HEV gelingt der erste Sieg4:2-Erfolg gegen Hannover Indians

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Ganze 29 Minuten musste auf den ersten Torerfolg gewartet werden, dennoch konnte auch bis dahin schon das Kampfspiel begeistern. Dann fielen auch die Treffer, sogar vier Stück innerhalb von knapp fünf Minuten. Aber auch eine zwischenzeitliche 2:0- bzw. 3:1-Führung für den HEV brachte noch keine Vorentscheidung, so dass bis 40 Sekunden vor dem Ende um den Erfolg der Gysenberger gebangt werden musste. Für die Erlösung sorgte Aaron McLeod mit einem Empty-Net-Goal.

Von Beginn an machte der Herner EV sofort Druck und erspielte sich gute Chancen. Aber egal ob es Dominik Luft (nach 34 Sekunden), oder Stephan Kreuzmann, Thomas Dreischer und Aaron McLeod (jeweils dritte Minute in Überzahl) versuchten, Boris Ackers im Indians Gehäuse ließ sich nicht überwinden. Erst ab der sechsten Minute bekam bei der ersten Gäste-Überzahl auch HEV-Keeper Michel Weidekamp einiges an Arbeit. Danach ging es aber weiter mit Herner Angriffen und Chancen und gelegentlichen Kontern der Indians.

Zu Beginn des zweiten Abschnitts gab es zuerst Powerplay-Druck der Hannoveraner, dann aber wieder Herner Chancen, z.B. durch Sam Verelst (26.) und Aaron McLeod (29.) – und dann platzt der Knoten. Genau 29 Minuten sind gespielt. Thomas Dreischer schafft es von der rechten Seite aus irgendwie den Puck in der kurzen unteren Ecke zwischen Torwartschienen und Pfosten hindurch zu stochern. Der Bann ist gebrochen, die 1:0-Führung steht auf der Anzeigentafel und es sollte noch besser kommen. Ganze 35 Sekunden später gelingt Dominik Luft nicht nur das 2:0 sondern auch ein Traumtor, als er aus der Drehung heraus mit der Rückhand den Puck im Tor der Indians versenkt. Aber die Gäste schlagen zurück und kommen in der 32. Minute zum Anschlusstreffer, um weitere zwei Minuten später das 3:1 des Herner EV zu kassieren. Es war Brad Snetsinger, der aus dem Handgelenk den Puck unter Boris Ackers durchschiebt. Damit war die Torproduktion aber erst einmal wieder unterbrochen.

In den letzten 20 Minuten versuchten die Indians besser in die Partie zu kommen und hatten auch einige Möglichkeiten. Zudem wurde die Begegnung nun noch verbissener. In der 49. Minute gab es einige Reibereien und eine längere Beratung des Schiedsrichtergespanns. Als Ergebnis kamen einige Strafzeiten heraus, darunter eine Matchstrafe gegen Hannovers Kapitän Branislav Pohanka wegen unsportlichen Verhaltens. Das Spielgericht wird sich mit dem genauen Sachverhalt zu beschäftigen haben. Der HEV hatte in der Folgezeit weitere Chancen durch Aaron McLeod oder Lorenzo Maas. Aber als Christian Nieberle in der 56. Minute die Entscheidung auf dem Schläger hatte und scheiterte, machten es die Indians im Gegenzug besser und verkürzten auf 3:2. Damit war die finale Spannung da, vor allem in den letzten 100 Sekunden. Auszeit Hannover, bei 1:25 zu spielender Zeit die Herausnahme des Keepers – und dann 40 Sekunden vor der Schlusssirene die Befreiung. Aaron McLeod erkämpft sich die Scheibe, zieht vor das leere Tor der Indians und schiebt ein zum 4:2-Endstand.

Tore: 1:0 (29:00) Dreischer (Kreuzmann, McLeod/5-4), 2:0 (29:35) Luft (Hauptig, Verelst), 2:1 (31:48) Grass (Pohanka), 3:1 (33:41) Snetsinger (Verelst, Luft), 3:2 (55:13) Valasek (Peleikis, Gosdeck), 4:2 (59:20) McLeod (Kreuzmann/ENG). Strafen: Herne 12, Hannover 12 + Matchstrafe (Pohanka). Zuschauer: 1121.


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