Herner EV setzt Erfolgsserie fortAm Freitag Derby in Essen

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„Ein Schlüssel zum Erfolg war heute sicherlich unser mutiges Powerplay. Wenn man dabei fünf Stürmer ins Rennen schickt, dann geht man natürlich ein Konter-Risiko ein, aber das hat sich heute dreimal ausgezahlt. Auch Nils Liesegang möchte ich lobend erwähnen, sein Unterzahl-Break zum frühen 0:1 war sehr wichtig. Im ersten Abschnitt waren die Abstände noch zu groß, da kamen die Leipziger immer wieder gefährlich dazwischen. Da hat uns Björn Linda im Tor mehrfach gerettet“, meinte HEV-Coach Danny Albrecht hinterher. Er war auch mit den Förderlizenzspielern zufrieden. „Mark Ledlin hatte mit seinen zwei Treffern eine optimale Premiere. Nico Kolb braucht nach seiner langen Pause noch etwas Zeit. Nach seiner Verletzung im ersten Spiel in Leipzig Ende Oktober letzten Jahres war es erst wieder sein erster Einsatz. Aber diese Zeit wird er bei uns bekommen.“

Bereits nach 23 Sekunden musste der HEV die erste Strafzeit einstecken, aber Schaden richtete die nicht an. Im Gegenteil, Nils Liesegang fing zur Mitte der Unterzahlzeit einen Leipziger Angriff ab und konnte alleine auf den Keeper der Icefighters stürmen und mit einem Schuss oben rechts in den Winkel den frühen Herner Führungstreffer erzielen. Besser kann man ein Spiel nicht beginnen als mit einem Unterzahltreffer nach 83 Sekunden. Danach kamen die Gastgeber besser in die Partie und Björn Linda musste einige Male beherzt eingreifen. Trotzdem blieb der HEV, der mit kompletten vier Reihen antreten konnte, mit einigen Kontern gefährlich, so zum Beispiel in der achten Minute, als Nico Kolb eine gute Möglichkeit hatte. Auch eine weitere Unterzahlsituation wurde gut überstanden. Gegen Ende des ersten Abschnitts verlief die Partie wieder ausgeglichener. So hatte Brad Snetsinger in der 18. Minute eine weitere gute Herner Chance.

Das zweite Drittel begann mit einer Leipziger Chance, dann gab es eine Strafe gegen die Icefighters und dann wurde es tor-turbulent. Innerhalb von 106 Sekunden zwischen der 27. und 29. Minute rappelte es gleich vierfach. Zuerst vollendete Mark Ledlin, Förderlizenzspieler der Kassel Huskies, in seinem ersten Spiel im HEV-Trikot eine gute Überzahl-Kombination zum 2:0. Nur 41 Sekunden später folgte aber postwendend der 1:2-Anschlusstreffer der Gastgeber. Der Tor-Flow ging weiter, dieses Mal dauerte es 50 Sekunden, dann bekam Patrick Asselin den Puck an die gegnerische blaue Linie zugespielt und konnte alleine zum Leipziger Tor stürmen und zum 3:1 einlochen. Luft holen war immer noch nicht möglich, denn vom Mittelbully weg konnten die Icefighters mit einem abgefälschten Schuss den erneuten Anschlusstreffer zum 2:3 erzielen. Danach gab es eine kurze Tor-Flaute, denn nun dauerte es gute drei Minuten, bis Mark Ledlin in der 32. Minute einen erneuten Überzahlangriff mit einem Abpraller nach Schuss von Brad Snetsinger zum 4:2 vollenden konnte. Danach wurde es erst einmal etwas torruhiger.

Im letzten Abschnitt war dann aber wieder Volldampf angesagt. Die Icefighters steckten noch nicht auf und kamen in der 48. Minute zum dritten Mal zum Anschlusstreffer. Aber eine weitere Strafzeit gegen die Gastgeber brachte den HEV wieder ins Powerplay und das konnte in der 50. Minute zum dritten Mal an diesem Abend genutzt werden. Kapitän Michel Ackers hämmerte den Puck von der blauen Linie ins Icefighters Tor zum 5:3. Danach musste Björn Linda noch einige Male ran, bevor das 6:3 in der 54. Minute für Herner Beruhigung in einem insgesamt spannenden und phasenweise furiosen Spiel sorgte. Maik Klingsporn setzte diesen Schlusspunkt, auch er traf von der blauen Linie. Die letzte Chance hatte dann noch Dennis Thielsch in der 58. Minute nach weitem Pass von Nils Liesegang, aber er scheiterte am Leipziger Keeper. Danach war Feiern angesagt, aber nur kurz. In 48 Stunden geht es weiter.

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