„Ich will ein Führungsspieler sein, der mit Leistung überzeugt“Michel Ackers startet mit dem Herner EV in die Play-offs

Michel Ackers startet mit dem Herner EV heute Abend ins Play-off-Achtelfinale der Oberliga. In dieser Szene traf er im Dezember beim Heimspiel gegen Tilburg zum 1:0. Der HEV gewann mit 2:0. (Foto: Finelight Photography)Michel Ackers startet mit dem Herner EV heute Abend ins Play-off-Achtelfinale der Oberliga. In dieser Szene traf er im Dezember beim Heimspiel gegen Tilburg zum 1:0. Der HEV gewann mit 2:0. (Foto: Finelight Photography)
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Als Oberliga-Nord-Meister ist der Herner EV einer der Favoriten auf diesen Titel. Doch in den Play-offs werden die Karten neu gemischt. Wenn die Grün-Weiß-Roten heute die Hannover Indians empfangen, wird einer endlich wieder auf dem Eis mitmischen können: Michel Ackers.

Geduldig, humorvoll, verrückt. Mit diesen drei Worten beschreibt sich der 25-Jährige selbst. Und das ist ziemlich treffend. „Acki“ wie er von allen nur genannt wird, ist ein junger, lockerer Typ, der für jeden Spaß zu haben ist. 1997 startete er seine Eishockeykarriere bei seinem Heimatverein, dem Krefelder EV. Schon damals zeigte sich das Talent des damals siebenjährigen Verteidigers. Es folgten weitere Stationen beim ESC Moskitos Essen und den Ratinger Ice Aliens, ehe er vor vier Jahren nach Herne wechselte. „Ich bin jetzt mittlerweile 25, spiele seit vier Jahren hier und bin inzwischen auch Assistenz-Kapitän. Ich habe selber den Anspruch an mich, Führungsspieler zu sein und auch den anderen Spielern zu helfen. Ja, ich will einfach ein Führungsspieler sein, der mit Leistung überzeugt.“ Auf dem Eis neben dem Eis, sportlich wie auch privat – der Verteidiger ist ein Teamplayer durch und durch. Inzwischen sieht er die Verantwortung, ist ruhiger geworden und setzt den Fokus anders. Doch das war nicht immer so. Selbst in der aktuellen Saison kann Ackers noch 78 Strafminuten verbuchen. „Ich würde mich jetzt nicht als einen überdurchschnittlichen harten Spieler bezeichnen, aber ich bin auch einer, der gerne mal dazwischen haut, der Zweikämpfe nicht scheut. Dabei versuche ich dennoch, immer am Rande der Legalität zu spielen.“

Für Michel Ackers ist klar, was ihm am Eishockey so fasziniert: „Der Sport ist einfach unfassbar schnell, das Blatt kann sich innerhalb von Sekunden komplett wenden. Hier entscheidet einfach das Momentum“, so die Nummer 91. Nach einer Verletzung am Knöchel musste „Acki“ die letzten Spiele auf der Bank verbringen und ist zum Glück pünktlich zu den Play-offs wieder fit geworden. Das Verletzungspech verfolgte den Krefelder jedoch auch schon in der vergangenen Saison. Aber das ist noch lange kein Grund, den Kopf in den Sand zu stecken. So konnte Michel Ackers in der Hauptrunde in 39 Spielen zehn Tore und 32 Assists vorweisen. „Ich bin letztes Jahr leider vier Wochen verletzungsbedingt ausgefallen und danach bin ich einfach nicht mehr in den Tritt gekommen. 2016 war einfach nicht mein Jahr. Es war mein Ziel, mich dieses Jahr wieder von meiner besten Seite zu zeigen. Und ich glaube, dass mir das auch ganz gut gelungen ist“, so der junge Mann bescheiden.

Im ersten Play-off-Spiel der Serie warten nun die Hannover Indians auf die Mannschaft vom Gysenberg. Ein Team, das sich in den Pre-Play-Offs hervorragend durchgesetzt hat und die Serie gegen Wedemark verdient mit 2:0 gewinnen konnte. „Ich halte die Indians für eine spielerisch starke Mannschaft, die sich meiner Meinung nach in dieser Saison unter ihrem Wert verkauft hat. Ich erwarte unfassbar spannende Duelle. Gerade am Pferdeturm mit den Fans im Rücken kann es für uns ein harter Kampf werden“, so Ackers. Doch er vertraut auf die Stärken der Mannschaft: „Wir haben einen unfassbaren Teamspirit. Der Großteil spielt seit Jahren schon zusammen. Auf dem Eis geben wir immer alles für jeden. Wir haben zwei hervorragende Torhüter. Meiner Meinung nach sogar das beste Torhütergespann der Liga.“ Ab heute wird sich zeigen, welches Team die Nerven behält und die Serie letztendlich für sich entscheiden kann. „Ich bin sehr ehrgeizig und versuche jeden Tag, an mir so hart zu arbeiten, dass ich einfach das Beste aus mir raushole. So auch heute.“


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