Icefighters Leipzig machen den Saale Bulls Halle den Weg zum Titel freiKrefelder EV überrascht Crocodiles Hamburg – Schutz-Festspiele in Hamm

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Zwei Wochen vor Schluss hat Halle somit 0,381 Punkte Vorsprung und das ist nur noch theoretisch aufholbar. In Mellendorf wird man den Sieg der Leipziger mit Genugtuung aufgenommen haben, denn jetzt ist die Vizemeisterschaft wieder näher gerückt. Und die Icefighters haben kurz vor dem Vorrundenende 0,15 Punkte Vorsprung auf die Hannover Indians, deren Spiel gegen den nördlichen Nachbarn aus pandemischen Gründen ausfiel. Kurz vor Saisonende haben die Jungs vom Pferdeturm 0,09 Punkte Vorsprung vor Herne und 0,13 sogar vor Hamburg. Die Elbestädter werden sich grün und blau ärgern, denn die Niederlage in Krefeld hat ihre Bemühungen ziemlich abrupt gestoppt. Fest auf Platz acht stehen die Black Dragons Erfurt und auch Rostock wird sich am Ende vermutlich auf neun wiederfinden. Der letzte freie Pre-Play-off-Platz wird zwischen Essen und Herford ausgespielt und da kommen natürlich Niederlagen wie heute in Hamm für Essen ziemlich unglücklich.

Icefighters Leipzig – Tilburg Trappers 4:1 (1:0, 1:0, 2:1)  

Die Partie des Tages im Norden ging an die Icefighters Leipzig, und das völlig zu Recht. Im ersten Drittel führten die Sachsen nach zwanzig Minuten nur mit 1:0, hätten auf Grund eines 12:3 Schussverhältnisses deutlicher führen müssen. Im zweiten Drittel änderte sich das Bild. Tilburg war besser aufgestellt, konnte sich aber nicht wie gewünscht in Szene setzen. Dazu hatten die Leipziger ein Mittel gefunden, um das zuletzt starke Trio Bulmer, Hermens, van der Schuit unter Kontrolle zu bekommen und das zahlte sich aus. Erst in der 49. Minute gelang den Niederländern der durchaus verdiente Ehrentreffer, aber auch das nur in Überzahl. Zuvor hatten die Leipziger bereits auf 3:0 erhöht und die Zeichen auf Sieg gesetzt. Mit dem 4:1 in der 54. Minute, und das in Unterzahl, besiegelte dann Connor Hannon den Gastgebersieg. Bester Akteur der Icefighter war natürlich Connor Hannon, aber auch Tim Heyter stach aus einem homogenen Gastgeberteam heraus. Bei Tilburg, dem man den Willen Punkte einzusacken nicht absprechen konnte, zeigte der zweite Block in der Besetzung Verkiel, van der Schuit, Hofland, de Hondt und van Oortschot noch die beste Performance.

Tore: 1:0 (11:54) Tim Heyter (Riekkinen, Noack 5-4), 2:0 (24:30) Connor Hannon (Stopinski, Farrell), 3:0 (42:55) Moritz Miguez (Heyter, Eichelkraut), 3:1 (48:06) Jordy van Oortschot (Hermens, Stempher 5-4), 4:1 (53:50) Connor Hannon (4-5)

Krefelder EV U23 – Crocodiles Hamburg 4:2 (1:1, 1:0, 2:1)  

Die Überraschung des Tages. Die anwesenden 45 Zuschauer werden ihren Augen nicht getraut haben, denn die zuletzt immer mal wieder stark auftretender Krefelder, vorzugsweise in heimischen Gefilden, boten eine exzellente kämpferische und taktische Leistung und brachten damit die favorisierten Hamburger ziemlich aus dem Konzept. Und es gab eine kleine Premiere: Der erst 18jährige Daniel Herzog erzielte sein erstes Oberligator. Zwar gelang den Hamburgern relativ schnell der Ausgleich und das sogar mit einem Shorthander, aber danach waren die Krefelder Schotten dicht. Fast wäre es mit einem 1:1 in die zweite Pause gegangen, aber dann schwang sich Ty Kolle zum Helden seiner Farben, erzielte das 2:1 und kurz nach der Drittelpause sogar das 3:1. Den Crocodiles gelang nur noch, erneut durch Victor Östling, der Anschlusstreffer und als sie kurz vor Schluss den Torwart rausnehmen wollte, erzielte Tim Dreschmann den vierten Treffer der Gastgeber.

Tore: 1:0 (05:12) Daniel Herzog (Mahkovec, Schitz), 1:1 (11:27) Victor Östling (Verelst, Gauch 4-5), 2:1 (38:31) Ty Kolle (Ehrich, Mahkovec), 3:1 (40:58) Ty Kolle (Mahkovec, Schitz), 3:2 (52:16) Victor Östling (Habel), 4:2 (59:21) Tim Dreschmann (Schaaf, Klein)

Black Dragons Erfurt – EG Diez Limburg 6:0 (0:0, 1:0, 5:0)

Ein am Ende klarer, aber zu hoch ausgefallener Erfolg der Erfurter, die zwei Drittel ihre liebe Mühe mit den kampfstarken Rockets hatten. Erst in den letzten zehn Minuten brachen diese zusammen und mussten noch vier Gegentore kassieren. Beste Spieler bei den Gastgebern waren der dreifache Torschütze Andre Gerartz, der sich in der Torjägerliste von Rang 62 auf 47 verbesserte und der vierfache Assistgeber Reto Schüpping, der nunmehr mit gesamt 25 Assist sich von Rang 63 auf 43 verbesserte. Bei den Gästen gefiel die gesamte Mannschaft, weil sie sich bis zuletzt nicht aufgab.

Tore: 1:0 (35:10) Fritz Denner (Weigandt, Herrschaft), 2:0 (46:35) Andre Gerartz (Schüpping, Gulda), 3:0 (50:58) Andre Gerartz (Schüpping, Fischer), 4:0 (55:13) Justus Böttner (Denner, Herrschaft), 5:0 (56:15) Eric Wunderlich (Schüpping, Schümann), 6:0 (58:20) Andre Gerartz (Schüpping, Schumann) 

Hammer Eisbären – Moskitos Essen 7:2 (0:0, 4:2, 3:0)  

Dieses Spiel wird als die Christopher-Schutz-Festspiele in die Hammer Eishockeygeschichte Einzug halten. Dem „Spieler des Tages“ gelangen fünf Tore und ein Assist und in der Torjägerliste führt der Stürmer des Tabellenletzten mit jetzt 45 Toren die Liste an vor dem Rostocker von Ungern-Sternberg, der auf 36 Tore kommt. In der gesamten Scorerwertung nimmt Schutz mit jetzt 70 Punkten Rang zehn ein. Hier führt sein Mannschaftskollege Kyle Brothers die Liste mit sogar 95 Punkten an vor Brett Bulmer (Tilburg) mit 85 Punkten. Neben Schutz brillierte noch eben dieser Brothers und Jesse Roach, der immerhin drei Assist beisteuerte. Bei den Essenern, die bis zum 2:2 ordentlich mithielten, obwohl ihnen die ersten beiden Gegentore sogar in Überzahl passierten, wussten zwischen der 36. und 47. Spielminute vermutlich nicht wie ihnen widerfuhr.

Tore: 1:0 (22:37) Christopher Schutz (4-5), 2:0 (23:39) Christopher Schutz (Brothers 4-5) 2:1(26:21) Aaron MacLeod (de Wit, Ziolkowski), 2:2 (27:00) Mitch Bruijsten (Luft, Saccomani), 3:2 (31:56) Kyle Brothers (Schutz, Roach), 4:2 (35:58) Christopher Schutz (Trapp, Roach), 4:2 (35:58) Christopher Schutz (Trapp, Roach), 5:2 (40:40) Christopher Schutz (Roach), 6:2 (46:49) Christopher Schutz (Brothers), 7:2 (57:21) Michel Maaßen (Trivellato)

Verschoben:

Rostock Piranhas – Saale Bulls Halle

Hannover Indians – Hannover Scorpions

Herforder EV – Herner EV Miners


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