Icefighters Leipzig im Spitzenspiel gegen Hannover Scorpions siegreichIndians überholen Herne

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Halle blieb natürlich vorn, Tilburg kommt nach dem Erfolg in Essen wieder auf Tuchfühlung und die Scorpions als Tabellendritter mussten eine, vermeidbare, Niederlage in Leipzig hinnehmen, haben jetzt nur noch vier Punkte Rückstand, aber auch zwei Spiele mehr als Halle und die Trappers.

Mit etwas Glück gewannen die Crocodiles gegen die Rostocker, konnten ihren vierten Platz festigen. Ebenso wie Leipzig, dass sich in der Verlängerung gegen die Scorpions durchsetzte. Dank einer Bacek-Show dominierten die Indians über Erfurt und weil Konkurrent Herne sich eine Overtime gegen Herford leistete, konnten die Indians den HEV wieder überholen. Von den letzten sieben Mannschaften konnte lediglich Diez-Limburg gegen Krefeld gewinnen, so dass sich bei allen Mannschaften an der Platzierung vom Freitag nichts veränderte.

Icefighters Leipzig – Hannover Scorpions 3:2 (0:0, 0:0, 2:2, 1:0) n.V.  

Im Spitzenspiel des Tages war Geduld angesagt. Beide Teams waren über vierzig Minuten absolut gleichwertig und weil in diesem Fall auch die beiden Keeper, Patrick Glatzel auf Leipziger Seite und Brett Jaeger auf hannoverscher Seite, glänzend eingestellt waren, ging es torlos bis in das dritte Drittel. Dieses brachte dann noch einmal die absolute Zuspitzung der Dramatik. Erst gingen die Scorpions durch die Wolfsburger DEL-Leihgabe Steven Raabe in Führung. Dann brachte beiden Teams zwei Minuten später jeweils ein Powerplay ein weiteres Tor, so dass es bei der Scorpions-Führung blieb. Der Spielstand hatte noch zwölf Minuten Bestand, dann nahmen die Icefighters ihren Keeper Glatzel vom Eis und hatten Erfolg. Michael Burns traf zum Ausgleich und rettete sein Team in die Verlängerung, wo er gleich erneut durchstartete, zusammen mit Connor Hannon im ersten Angriff Joonas Riekkinen einsetzte und der netzte zum überraschenden, aber nicht unverdienten 3:2 für die Gastgeber ein.

Tore: 0:1 (45:54) Steven Raabe (Knaub, Kabitzky), 1:1 (47:10) Felix Stopinski (Eichelkraut, Hon 5-4), 1:2 (47:46) Mike Hammond (Kabitzky, Just 5-4), 2:2 (59:29) Michael Burns (Wolter, Slanina), 3:2 (60:12) Joonas Riekkinen (Hannon, Burns).

Crocodiles Hamburg – Rostock Piranhas 5:4 (1:2, 3:2, 1:0) 

Ein glücklicher Hamburger Sieg in einem heiß umkämpften Match, in dem die Rostocker über weite Strecken absolut gleichwertig waren. Vor knapp 800 Zuschauern fiel erst 142 Sekunden vor Ende die Entscheidung. Wie heftig das Spiel umkämpft war, zeigte sich in der 24. Minute, als sich der Hamburger Victor Östling und der Rostocker Kilian Steinmann beharkten und beide eine einfache Fünfer erhielten. Fünf Minuten später kassierte der Rostocker Philip Seckel eine weitere Fünfer.

Tore: 1:0 (08:06) Maximilian Schaludek (Zimmermann, Bruns), 1:1 (1     0:32) Tom Pauker (Koziol, Bruns 5-4), 1:2 (17:50) Lukas Koziol ( Steinmann), 2:2 (22:15) Tobias Bruns (Zimmermann, Habel), 2:3 (24:13) August von Ungern-Sternberg (Ledlin, Gerstung), 3:3 (29:34) Thomas Zuravlev (Gauch, Tramm), 4:3 (31:52) Victor Östling (Zuravlev, Reed 5-4), 4:4 (38:21) Gianluca Balla, 5:4 (57:38) Adam Domogalla (Verelst, Östling).

Herner EV Miners – Herforder EV 4:3 (0:1, 1:1, 2:1, 1:0) n.V.

Zwar war der Herner Sieg am Ende verdient, aber die Herforder machten es dem Favoriten sehr schwer und waren am Ende derartig enttäuscht, dass es fast noch zum Eklat kam. Doch der Reihe nach. Im ersten Drittel gingen die Gäste in Führung, konnten diese bis zur 28. Minute verteidigen. Zwar gelang Herne dann der Ausgleich, aber nur vier Minuten später führten die Westfalen wieder. Im dritten Drittel das gleiche Spiel. Herne glich aus, Herford ging wieder in Führung. In der 58. Minute glich Herne, nur eine Minute nach dem dritten Herforder Tor, wieder aus und es ging in die Verlängerung, wo Nils Liesegang in 64. Minute endgültig den zweiten Herner Punkt sicherte. Das schmeckte den Herfordern gar nicht und so kassierte erst Rustams Begovs und schließlich das gesamte Team eine Spieldauerdisziplinarstrafe. Kurios: Herne kam in der gesamten Spielzeit ohne jede Strafe aus.

Tore: 0:1 (11:30) Marius Garten (Krocker, Bohlen), 1:1 (28:10 Michel Ackers (Ziolkowski, Komov), 1:2 (32:37) Rustams Begovs (Rinke, Biezais), 2:2 (48:14) Alexander Komov (Swinnen, Elten), 2:3 (56:08) Ralf Rinke (Begovs, Pöpel), 3:3 (57:03) Robert Peleikis (Ackers, Wilenius), 4:3 (63:08) Nils Liesegang (Wilenius, Marsall).

Moskitos Essen – Tilburg Trappers 1:6 (0:0, 0:3, 1:3)  

Ein hochverdienter Erfolg der Trappers, die jedoch bis zur Spielhälfte warten mussten, bis es endlich mit dem Toreschießen klappte. Herausragend dabei das Duo de Hondt/Stempher, wobei Reno de Hondt gleich viermal einnetzte und sein Sturmpartner Danny Stempher viermal die Vorlage gab. Kurios am Ende, dass der Niederländer Mitch Bruijsten, im letzten Jahr noch bei Tilburg unter Vertrag, für die Essener das Ehrentor erzielte.

Tore: 0:1 (28:53) Max Hermens (Loginov, Vogelaar), 0:2 (28:58) Bartek Bison (Sars), 0:3 (32:08) Reno de Hondt (Danny Stempher, Verkiel), 0:4 (47:34) Reno de Hondt (Danny Stempher, Vogelaar), 0:5 (50:19) Reno de Hondt (Danny Stempher, Loginov), 0:6 (54:03) Reno de Hondt (Danny Stempher, Bastings),1:6 (56:59) Mitch Bruijsten (Luft, Frick).

Hannover Indians – Black Dragons Erfurt 6:3 (3:0, 1:1, 2:2)   

Ein deutlicher Sieg der Indians, die diese drei Punkte dem Trio Branislav Pohanka, Parker Bowles und Igor Bacek zu verdanken haben. Diese drei konnten mit 16 von maximal 18 Punkten den Löwenanteil für sich verbuchen. Die restlichen zwei Zähler holten sich noch Tobias Möller und Nick Aichinger. Die Erfurter, die zwar gefällig begannen, wurden im ersten Drittel förmlich aus den Angeln gehoben, lagen mit 0:3 zurück, dem noch, aus ihrer Sicht, das 0:4 folgte. Dann versuchten die Indians das Ergebnis zu verwalten und mussten erkennen, dass mit einer solchen Spielweise mit den Erfurtern nicht gut Kirschen essen ist. Diesen gelang noch im Mitteldrittel das erste Tor und sie ließen gleich zu Beginn des letzten Abschnitts einen Doppelschlag folgen, so dass die 500 Zuschauer, die sich nach 30 Minuten wie der sichere Sieger sahen, zu zittern begannen. Erst das 5:3 durch den Mann des Tages, Igor Bacek, beruhigte die gequälten Indians-Nerven und schließlich gönnte sich Parker Bowles mit einem Empty-Netter sieben Sekunden vor Spielende noch einen sechsten Scorerpunkt. ZU erwähnen wäre noch, dass Indians-Neuzugang Andrej Strakhov seinen ersten Pferdeturm-Auftritt hatte, gleich im ersten Block spielte und mit einer Null in der Plus/Minuswertung das Spiel beendete. Premiere auch für einen Akteur der Erfurter. Verteidiger Joshua Geuß, Leihgabe der Dresdner Eislöwen, erzielte nicht nur sein erstes Tor für die Black Dragons, sondern auch sein erstes Tor im Erwachsenenbereich.

Tore: 1:0 (09:17) Parker Bowles (Aichinger, Pohanka), 2:0 (12:30) Igor Bacek (Bowles, Pohanka), 3:0 (17:05) Igor Bacek (Bowles, Pohanka 5-4), 4:0 (28:25) Igor Bacek (Bowles, Möller), 4:1 (37:48) Andre Gerartz (Banach, Herrschaft), 4:2 (41:42) Joshua Geuß (Banach, Anders), 4:3 (42:09) Thomas Schmid (Beach), 5:3 (55:01) Igor Bacek (Pohanka, Bowles), 6:3 (59:53) Parker Bowles (Pohanka, Bacek).

EG Diez-Limburg – Krefelder EV U23 9:2 (2:1, 4:1, 3:0)   

Im Kellerduell des heutigen Spieltages waren die Krefelder den heimischen Limburger in fast allen Bereichen unterlegen. Lediglich bei der Fairness waren sie gleichwertig, stehen in der Oberliga mit 8,0 Strafminuten (Limburg: 8,1) auf einem guten dritten Platz. Die Begegnung wurde von beiden Limburger Kontingentspielern Kyle Brothers und Thomas Matheson beherrscht, die beide wieder auf vier Scorerpunkte kamen. Überraschend waren jedoch auch die Punkte dreier Akteure, die sonst nicht so häufig in der Torfolge auftauchen: Lorenzo Valenti (3), Justin Büsing (3), Paul König und Leonhard Korus mit jeweils einem Punkt zeigten, dass auch sie in der Oberliga angekommen sind.

Tore: 1:0 (13:30) Justin Büsing (Brothers, Matheson), 1:1 (16:47) Adrian Grygiel (Onckels, Dreschmann), 2:1 (19:22) Thomas Matheson (Brothers, Büsing), 3:1 (26:50) Lorenzo Valenti (Lehtonen, Krymsky), 4:1 (27:59) Paul König (Lademann, Bettahar), 5:1 (30:00) Steve Slaton (Wellhausen, Valenti), 6:1 (36:29) Leonhard Korus (Lehtonen, Wellhausen 5-4), 6:2 (38:21) Ty Kolle (Grygiel, Schaaf), 7:2 (46:33) Thomas Matheson (Brothers, Bettahar), 8:2 (53:53) Thomas Matheson (Brothers, Büsing), 9:2 (58:52) Niko Lehtonen (Wellhausen, Valenti)

Ausgefallen:

Saale Bulls Halle – Herforder EV

Hammer Eisbären – Herner EV Miners


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