Herner EV übernimmt die Tabellenführung Leipzig stolpert in Hamburg

Die Saale Bulls Halle spielten wie angekündigt in speziellen Trikots um ein Zeichen für Demokratie und Menschenwürde zu setzen. (Foto: TKH Photography)Die Saale Bulls Halle spielten wie angekündigt in speziellen Trikots um ein Zeichen für Demokratie und Menschenwürde zu setzen. (Foto: TKH Photography)
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Somit übernahmen die Hannover Scorpions Platz zwei hinter Herne und vor Leipzig und Tilburg. Rostock kassierte gegen die Scorpions eine Heimniederlage, profitierte aber noch von dem großen Vorsprung von sechs Punkten und konnte somit Platz fünf halten. Dahinter folgen nun Essen, Hamburg und Halle, die allesamt ihre Spiele gewinnen konnten, wobei die Crocodiles und die Hallenser sogar ein Zu-Null-Spiel hinlegten. Auf Rang neun befinden sich noch die Krefelder, die den Erfurtern zu ihrem ersten Saisonerfolg verhalfen und die somit jetzt Rang zehn einnehmen. Auf elf folgt, die bisher negative Überraschung im Norden, die Hannover Indians. Während die Abwehr noch gut mithält, zeigt sich deren Sturm im Augenblick mehr als laues Lüftchen. Umgekehrt beim neuen Letzten aus Duisburg. Der Sturm hält halbwegs mit, dafür zeigt sich die Verteidigung so löchrig wie einer Schweizer Käse.

Füchse Duisburg – Moskitos Essen 2:6 (0:3, 0:1, 2:2)

Es war Derby und so kamen in die Duisburger Eisarena immerhin mal mehr als 1300 Zuschauer. Die Gäste erfreuten sich am Spiel ihrer Mannschaft, während die Duisburger Fans nur konsterniert zuschauen konnten. Bereits im ersten Drittel wurde das Spiel entschieden, als die Essener Julian Airich (4.), Enrico Saccomani (11.) und Lars Grözinger (12.) für eine klare Gästeführung sorgten, wobei Füchse-Goalie dreimal schlecht aussah, aber auch die Vorderleute viele Fehler machten. Das vierte Tor des Tages erzielten die Moskitos, in diesem Fall durch Stephan Kreuzmann (28.). Ricco Ratajczyk ließ kurzfristig die Duisburger Hoffnungen in der 44. Minute aufleben, aber Niklas Hildebrand sorgte mit einem persönlichen Doppelpack in der 47. und 51. Minute für klare Verhältnisse. Den Toreabschluss des Tages stellte Steven Deeg in der 55. Minute her.

Krefelder EV U23 – Black Dragons Erfurt 3:5 (0:2, 3:3, 0:0)

Der Spieler des Tages war eindeutig Erfurts Sean Fischer. Der Allrounder besorgte mit drei Toren in der 10., 19. und 26. Minute den Sieg seiner Erfurter beim Krefelder Neuling. Die weiteren Gästetore markierten Marcel Weise (37.) und Milan Kostourek (40.). Die kampfkräftigen Krefelder konnten sich trotz der Niederlage immerhin an ihrem Powerplay erfreuen, lagen sie am Ende doch bei 50 Prozent Erfolgsquote. Die Tore des KEV schossen Erik-Tom Bappert (21.), Adam Kiedewicz (23.) und Michael Jamieson (24.).

Crocodiles Hamburg – Icefighters Leipzig 2:0 (0:0, 0:0, 2:0)

Das war die Überraschung des Tages. Vor begeisterten 1116 Zuschauern besiegten die Crocodiles mit viel Geduld die bis dahin torhungrigsten Mannschaft der Oberliga Nord mit 2:0, wobei sich Keeper Niklas Zoschke, eine Lausitzer Leihgabe, der für den verletzten Kai Kristian im Tor stand, sogar einen Shut-out holte. In der äußerst fairen Begegnung mit insgesamt nur acht Strafminuten schoss Thomas Zuravlev (47.,60.) beide Tore, letztes per Empty-Netter.

Saale Bulls Halle – EC Hannover Indians 1:0 (0:0, 0:0, 1:0)

Für die Magerkost des Spieltages sorgten Halle und die Indians. Ein ganzes Törchen fiel, und das auch noch im Powerplay, als Michal Bezouska (42.) die berühmte Lücke fand und den heute tadellosen Philip Lehr im Indians-Tor überwand. Während sich Halles Trainer Herbert Hohenberger über die drei Punkte und effektivem Spiel seiner Mannschaft freuen konnte, werden die Fragezeichen bei den Indians immer größer. Erneut lag man am Ende bei der Torschussstatistik vorne, diesmal mit 33:24 und wieder traf man nicht. Mit fünf Toren hat man die schlechtestes Sturmleistung der gesamten Liga aufzuweisen und bei den Special Teams gab es beim Powerplay, in dieser Begegnung wurden nur sechs Strafminuten vergeben, wie auch Penaltykilling null Prozent Erfolgsquote.

Rostock Piranhas – Hannover Scorpions 2:4 (1:1, 0:3, 1:0)

Mit den Scorpions kam ein Spitzenteam an die Ostsee, das Wetter war nicht zu schlecht und trotzdem kamen nur 955 Interessierte. Dabei haben die Piranhas bis jetzt für gute Leistungen und überraschende Punktgewinne gesorgt, gezeigt, dass ihr spät zusammengestellter Kader mehr als oberligatauglich ist. Die Scorpions dagegen zeigten, dass ihre Tore nicht nur von Schmid (31.), Bombis, Schütt & Co. produziert und erzielt werden, sondern dass sie auch weitere Scharfschützen haben. Zum einen Ralf Ringe, der den ersten Tagesangriff nach 23 Sekunden bereits abschloss, Christoph Koziol, den Altmeister, der in der 32. Minute traf und natürlich Mike Robinson, dem in der 39. Minute immerhin sein erstes Saisontor gelang zum Zwischenstand 4:1. Für die kämpferisch stark auftretenden Piranhas waren Tom Pauker (18.) und Jonas Gerstung (59.) erfolgreich.

Herner EV – Tilburg Trappers 4:3 (0:1, 3:0, 1:2)

Das Spitzenspiel des Tages, vor der Herner Rekordkulisse von 1607 Zuschauern, ging hauchdünn an den frischgebackenen Tabellenführer, der zusammen mit den Hannover Scorpions noch verlustpunktfrei ist. Auch diese Partie war erfrischend fair, insgesamt wurde von Schiedsrichter Marc-Andre Naust nur 16 Strafminuten ausgesprochen. Im ausgeglichenen ersten Drittel hatten die Tilburger das Glück, in der zehnten Minute durch Kilian van Gorp in Führung zu gehen. In den zweiten zwanzig Minuten übernahm Herne das Kommando, spielte sehr druckvoll und traf gleich dreimal. Denis Fominych (24.), Christoph Ziolkowski (25.) und Nils Liesegang (32.) machten aus dem 0:1 ein klares 3:1. Im letzten Drittel erhöhten die Niederländer natürlich die Schlagzahl und glichen zunächst aus. In der 49. Minute schoss Jordy Verkiel das zweite Tilburger Tor, in der 54. Minute traf Janne de Bonth zum Ausgleich. Die Freude der Trappers hielt jedoch nur 27 Sekunden, dann erzielte Patrick Asselin (54.) die erneute Führung des HEV, die dieser nicht mehr hergab.

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