Herner EV setzt sich gegen die Scorpions durchEmotionale Partie mit Play-off-Charakter

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Der HEV hatte zwar den besseren Start und ging früh mit 1:0 in Führung, dann aber kam der Favorit aus der Wedemark zu Beginn des zweiten Abschnitts stark auf und drehte das Ergebnis auf 1:2. Dass die Gysenberger schnelle Tore in kurzer Folge erzielen können, bewiesen sie schon mehrfach, zuletzt am vergangenen Sonntag gegen Duisburg mit drei Treffern innerhalb von gut anderthalb Minuten. Gegen die Scorpions brauchte das Team von Danny Albrecht nun 1:50 Minuten um mit drei Toren wieder 4:2 in Führung zu gehen und weitere gut drei Minuten später folgte sogar das 5:2. Entschieden war das Spiel damit aber noch nicht, denn die Gäste waren auch im letzten Abschnitt stark und konnten auf 5:4 verkürzen. Am Ende behauptete der HEV aber mit einer großartigen kämpferischen Leistung den Sieg, der mit dem Treffer zum 6:4 durch Brad Snetsinger gesichert werden konnte. Es war der 200. Meisterschaftstreffer des HEV in dieser Saison.

Mit dem ersten Powerplay konnte der Herner EV bereits in der fünften Spielminute mit 1:0 in Führung gehen. Einen Querpass von der linken Seite durch Patrick Asselin konnte Denis Fominych in zentraler Position erfolgreich verwandeln. Weitere Chancen der Grün-Weiß-Roten, die konzentriert und engagiert aufspielten, folgten. Aber auch Björn Linda im HEV-Gehäuse hatte gut zu tun. In der elften Minute wurde dann deutlich, dass beide Teams sich nicht zum Schachspielen verabredet hatten. Nach einer engen Situation vor Björn Linda gab es die ersten Handgreiflichkeiten und so wurden Chad Niddery (Scorpions) und Denis Fominych (HEV) zur Beruhigung auf die Strafbank geschickt. Das Spiel beruhigte sich aber nicht, es wurde immer intensiver und umkämpfter. Als ein übles Foul an Marcus Marsall in der 18. Minute trotz Schiedsrichter Beratung nicht geahndet wurde und auch ein Beinstellen von Chad Niddery eine Minute ungestraft blieb, war die Stimmung endgültig auf dem Siedepunkt. Direkt nach der Pausensirene kochte es dann zum ersten Mal über, als Goran Pantic (Sorpions) und Hernes Maik Klingsporn aneinander gerieten und jeweils eine zehnminütige Disziplinarstrafe bekamen.

Den zweiten Abschnitt begannen die Scorpions sehr druckvoll, der HEV wurde phasenweise sehr stark in die Defensive gedrückt. Die Folge war der 1:1-Ausgleichstreffer in der 24. Minute und das 1:2 zwei Minuten später. Weitere Chancen der Gäste folgten, bis dann Patrick Asselin in der 33. Minute in Überzahl einen Alleingang aus der neutralen Zone heraus startete und gekonnt den 2:2-Ausgleichstreffer erzielte. Dann folgte es Schlag auf Schlag, gut eine Minute später vollendete Patrick Asselin eine gute Vorarbeit von Philipp Kuhnekath zum 3:2 und weitere 46 Sekunden später konnte Lois Spitzner im Nachschuss das 4:2 markieren. Die Hannibal-Arena jubelte lautstark und weil es so schön war, folgte in der 38. Minute sogar noch das 5:2 durch Nils Liesegang mit einem Schuss von der rechten Seite durch die Schoner von Enrico Salvarani. Der war kurz zuvor für Christoph Mathis eingewechselt worden, denn Scorpions Trainer Dieter Reiss hatte direkt nach dem 4:2 eine Auszeit genommen und dabei die Keeper gewechselt.

Auch im letzten Drittel ließ trotz der HEV-Führung der Druck der Scorpions nicht nach und so musste nach dem 5:3 in der 46. Minute und vor allem nach dem 5:4 nach 55 Minuten noch einmal aus Herner Sicht gezittert werden. Aber nach einer Auszeit von Danny Albrecht in der 56. Minute und einer doppelten Überzahl des HEV konnte dann Brad Snetsinger nur 15 Sekunden nach der Spielunterbrechung nach guter Vorarbeit von Nils Liesegang das erlösende 6:4 erzielen. An diesem Ergebnis änderte sich nichts mehr, obwohl die Scorpions noch den Torhüter gegen einen sechsten Feldspieler tauschten. Björn Linda hielt mit weiteren guten Parade den Spielstand fest.

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