Herner EV setzte sich im Spitzenspiel gegen Tilburg durchKantersieg von Erfurt – Limburg überrascht in Leipzig

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Diese niederländische Schwäche nutzten die direkten Konkurrenten aus Halle und Mellendorf, um ihre Spitzenpositionen zu festigen. Da Herne und, das überraschte am meisten, Leipzig in die Verlängerung mussten, waren im Fernduell die Indians die lachenden Sieger, zogen mit ihrem fünften Auswärtssieg aus den letzten sechs Spielen wieder etwas davon. Hamburg kassierte eine zu erwartende Niederlage in Halle, hat aber wie Herne noch drei Nachholspiele, so dass sich die Tabelle noch merklich verschieben kann. Im Kampf um Platz acht zeigten sich die Erfurter als äußerst bissig, ließen Essen abblitzen und verschafften damit Herford und Rostock etwas Luft.

Saale Bulls Halle – Crocodiles Hamburg 6:2 (1:0, 3:1, 2:1)

Ein verdienter Sieg des Tabellenführers, der wieder einmal die besten Kräfte in seiner ersten Linie hatte. Dieser Block in der Besetzung Sturm, Niemelä, Grosse, Vihavainen und Valasek erzielte vier der sechs Tore und gab sieben von elf Assist. Die restlichen Punkte steuerte der zweite Block bei. Beeindruckend bei beiden Mannschaften, dass sie gerade einmal über der Spielmindestanzahl verfügten. Die Bulls traten mit 13 Feldspielern an, Hamburg lediglich mit 12. Die Crocodiles gefielen, weil sie sich nicht hinten einigelten und sich erst nach dem fünften Gegentor in der 52. Spielminute endgültig geschlagen gaben.

Tore: 1:0 (00:29) Lukas Valasek (Niemelä, Sturm), 2:0 (23:51) Lukas Valasek (Hoffmann, Vihavainen), 2:1 (32:48) Thomas Gauch (Tramm, Domogalla), 3:1 (34:39) Joonas Niemelä (Vihavainen, Grosse), 4:1 (35:23) Sergei Stas (Schmid, Pfennings), 4:2 (41:59) Maximilian Schaludek (Suchomer, Domogalla), 5:2 (51:18) Lukas Valasek (Niemelä), 6:2 (55:34) Patrick Schmid (Stas, Sturm)

Herner EV Miners – Tilburg Trappers 5:4 (0:0, 2:1, 2:3, 1:0) n.P. 

Das war eine Niederlage die weh tat, absolut unnötig war. Wieder führten die Tilburger kurz vor Schluss, wie vor einigen Wochen bei den Indians, um gleich danach den Ausgleich und in der Overtime das 4:5 zu kassieren. Dabei hatten sie leichte Vorteile, hatten am Ende ein Schussverhältnis von 45:34 aufzuweisen und mit Brett Bulmer einen Torjäger aufzuweisen, der sogar in Unterzahl scoren konnte. Die Herner, die kämpferisch an ihr Limit gingen, hatten dafür einen Kevin Orendorz (4 Punkte; 3 Tore) in ihren Reihen, der am Ende auch die nervliche Kraft besaß, um im Penaltyschießen seinen Farben den Zusatzpunkt zu ermöglichen. Wie emotional das Spiel durchweg war, zeigte die erste Strafe gegen beide Teams (Bulmer, Fominych), die bereits nach sechs Sekunden ausgesprochen wurde, jedoch keine Konsequenz nach sich zog.

Tore: 0:1 (32:30) Max Hermens (K. Bruijsten, Bulmer), 1:1 (35:50) Kevin Orendorz (Nils Liesegang, Marsall 5-4), 2:1 (37:43) Michel Ackers (Orendorz, Wilenius 5-4), 2:2 (41:06) Brett Bulmer (van der Schuit, Vogelaar 5-4), 2:3 (49:14) Brett Bulmer (4-5), 3:3 (53:50) Kevin Orendorz (Wilenius, Marsall), 3:4 (56:18) Max Hermens (Bison, Stempher), 4:4 (56:29) Denis Fominych (Swinnen, Liesegang), 5:4 (65:00) Kevin Orendorz (PEN). 

Rostock Piranhas – EC Hannover Indians 1:4 (1:2, 0:0, 0:2)  

Ein klarer Erfolg der Indians, die damit ihre Auswärtsstärke wiederum unter Beweis stellten. Von den letzten sechs Partien konnten fünf gewonnen werden, lediglich im Lokalderby zogen die Indians den Kürzeren. Im Gegensatz zur ersten Partie in Rostock (6:4) funktionierte bei den Gästen diesmal die Defensive und die taktische Einstellung. Vor leider leeren Rängen gingen die Rostocker zwar schnell in Führung, aber die Rothäute drehten das Ergebnis schon im ersten Drittel. Dann musste Indians-Coach Lenny Soccio seinen Keeper Jan Dalgic gegen David Miserotti-Böttcher tauschen und dieser hielt im zweiten Drittel die Führung fest. In den letzten zwanzig Minuten beherrschten die Indians wieder das Geschehen, so dass sie als klarer Sieger das Eis verließen. Herausragend bei den Indians die Powerplaystärke mit 50 Prozent Erfolgsquote sowie Keeper Miserotti-Böttcher (100 Prozent Fangquote). Bei Rostock überzeugte lediglich der Ex-Indian im Tor Lukas Schaffrath, der trotz der vier Gegentore auf 93,3 Prozent kam.

Tore: 1:0 (02:03) Gianluca Balla (Koziol, Seckel), 1:1 (15:10) Jayden Schubert (Möller, Palka), 1:2 (17:11) Parker Bowles (Pohl, Hertel), 1:3 (47:58) Kyle Gibbons (Schubert, Pohanka 5-4), 1:4 (59:22) Robin Palka (Mieszkowski, Möller 5-4)

Hannover Scorpions – Hammer Eisbären 4:0 (1:0, 2:0, 1:0)  

Ein klarer und deutlicher Erfolg des Favoriten, der sich lediglich vorwerfen lassen muss, vor den zugelassenen 500 Zuschauern viel zu wenig aus seinen Möglichkeiten gemacht zu haben. Allerdings war schnell klar, dass die Hammer von einer Niederlage ausgegangen waren und lediglich versuchen wollten, die Höhe in Grenzen zu halten. Also standen sie hinten so dicht wie möglich und weil Keeper Daniel Filimonow (93 Prozent Fangquote) wieder einen Sahnetag hatte, brachten es die Hausherren, die ihrerseits ohne Strafzeit auskamen, auf ganze vier Törchen. Bei den Scorpions konnte sich mal wieder Brett Jaeger über einen Shut-out freuen. Bester Spieler war Robin Just mit drei Punkten, je zwei Zähler sicherten sich Julian Airich, Patrick Klöpper und Andre Reiß.

Tore: 1:0 (06:39) Robin Just (Reiss, Airich), 2:0 (30:28) Christoph Koziol (Valery Trabucco, Kabitzky), 3:0 (35:36) Julian Airich (Just, Klöpper), 4:0 (55:59) Patrick Klöpper (Just, Reiß 5-4)

Icefighters Leipzig – EG Diez-Limburg 3:2 (1:1, 1:1, 0:0, 1:0) n.V.  

Nach einer erstklassigen kämpferischen Leistung holten sich die Limburger in Leipzig einen Punkt, den wohl niemand auf der Rechnung hatte. Herausragend dabei die Taktik der Gäste, denn sie ließen nur 24 Torschüsse der Hausherren zu, kamen aber selbst zu 15 Schusschancen. Wichtig in diesem Zusammenhang die Disziplin, denn die Limburger kassierten nur zwei Zeitstrafen. Allerdings waren auch die Icefighters äußerst fair auf dem Eis, lediglich Stopinski musste in der regulären Spielzeit auf die Strafbank. Erwähnenswert noch, dass den Limburgern mit dem 2:1 in Unterzahl eine Saisonpremiere gelang.

Tore: 1:0 (07:57) Felix Stopinski (Wolter, Hannon), 1:1 (12:54) Paul König (Krymskiy, Lehtonen), 1:2 (32:15) Henry Wellhausen (Seifert, Lademann 4-5), 2:2 (39:31) Jonas Wolter (Virch, Noack), 3:2 (61:18) Florian Eichelkraut

Black Dragons Erfurt - Moskitos Essen 9:4 (2:2, 3:0, 4:2)  

Mit diesem Erfolg verbreiteten die Erfurter die klare Ansage, dass Platz acht nur über sie läuft. Gegner Essen hatte lediglich im ersten Drittel Chancen auf eine Überraschung. Danach übernahmen die Thüringer das Kommando, zogen von 2:2 auf 8:2 davon und ließen danach noch etwas das Spiel schleifen, ohne jedoch wirklich in Gefahr zu kommen. Herausragend Kyle Beach mit vier Punkten, aber auch Arnoldas Bosas, Felix Schümann und Andre Gerartz glänzten mit drei Zählern. Bei Essen konnten lediglich Mark Zajic und Andre Huebscher mit je zwei Punkten Oberligaansprüchen genügen.

Tore: 1:0 (06:11) Arnoldas Bosas (Schümann, Gulda), 1:1 (08:55) Robby Hein (Mannes, Spelleken), 2:1 (10:45) Thomas Schmid (Beach, Keil), 2:2 (13:09) Mark Zajic (Huebscher, Frick), 3:2 (29:50) Jussi Petersen (Anders, Gerartz), 4:2 (36:23) Kyle Beach (Gerartz, Schmid 5-4), 5:2 (39:17) Arnoldas Bosas (Schümann, Schüpping), 6:2 (43:10) Kyle Beach (Keil, Herrschaft), 7:2 (46:18) Kyle Beach (Geuß, Herrschaft), 8:2 (46:35) Andre Gerartz (Anders, Jakob), 8:3 (46:52) Andre Huebscher (Zajic, Palmeira-Kerkhoff), 9:3 (47:21) Reto Schüpping (Bosas, Schümann), 9:4 (59:02) Mike Glemser (Vinci)


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