HEV besiegt Neuwied im TopspielHerne gewinnt mit 6:3

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Der Herner EV ist weiterhin zu Hause kaum zu bezwingen. In einem starken Spiel gewannen die Gysenberger mit 6:3 (1:1, 3:0, 2:2) und überholten somit auch in der Tabelle den EHC Neuwied. Jakub Rumpel glänzte mit vier Punkten und auch der Neuzugang Jan Niklas Pietsch trug sich direkt in die Torschützenliste ein.

1125 Zuschauer sahen tolles Eishockey am Gysenberg und einen HEV, der sich trotz Ausfällen so präsentierte, wie man es in den letzten Wochen gewohnt war. Ein Spiel, das sicherlich mehr Zuschauer verdient gehabt hätte, startete von Beginn an munter und die Herner kamen, auch begünstigt durch zwei Überzahlsituationen, gut ins Spiel. Bereits in den ersten Minuten sahen die Zuschauer starke Kombinationen und ein Powerplay, das den Gästegoalie immer wieder vor Probleme stellte. Neuwied überstand diese Phase jedoch und kam sogar durch einen abgefälschten Schuss von der blauen Linie zur 1:0-Führung. Doch nur zwei Minuten später zeigte Jakub Rumpel den Willen zum Ausgleich. Beim ersten Versuch scheiterte er noch nach einer tollen Kombination, doch nur wenige Sekunden später versenkte er Puck nach einer Kopie der ersten Szene zum 1:1-Ausgleich. Für den Rest des ersten Drittels erspielte sich der Herner EV zwar mit tollen Kombinationen weitere Chancen, kam aber zu keinem weiteren Torerfolg.

Im zweiten Drittel ging es dann jedoch schnell. Erneut zeigt Jakub Rumpel einen tollen Antritt und wurde bestens von Sam Verelst bedient. Das Ergebnis war die 2:1-Führung in der 22. Minute. Nun sollten die Special Teams in den Vordergrund rücken und auf Herner Seite taten Sie dies in beeindruckender Weise. Zunächst traf Thomas Dreischer mit einem Hammer von der blauen Linie direkt in den Winkel und nicht einmal vier Minuten später traf auch Thomas Richter im Powerplay. Mit einem 4:1 ging es zum zweiten Mal in die Kabine.

Der Spielstand sorgt zwar für eine gewisse Beruhigung, jedoch ist im Eishockey nichts unmöglich. So hatte auch der EHC dieses Spiel noch nicht abgeschrieben und versuchte nach Möglichkeiten das Spiel noch zu drehen. Der HEV agierte jedoch clever und blieb selbst gefährlich. In der 48. Minute war es jedoch erneut ein abgefälschter Schuss, der Michel Weidekamp keine Chance ließ. Der junge Goalie auf Herner Seite spielte fehlerfrei und entschärfte mit Ruhe viele Neuwieder Chancen. So blieb auch das Spiel der gesamten Mannschaft ruhig und abgeklärt und man wartete auf seine Chancen. Diese kamen und wurden auch in der 54. Minute genutzt. Zunächst traf der Neuzugang Jan Niklas Pietsch in Überzahl mit einem überlegten Schlenzer von der blauen Linie und nur 34 Sekunden später kam auch Aaron McLeod zu seinem Powerplay-Treffer. Der HEV traf an diesem Abend in vier von elf Überzahlsituationen und blieb zusätzlich bei allen fünf Unterzahlsituationen ohne Gegentreffer.

Neuwied traf zwar noch einmal in der 56. Minute und nahm 80 Sekunden vor Schluss den Torhüter vom Eis, gefährlich wurde es jedoch nur noch für das leere Gästetor. So gewann der HEV ein weiteres, wichtiges Spiel im Kampf um die Play-off-Plätze und Coach Frank Petrozza freute sich bei der Pressekonferenz für und mit seiner Mannschaft. Er sprach ihr erneut ein großes Kompliment aus. Auch der Neuzugang aus Duisburg fügte sich hervorragend in die gut funktionierende Mannschaft ein. Der Gästetrainer Craig Streu analysierte das Spiel sportlich und gratulierte zum verdienten Sieg, haderte seinerseits jedoch mit den eigenen Special Teams, die an diesem Abend in einem fairen Spiel den Unterschied machten.

Man befindet sich nun punktgleich mit dem Tabellendritten auf dem fünften Platz und hat bei einem Spiel mehr sechs Punkte Abstand auf den derzeitigen Neunten, die Wohnbau Moskitos Essen. Am Sonntag geht nun die Reise nach Erfurt zu den Black Dragons, bevor diese am nächsten Freitag um 20 Uhr zum Gysenberg kommen.

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