Herner EV steht als erster Nord-Finalteilnehmer festScorpions und Crocodiles müssen am Dienstag nachsitzen

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Überhaupt scheinen die Herner ein Play-off-Team zu sein. Bereits bei den letzten Play-offs vor zwei Jahren warfen sie, zur allgemeinen Überraschung der Fachleute, die höher eingeschätzten Regensburger und Peitinger raus, ehe sie dann mit 2:3 Niederlagen gegen Tilburg den Kürzeren zogen. Somit wurde dieses Wundmal beseitigt. Wer wartet mit Finale? Diese Frage wird am Dienstag beantwortet werden, wenn die Hannover Scorpions im finalen dritten Spiel in eigener Halle auf die Crocodiles treffen. In der Hauptrunde gelang ein 7:1, Spiel zwei fiel aus und jetzt nur ein mühevolles 6:5. Die Scorpions sind leichter Favorit, sollten die Hamburger aber nicht auf die leichte Schulter nehmen.

Crocodiles Hamburg – Hannover Scorpions 3:2 (2:1, 1:1, 0:0)

Der Nordmeister muss in die Verlängerung. Das hatte man sich sicherlich in Mellendorf anders vorgestellt, aber vielleicht hat es ja auch den Vorteil, dass man sich eingespielt auf den Herner EV vorbereiten kann. Die Niederlage in Hamburg ist schwer zu analysieren. Beide Teams zeigten ein hartes, kämpferisches, aber bei insgesamt nur acht Zeitstrafen mit 16 Strafminuten, ein äußerst faires Halbfinale. Auch der vermeintliche Nachteil der Scorpions, nicht mit dem Stammkeeper Brett Jaeger in die Partie gesehen zu können, war nicht unbedingt ein Nachteil. Sein Back-up Ansgar Preuß zeigte sich wie üblich nervenstark und war kaum schwächer als sein Pendant Kai Kristian. Auch am Überzahlspiel lag es nicht richtig, denn beide kamen auf 50 Prozent Quote. So war es wahrscheinlich ein Quäntchen mehr Glück, dass die berühmte Glücksgöttin letztendlich über die Elbestädter ausschüttete. Die Scorpions gingen zwar in der siebten Minute durch Mario Valery Trabucco in Führung, mussten aber in der 13. Minute den Ausgleich hinnehmen, als Hamburgs Topscorer Dominik Lascheit in Überzahl das 1:1 markierte. Tor Nr. zwei in Überzahl machte dann Adam Domogalla genau 39 Sekunden vor Drittelende. Dass auch die Scorpions ihr Überzahlspiel beherrschen, bewiesen sie in der 30. Spielminute, als Patrick Schmid eine Strafe von Vojtech Suchomer ausnutzte. Die Scorpions konnten sich jedoch nicht lange über den Ausgleich freuen. Bereits in der 32. Minute traf Victor Östling nach Vorarbeit von Dennis Reimer zum spielentscheidende 3:2. Dass damit beide Mannschaften bereits die Torproduktion beendeten, konnte natürlich niemand wissen, aber dieses Ende hatte auch etwas mit der kämpferischen Defensivarbeit und den exzellenten Leistungen von beiden Keepern, Kai Kristian (Hamburg) und Ansgar Preuß (Scorpions) zu tun.

Herner EV – Tilburg Trappers 3:0 (0:0, 1:0, 2:0)

Nicht nur, dass der einstige Angstgegner der Tilburger die Oberhand über den niederländischen Nord-Serienmeister behielt, es war auch Demonstration der defensiven Stärke. In der Vorrunde hatten die Tilburger noch die Nase mit 2:1 Siegen (7:1, 6:3, 1:3 = 14:7) vorne und jetzt gelang ihnen in 120 Spielminute nur ein kümmerliches Törchen. Lediglich Raymond van der Schuit schaffte es, die Herner Defensive um Keeper Björn Linda zu bezwingen und das ist kein gutes Zeichen für den aktuellen Nordmeister Hannover Scorpions, hatten die doch mit den Hernern auch schon ihre liebe Mühe. Den Tilburgern kann man aber eines nicht vorwerfen: Dass sie ihre Sache nicht ernst nahmen. Sie deckten Linda mit 41:26 Torschüssen ein und sahen bei drei Kontern nicht gerade glücklich aus. Schon im ersten Drittel konnte einem um Herne angst und bange werden. Tilburg kam auf 16:6 Schüsse, aber es stand nach 20 Minuten weiterhin 0:0. In der 29. Minute dann das erste Tor im Spiel, aber von Herner Seite. Valentin Pfeifer überwand Ian Meijerdres im Trappers-Kasten. Im letzten Drittel schwanden langsam die Kräfte der Tilburger. Herne konnte das Geschehen offenhalten und war auch im Zielen glücklicher. Patrick Asselin (45.) und Denis Fominych (53.) trafen zum 3:0 und schickten ihren HEV auf Finalkurs. 


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