Eis vergebens Blume, den Amerikaner Gibbons, im letzten Jahr noch bei den Indians, sowie Wild. In der zehnten Minute dürften sich die Sorgenfalten bei ECH-Coach Lenny Soccio etwas vergrößert haben, denn in einer etwas merkwürdigen Situation vor dem Tor von Keeper Sebastian Albrecht musste dieser mit einer Verletzung das Eis verlassen. Für ihn kam Golombek, der eine gute Partie ablieferte, stellenweise jedoch etliche Pucks prallen ließ, was stärkere gegnerische Angreifer vermutlich ausnutzen könnten. Albrecht war jedenfalls bei seinem Abgang mächtig sauer und bis jetzt nicht bestätigte Gerüchte ließen durchsickern, dass er sich die Schulter ausgekugelt hat. Kommen wir zum Positiven aus hannoverscher Sicht. Neuzugang Mark Ledlin besorgte in der 18. Minute das längst verdiente 1:0 nach toller Vorarbeit von Morczinietz.

Das zweite Drittel begann so, wie es sich die Zuschauer vorgestellt hatten. Mit Toren ! Der heute konzentriert und engagiert wirkende Pohl markierte in der 22. Minute das 2:0, Marvin Krüger gelang der Anschluss und drei Minuten später erhöhte Roman Pfennigs auf 3:1. Als die Berliner Stocker und Braun acht Minuten später nacheinander auf die Strafbank mussten, zeigten die Indians, dass sie im Training scheinbar auch das Powerplay geübt hatten. Bacek und Pohanka erhöhten schnell auf 5:1 und entschieden damit das Spiel.

Vermutlich wäre die Begegnung nach Beginn des dritten Drittels dahingeplätschert, wenn die Berliner, allen voran van Lijden und Tramm nicht ihre kämpferischen und leider auch unfairen Anwandlungen bekommen hätten. Zuerst lieferte sich van Lijden mit Pohl einen verbalen Schlagabtausch um dann, völlig ohne Sinn, die Handschuhe wegzuwerfen und Pohl zum Fight aufzurufen. Dieser nahm, zum Glück für sich aber auch für van Lijden nicht an und verhinderte so, vermutlich ungewollt, eine hohe Strafe für van Lijden, der mit einer Disziplinarstrafe davon kam. Ganz anders Jan Tramm, der wie von einer Tarantel gestochen auf Goller einschlug und am Ende vom Schiri Jakub Smitka mit einer Spieldauer unter die Dusche geschickt wurde. Nach dieser Showeinlage wurde wieder versucht Eishockey zu spielen, aber bis auf drei Tore, zwei für Hannover durch Hein und Bacek sowie für Berlin durch Ludwig, gab es keine nennenswerten Höhepunkte mehr.

Tore: 1:0 (17:50) Mark Ledlin (Morczinietz, Hein), 2:0 (21:24) Maximilian Pohl (Morczinietz, Hein), 2:1 (22:43) Marvin Krüger, 3:1 (25:37) Roman Pfennigs (Valasek, Fröhlich), 4:1 (33:37) Igor Bacek (Morczinietz, Schwab/5-3), 5:1 (34:44) Branislav Pohanka (Tramm, Bacek/5-4), 6:1 (45:00) Robby Hein (Pohanka, Schwab/5-4), 7:1 (50:38) Igor Bacek (Goller, Schwab), 7:2 (51:27) Justin Ludwig (Matthäs, Stocker). Strafen: Hannover 14, Berlin 18 + 10 (van Lijden) + 5 + Spieldauer (Jan Tramm). Zuschauer: 395.


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