Herner EV: Tobias Stolikowski zieht positives ZwischenfazitTrainer der Gysenberger im Interview

Tobias Stolikowski ist Trainer des Herner EV. (Foto: Niklas Bröckel/Hannover Scorpions)Tobias Stolikowski ist Trainer des Herner EV. (Foto: Niklas Bröckel/Hannover Scorpions)
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Herr Stolikowski, wie lautet das Dezember-Fazit für den Herner EV?

Stolikowski: „Mit nur fünf Siegen in elf Spielen leicht negativ. Obwohl es hätte besser verlaufen können, sind wir zufrieden, haben ja den Anschluss an die Verfolger um Platz zwei hergestellt. Außerdem gab es eine Trainerumstellung, was für viele jüngere Spieler Neuland darstellte. “

Es gab im Dezember zum Teil auch überraschende Niederlagen. So zum Beispiel gegen die Hammer Eisbären, gegen die aber nicht nur der HEV, sondern auch die Hannover Indians zu Hause unterlagen, in diesem Fall sogar klar.

Stolikowski: „Ja, aber man kann die Hammer auch nicht mehr mit dem Team der Vorjahre vergleichen. Sie haben eine tolle Entwicklung hingelegt und sind auf keinen Fall zu unterschätzen. Außerdem hatten wir gegen Hamm nur eine kleine Kapelle auf dem Eis, gerade einmal zweieinhalb Reihen. Uns fehlte am Ende einfach auch die Power.“

Vor vier Wochen gab es die Probleme mit dem Bus. Wie waren die Nachwirkungen bis heute einzuschätzen?

Stolikowski: „Wir hatten damals ein paar Probleme, weil Abgase unglücklicherweise in den Bus gelangt sind. Daraufhin gab es ein paar Ausfälle, aber das ist längst vorbei und unsere aktuelle Krankenliste hat damit nichts mehr zu tun.“

Obwohl Tabellenletzter sind die Krefelder immer wieder für Überraschungen gut, wie zum Beispiel gegen Leipzig. Auch der HEV tat sich beim 8:4 schwer.

Stolikowski: „Im ersten Drittel war es nicht leicht, aber dann haben wir aus unseren Chancen Tore gemacht und das Spiel letzten Endes verdient gewonnen.“

Von den Hannover Indians kam Elvijs Biezais nach Herne. Wie ist Ihr Eindruck?

Stolikowski: „Elvijs ist ein guter, kompakter Spieler, der zu den besten der Oberliga gehört. Wir sind sehr zufrieden mit ihm und freuen uns, dass er bei uns unter Vertrag steht.“

Der Januar beginnt mit dem schweren Spiel in Hamburg. Haben die Herner Siegchancen?

Stolikowski: „In Hamburg wird es extrem schwer. Man hat aber auch gesehen, dass es zwischen den Crocodiles und den Scorpions zum Beispiel einen ziemlichen Unterschied gibt, wie man beim 6:3 nach 0:3-Rückstand gesehen hat. Trotzdem: Wir werden die Hamburger, gerade auch in deren Stadion, nicht unterschätzen.“

Ein Wort zu den Special-Teams. Der HEV gehört mit 26,5 Prozent im Powerplay zu den Top drei im Norden. Im Penaltykilling mit nur 76,1 Prozent zu den fünf schwächsten. Woran liegt es?

Stolikowski: „Das sieht nur so aus. Als ich kam, lagen wir unter bei unter 70 Prozent. Wir sind jetzt auf einem guten Weg, wollen natürlich die 80 Prozent-Marke bald erreichen.“

Was sagen Sie zu den Strafzeitenstatistiken in dieser Saison. Vor einigen Jahren hätten 12,4 Minuten pro Spiel locker für Platz eins gereicht, heute stehen die Duisburger auf dem letzten Platz. Sie als früherer Verteidiger, was meinen Sie dazu?

Stolikowski: „Einerseits sind es neue Regeln und deren Auslegungen. Dazu kommen die Spielerveränderungen. Vieles ist athletischer und schneller geworden, so dass sich das Spiel insgesamt verändert hat. Außerdem haben sich auch die Trainer und deren anvisierte Spielsysteme geändert, so dass die heutigen Werte erklärbar sind.“

Eine Frage zu den drei Ausländern, die in dieser Saison in der Oberliga erlaubt sind. Die einen, wie z.B. Herne oder die Scorpions, spielen mit drei Stürmern, andere nur mit zweien und einem Verteidiger. Welche Überlegungen gab es hierzu im Vorfeld?

Stolikowski: „Da kann ich natürlich nicht viel zu sagen, weil, als ich hierher kam, die Kontingentpositionen mit Stürmern besetzt waren. Wichtig ist natürlich, wie es mit der Qualität der einheimischen Spieler aussieht. Das ist von Standort zu Standort und deren Spielphilosophie unterschiedlich.“

Zu den Torhütern. Sie haben vier zur Auswahl, Björn Linda ist die Nr. 1. Zuletzt stand häufiger Finn Becker zwischen den Pfosten. Hat er sich als Back-up gegen Lennart Brunnert und Max Drücker positioniert?

Stolikowski: „Finn Becker ist ein sehr talentierter Torhüter aus Iserlohn, der zusammen mit Linda ein hervorragendes Gespann abgibt. Die beiden letzteren, Brunnert und Drücker, haben ebenfalls viel Talent, werden von uns mit viel Geduld an das Profispiel herangeführt.“

Nach dem aktuellen Ranking würden Sie in den Play-offs als Dritter gegen den EC Peiting aus dem Süden spielen. Wie ist Ihre Einschätzung? 

Stolikowski: „Der Süden ist sicherlich stark, hat nicht umsonst in den letzten Jahren den Aufsteiger gestellt. Trotzdem gehen wir im März selbstbewusst in die anstehende Serie. Ob es Peiting letztendlich wird, weiß man natürlich nicht, aber sollte es so sein, werden wir diesen Verein auf keinen Fall unterschätzen.“ 


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