Icefighters Leipzig überholen Hannover Indians im direkten DuellKrefeld macht Kampf um Platz zehn wieder spannend

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Halle sicherte sich endgültig Platz drei, kann sogar noch mit etwas Glück Tilburg erreichen. Erfurt dürfte seine Ambitionen nach der Niederlage in Krefeld endgültig begraben haben und sich jetzt darauf konzentrieren, Platz vier zu halten. Diez-Limburg, im Augenblick in ausgezeichneter Verfassung, steht im Niemandsland, kann sich als neunter auf die sicheren Pre-Play-offs freuen, während es um Platz zehn noch heiß hergeht. Herford, Rostock und Krefeld trennen nur 0,05 Punkte.

Saale Bulls Halle – Rostock Piranhas 4:3 (2:1, 1:2, 1:0)

In einem absolut ausgeglichenen Spiel setzte sich am Ende der Favorit glücklich durch. Ausschlaggebend war vermutlich ein Ereignis in der 32. Minute beim Spielstand 3:2 für die Gäste. Bis zu diesem Zeitpunkt hatten der zuletzt extrem starke Matthew Pistilli (7.; an allen drei Toren der Rostocker beteiligt), Tom Pauker (21.) und August von Ungern-Sternberg (22.) die Piranha-Tore, für die Hallenser Valtteri Hotakainen (11.) und Dennis Gulda (17.), geschossen. Bei der angekündigten Aktion trafen Eric Wunderlich (Halle) und August von Ungern-Sternberg (Rostock), seines Zeichens Playmaker der Gäste aufeinander und während Wunderlich für vier Minuten für überzogene Härte auf die Strafbank musste, konnte sich von Ungern-Sternberg von der Qualität der Leipziger Dusche vorzeitig überzeugen. Kaum war der Rostocker vom Eis, fiel schon das 3:3 durch Kai Schmitz (33.). Die Entscheidung schließlich in der 57. Minute, als Kyle Helms mit dem 4:3 bereits sein viertes Game-Winning-Goal erzielte.

Hannover Indians – Icefighters Leipzig 2:5 (1:1, 0:2, 1:2)

Die Indians gehen, physisch wie psychisch, auf dem Zahnfleisch. Das ist nicht böse gemeint, sondern beschreibt den Zustand der Gastgeber, die seit fast zwei Monaten regelmäßig drei Spiele pro Woche absolvieren müssen und dazu auch noch personell durch Abgänge und Verletzungen dezimiert wurden. Aus diesem Grund ist man auch am nächsten Wochenende, wenn es gegen die beiden Führenden der Liga, Tilburg und Scorpions geht, absoluter Außenseiter. Komisch, aber wahr: Die Indians, die im ersten Drittel Leipzig das Spiel überlassen mussten, gingen in Führung. Parker Bowles (6.) traf zur Führung. Andreas Zille (10.) glich kurz danach aus. Im zweiten Drittel zeigten sich die Indians deutlich stärker, konnten jedoch die zuletzt stark agierende Leipziger Abwehr nicht überwinden und mussten folgerichtig zwei Gegentore hinnehmen, für die Connor Hannon (28.) und Florian Eichelkraut (35.) verantwortlich zeichneten. Als Thore Weyrauch, zuletzt einer der effektivsten Indians-Stürmer, den Anschluss herstellten, hofften die viele der heimischen Anhänger aber sie wurden enttäuscht. Fabio Frick (57.) mit seinem vierten Saisontor und Sofiene Bräuner (60.) machten den Deckel zu und entführten drei Punkte vom Pferdeturm nach Leipzig. Eine Anmerkung am Rande. Die Indians kamen in diesem superfairen Spiel mit gesamt nur sechs Strafminuten ohne jede Strafzeit aus und verbesserten sich in der Fairplay-Tabelle mit 9,6 Strafminuten pro Spiel auf Platz vier (Tabellenführer: Diez-Limburg mit 9,0 Strafminuten pro Spiel).

Krefelder EV U23 – Black Dragons Erfurt 4:3 (1:2, 2:0, 0:1, 1:0) n.P.

Da darf man staunen. Was zuvor Teams wie Herne oder den Indians nicht gelang, dass schafften die jungen Wilden aus Krefeld. Dabei gingen die Erfurter schnell mit 2:0 in Führung. Felix Schümann (8., 10.) sorgte persönlich für den komfortablen Vorsprung, der nichts Gutes für den KEV bedeutete. Wenn die Stürmer nicht treffen, dann muss es halt ein Verteidiger sein. So ähnlich wird KEV-Defender Julius Bauermeister gedacht haben und auch er glänzte am heutigen Abend mit zwei Toren zum 1:2 (13.) und 3:2 (35.). Dazwischen hatte Adam Kiedewicz mit dem 2:2 (33.) seinen Senf dazugegeben. Für Bauermeister war es bereits der zweite Doppelschlag in dieser Saison. Sein letztes Opfer war ausgerechnet Tabellenprimus Hannover Scorpions im Dezember. Die Erfurter hatten jedenfalls mit dem 2:3 nach 2:0 Führung ziemlich zu kämpfen und sie brauchten geschlagene 19 Minuten bis zum Ausgleich, u.a. mit Hilfe eines Powerplays. Der Torschütze war Viktor Beck. Anschließend zeigten beide Keeper, Nils Kapteinat beim KEV und Martin Otte-Günzler bei Erfurt mehrfach noch ihr Können und so musste letztendlich das Penaltyschießen entscheiden, wo Adam Kiedewicz den zweiten Punkt für seinen KEV einsammelte.

EG Diez-Limburg – Hammer Eisbären 6:1 (1:0, 3:1, 2:0)

Ein verdienter, war klar überlegener Sieg im Duell der beiden Neulinge. Entscheidend war dabei die Stärke der Diezer Kontingentspieler Matheson und Brothers, die zusammen sechs Scorerpunkte von vergebenen 18 einkassierten. Neben der Sammelstärke waren die beiden Herren für alle Tore bis zum 4:0 verantwortlich, was auch ihre psychische Stärke gut dokumentiert. Thomas Matheson (17., 21., 36.) und Kyle Brothers (30.) bezwangen Hamms Torhüter Sebastian May, der trotzdem noch 51 Schüsse hielt und auf die ansehnliche Fangquote von 89,5 Prozent kam. Interessant aus Diezer Sicht: Stammtorhüter Jan Guryca hatte mal komplett frei, wurde von Tim Stenger ausgezeichnet vertreten. Zur statistischen Vervollständigung seien die restlichen Scorerjäger auch genannt. Henry Wellhausen (46.) und Mark Zajic (54.) trafen für die EGDL zum 5:1 und 6:1, für Hamm schoss Andreas Valdix (40.) das Ehrentor.


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