Icefighters Leipzig verabschieden Esbjörn Hofverberg50-Jähriger spricht aber nicht vom Karriereende

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„Manchmal sind im Leben Entscheidungen zu treffen, die wirklich schwer fallen. Wir haben aber  beschlossen, dass wir den Weg ohne Esa fortsetzen werden“, erklärt Headcoach Sven Gerike. Wie geht man damit um, wenn ein Spieler dieser Kategorie den Verein verlässt? Diese Frage stellten sich die Verantwortlichen der Icefighters schon ein paar Jahre. Esbjörn Hofverberg hat eine klare Meinung: „Genau so, wie bei jedem anderen Spieler. Man gibt es bekannt und gut ist. Mehr möchte ich nicht. Ich bin kein Freund von dramatischen Auftritten und möchte so behandelt werden, wie die anderen Abgänge der letzten Jahre.“ Sieben Jahre spielte der junggebliebene Verteidiger für Leipzig Farben. In 238 Spielen erzielte „Esa“ 31 Tore und gab 133 Vorlagen. Das sind starke Werte für einen Verteidiger.

Aber seine Zahlen gehen weit über die Icefighters-Grenzen hinaus. 1996 kam der damals 26-jährige Schwede mit koreanischen Wurzeln als Stürmer nach Deutschland. Seitdem spielte er beinahe durchgängig 24 Jahre lang in Deutschland und wurde zu einer lebenden Eishockeylegende. Vor allem in Crimmitschau, wo er sesshaft geworden ist, und in Leipzig, wo er auch zwei Jahre für die Blue Lions aktiv war, ist Esa Hofverberg allseits bekannt, beliebt und geachtet. Laut Statistik kommt er auf 961 Pflichtspiele allein in Deutschland, in den Ligen 2, 3 und 4. Ein Jahr musste er wegen einer Knieverletzung komplett pausieren. „Ich war glücklich genug, nicht zu viele schwere Verletzungen erlitten zu haben und immer wieder fit zu werden“, sagt er zurückblickend.

„Das allein ist schon ein Phänomen. Esa war ein harter Gegenspieler, als wir uns ein paar Jahre in der zweiten Liga duellierten. Dass er da so durchgekommen ist, spricht für einen lupenreinen Lebensstil und vielleicht auch ein Quäntchen Glück“, sagt Sven Gerike und fügt hinzu: „Er hat sich seinen Status auf jeden Fall hart erarbeitet und es war mir eine Ehre, ihn als Spieler in meinem Team wiederzusehen.“

Esa Hofverberg sagt zu seiner Zeit als Eiskämpfer: „Ein großes Dankeschön geht an die gesamte EXA-Icefighters-Organisation für die vielen Jahre in Taucha und im Kohlrabizirkus. Das sind Lebenserfahrungen, die mir für immer in Erinnerung bleiben. Ein besonderes Dankeschön geht an André und Sven, die mir die Möglichkeit gegeben haben, weiter Eishockey zu spielen und natürlich an die Icefighters-Fans für die tolle Unterstützung in all den Jahren! Ich wünsche euch allen viel Erfolg in der neuen Saison.“

War es das jetzt? Wird es ein Abschiedsspiel geben? Wird Esas Trikot unter das Hallendach gezogen nach dem Ende seiner famosen Karriere? „Auf Esas ausdrücklichen Wunsch hin werden wir das nicht machen. Auch wenn wir natürlich derartige Pläne längst in der Schublade hatten, wollen wir respektieren, dass Esa das nicht möchte“, erklärt Sven Gerike. Und Hofverberg selbst sagt: „Warum Karriereende? Ich bin hochmotiviert, weiter Eishockey zu spielen und vielleicht ergibt sich ja eine Möglichkeit.“

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