Herner EV steht als erster Nord-Finalteilnehmer festScorpions und Crocodiles müssen am Dienstag nachsitzen

(Foto: dpa)(Foto: dpa)
Lesedauer: ca. 2 Minuten

Überhaupt scheinen die Herner ein Play-off-Team zu sein. Bereits bei den letzten Play-offs vor zwei Jahren warfen sie, zur allgemeinen Überraschung der Fachleute, die höher eingeschätzten Regensburger und Peitinger raus, ehe sie dann mit 2:3 Niederlagen gegen Tilburg den Kürzeren zogen. Somit wurde dieses Wundmal beseitigt. Wer wartet mit Finale? Diese Frage wird am Dienstag beantwortet werden, wenn die Hannover Scorpions im finalen dritten Spiel in eigener Halle auf die Crocodiles treffen. In der Hauptrunde gelang ein 7:1, Spiel zwei fiel aus und jetzt nur ein mühevolles 6:5. Die Scorpions sind leichter Favorit, sollten die Hamburger aber nicht auf die leichte Schulter nehmen.

Crocodiles Hamburg – Hannover Scorpions 3:2 (2:1, 1:1, 0:0)

Der Nordmeister muss in die Verlängerung. Das hatte man sich sicherlich in Mellendorf anders vorgestellt, aber vielleicht hat es ja auch den Vorteil, dass man sich eingespielt auf den Herner EV vorbereiten kann. Die Niederlage in Hamburg ist schwer zu analysieren. Beide Teams zeigten ein hartes, kämpferisches, aber bei insgesamt nur acht Zeitstrafen mit 16 Strafminuten, ein äußerst faires Halbfinale. Auch der vermeintliche Nachteil der Scorpions, nicht mit dem Stammkeeper Brett Jaeger in die Partie gesehen zu können, war nicht unbedingt ein Nachteil. Sein Back-up Ansgar Preuß zeigte sich wie üblich nervenstark und war kaum schwächer als sein Pendant Kai Kristian. Auch am Überzahlspiel lag es nicht richtig, denn beide kamen auf 50 Prozent Quote. So war es wahrscheinlich ein Quäntchen mehr Glück, dass die berühmte Glücksgöttin letztendlich über die Elbestädter ausschüttete. Die Scorpions gingen zwar in der siebten Minute durch Mario Valery Trabucco in Führung, mussten aber in der 13. Minute den Ausgleich hinnehmen, als Hamburgs Topscorer Dominik Lascheit in Überzahl das 1:1 markierte. Tor Nr. zwei in Überzahl machte dann Adam Domogalla genau 39 Sekunden vor Drittelende. Dass auch die Scorpions ihr Überzahlspiel beherrschen, bewiesen sie in der 30. Spielminute, als Patrick Schmid eine Strafe von Vojtech Suchomer ausnutzte. Die Scorpions konnten sich jedoch nicht lange über den Ausgleich freuen. Bereits in der 32. Minute traf Victor Östling nach Vorarbeit von Dennis Reimer zum spielentscheidende 3:2. Dass damit beide Mannschaften bereits die Torproduktion beendeten, konnte natürlich niemand wissen, aber dieses Ende hatte auch etwas mit der kämpferischen Defensivarbeit und den exzellenten Leistungen von beiden Keepern, Kai Kristian (Hamburg) und Ansgar Preuß (Scorpions) zu tun.

Herner EV – Tilburg Trappers 3:0 (0:0, 1:0, 2:0)

Nicht nur, dass der einstige Angstgegner der Tilburger die Oberhand über den niederländischen Nord-Serienmeister behielt, es war auch Demonstration der defensiven Stärke. In der Vorrunde hatten die Tilburger noch die Nase mit 2:1 Siegen (7:1, 6:3, 1:3 = 14:7) vorne und jetzt gelang ihnen in 120 Spielminute nur ein kümmerliches Törchen. Lediglich Raymond van der Schuit schaffte es, die Herner Defensive um Keeper Björn Linda zu bezwingen und das ist kein gutes Zeichen für den aktuellen Nordmeister Hannover Scorpions, hatten die doch mit den Hernern auch schon ihre liebe Mühe. Den Tilburgern kann man aber eines nicht vorwerfen: Dass sie ihre Sache nicht ernst nahmen. Sie deckten Linda mit 41:26 Torschüssen ein und sahen bei drei Kontern nicht gerade glücklich aus. Schon im ersten Drittel konnte einem um Herne angst und bange werden. Tilburg kam auf 16:6 Schüsse, aber es stand nach 20 Minuten weiterhin 0:0. In der 29. Minute dann das erste Tor im Spiel, aber von Herner Seite. Valentin Pfeifer überwand Ian Meijerdres im Trappers-Kasten. Im letzten Drittel schwanden langsam die Kräfte der Tilburger. Herne konnte das Geschehen offenhalten und war auch im Zielen glücklicher. Patrick Asselin (45.) und Denis Fominych (53.) trafen zum 3:0 und schickten ihren HEV auf Finalkurs. 

Florian Kraus kommt aus Hamm
Verstärkung für die Defensive der Rostock Piranhas

​Die Rostock Piranhas werden sich zur kommenden Saison mit Florian Kraus verstärken. ...

„Torhüter der Saison“ kommt aus Lindau
Rostock Piranhas verpflichten mit Lucas Di Berardo

​Die Rostock Piranhas haben für die kommende Spielzeit Torhüter Lucas Di Berardo verpflichtet. Der gebürtige Mannheimer kommt vom EV Lindau Islanders und wurde als „...

Junger Torhüter kommt vom KEV-Oberligateam
Nils Kapteinat komplettiert Torhütergespann der Crocodiles Hamburg

​Die Crocodiles Hamburg haben mit Nils Kapteinat einen jungen Torhüter verpflichtet. Der 21-Jährige wechselt vom Krefelder EV 1981 an die Elbe und erhält einen Vertr...

Fünfte und sechste Saison am Gysenberg
Marcus Marsall stürmt weitere zwei Jahre für den Herner EV

​Der Herner EV hat auch den Vertrag mit Marcus Marsall um zwei weitere Jahre verlängert. Der Leistungsträger und Vize-Kapitän geht damit bereits in seine fünfte und ...

Der nächste Abgang steht fest
Icefighters Leipzig: Patrick Fischer beendet Eishockeykarriere

​Ein weiterer langjähriger Spieler der Icefighters Leipzig kündigt das Ende seiner aktiven Laufbahn an. Patrick Fischer stand in 319 Pflichtspielen im Trikot des Obe...

Neuzugang von den Dresdner Eislöwen
Transfer-Coup: Rostock Piranhas holen Kevin Lavallée

​Mit der Verpflichtung von Kevin Lavallée ist den Rostock Piranhas ein Transfer-Coup gelungen. ...

Neuzugang von den Hammer Eisbären
Tom Lorer wird ein Herforder Ice Dragon

​Die Verantwortlichen des Herforder EV vermelden mit Tom Lorer den zweiten Neuzugang für die kommende Saison. Der 20-Jährige wechselt vom Westfalenkonkurrenten Hamme...

Sven Gerike wird Geschäftsführer
EXA Icefighters Leipzig starten als GmbH in eine neue Ära

​Am 5. Oktober 2020 wurde es bereits verkündet: Neue Gesellschafter und optimierte Strukturen sollen die EXA Icefighters Leipzig in die Zukunft führen. Aus der IceFi...

Oberliga Nord Playoffs