Herner EV rückt auf den zweiten Platz vorHannover Scorpions pirschen sich an die Indians heran

Die Hannover Indians stemmten sich vergeblich gegen die Füchse Duisburg. (Foto: Roland Christ)Die Hannover Indians stemmten sich vergeblich gegen die Füchse Duisburg. (Foto: Roland Christ)
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Die Hannover Scorpions spielten sich wieder beim 4:3 gegen Leipzig bis auf einen Punkt an den Lokalrivalen an und da Rostock verlor und Erfurt gewann sind jetzt beide Teams punktgleich und befinden sich auf den Rängen fünf und sechs. Die am Freitag spielfreien Essener überholten die heute spielfreien Hamburger und Duisburg näherte sich mit dem Erfolg gegen die Indians dem Mittelfeld, hatte aber Glück, dass sich Halle von Erfurt beim 2:4 überraschen ließ. Leipzig, am Freitag noch strahlender Sieger gegen die Trappers, kommt nicht vom Fleck. Trotz guter Leistung bei den Scorpions gab es ein unglückliches 3:4 und jetzt stehen die Sachsen sogar auf Platz elf, außerhalb der Pre-Play-offs. Diesen Zustand hätte vor der Saison auch keiner vorhergesagt. Am Ende tummeln sich weiterhin die Berliner Preussen und die Harzer Falken, die beide möglichst bald punkten sollten, wenn die Saison noch halbwegs erfolgreich durchgeführt werden soll.

Tilburg Trappers – Rostock Piranhas 5:2 (1:0, 3:0, 1:2)

Die Niederländer, die am Freitag in Leipzig unterlagen, und die Rostocker hatten ihre Ziele. Die Gastgeber wollten gar nicht erst eine Niederlagenserie einleiten und die Piranhas wollten einfach nicht untergehen, um das Spiel möglichst schnell abhaken zu können. Dementsprechend ging es auch zur Sache, wobei die Tilburger von vornherein ein Spiel auf ein Tor praktizierten. Im ersten Drittel gelang den Gästen lediglich ein Schüsschen auf das von Leeuwesteijn, der an Stelle von Meierdres zwischen den Pfosten stand, gehütete Tor, während die Tilburger zehn Schüsse abfeuerten, aber nur einmal trafen. Denny Stempher traf in der zehnten Minute auf Pass von Jacobs. Bis zur 36. Minute mussten die 2209 Fans im IJssportcentrum Stappegoor auf das nächste heimische Tor warten und dann klapperte es im Gästetor gleich dreimal hintereinander. Innerhalb von exakt vier Minuten erhöhten Danny Stempher, Ivy van den Heuvel und Ryan Collier auf 4:0, wobei bemerkenswert war, dass die Tore zum 3:0 und 4:0 in Unterzahl fielen. Im letzten Drittel dann ein Lebenszeichen der zuvor arg gerupften Piranhas. In der 43. und 44. Minute verkürzten Viktor Beck und Thomas Voronov auf 2:4. Erst in der 52. Minute konnten sich die Fans dann der drei Punkte sicher sein, denn Jordy Verkiel machte mit dem fünften Trappers-Tor den Deckel fast zu.

ECC Preussen Berlin – Herner EV 1:9 (0:2, 0:3, 1:4)

Ohne jede Chance waren die Berliner vor wiederum nur 112 Unentwegte beim 1:9 gegen den Herner EV. Die Ruhrstädter beherrschten von Anfang an das Geschehen und trafen problemlos. Die Tore der Grün-Weiß-Roten erzielten Moritz Schug (2.), Nils Liesegang (11., 46.), Philipp Kuhnekath (27.), Thomas Zuravlev (28.), Lois Spitzner (37.), Marcus Marsall (50.), Sven Hauptig (53.) und Brad Snetsinger (53.). Das Ehrentor der tapfer kämpfenden Preußen ging auf das Konto von Marvin Krüger (48.).

Saale Bulls Halle – Black Dragons Erfurt 2:4 (1:2, 1:1, 0:1)

Die Erfurter bleiben weiterhin das Überraschungsteam der Liga. Nach der überraschenden Heimniederlage am Freitag gegen die Berliner Preussen glichen sie ihr Punktekonto mit einem nicht zu erwartenden 4:2 in Halle aus. Entscheidend dabei die 17. Spielminute, als Reto Schüpping und Marcel Weise die Black Dragons innerhalb von 13 Sekunden mit 2:0 in Führung brachten. Zwar glichen die Bulls bis zur 28. Minute durch Maximilian Spöttel (19.) und Nathan Robinson (28.) aus aber zwei späte Tore im jeweiligen Drittel durch Michal Vazan (40.) und Christoph Ziolkowski (60.), Letzterer per Empty-Netter sorgten schließlich für drei Punkte für die Thüringer.

Füchse Duisburg – EC Hannover Indians 5:3 (1:0, 2:2, 2:1)

Vor der Saison wäre diese Partie als Spitzenspiel deklariert worden. Aktuell war es mehr der Versuch der Duisburger, mit einem Sieg über den Traditionsgegner wieder Anschluss an das Mittelfeld herzustellen. Den Auftakt machte Ricco Ratajczyk in der achten Minute. In der 26. Minute glich Branislav Pohanka aus, aber nur vier Minuten später brachte David Cespiva seine Farben erneut in Front. Die leidenschaftlich kämpfenden Gäste konnten sich kurzfristig, d.h. für 39 Sekunden über den erneuten Ausgleich von Pohanka in der 34. Minute freuen, dann führte Duisburg wieder. Diesmal hatte Alexander Spister zugeschlagen. Zwar kassierte Nickolas Bovenschen in der 37. Minute eine Fünfer plus Spieldauer, spielendscheidend war diese Strafe jedoch nicht. Im Gegenteil, als Brent Norris in der 49.  Minute zum dritten Male für die Indians ausglich, da schienen drei Punkte für die Leinestädter im Bereich des Möglichen. Allerdings gab es noch einen Spieler bei den Füchsen, der dies verhindern wollte und dies war Andre Huebscher. Der Routinier bediente in der 56. Minute Pavel Pisarik und in der 60. Minute Artur Tegkaev und beide überwanden den stärksten Hannoveraner, Keeper Kevin Beech, zum 5:3-Endstand.

Moskitos Essen – Harzer Falken 6:2 (2:0, 4:2, 0:0)

Einen Erfolg ohne große Anstrengung bekamen die 944 Zuschauer in der Eishalle am Westbahnhof gegen den Tabellenletzten aus Braunlage geboten. Am Ende stand auch ein Torschussverhältnis von 53:25, so dass klar wird, dass die Falken sich über sechzig Minuten in der Defensive befanden, über Konter zum Erfolg kommen wollten und ihr bester Spieler seine Position zwischen den Pfosten hatte, Torhüter Fabian Hönkhaus. Überragender Essener war Aaron McLeod, dem drei Treffer (14., 33., 36.) gelangen. Ein Tor steuerten zum Moskito-Sieg noch Andre Gerartz (7.), Lars Grözinger (24.) und Veit Holzmann (28.) bei. Für die tapferen Braunlager, die am Wochenende einen Kontingentspielertausch vornahmen, für Buonincontri kam aus Australien von den Sydney Ice Dogs der Kanadier Geordie Wudrick, waren Jörn Weikamp (29.) und Maximilian Bauer (38.) erfolgreich. 

Hannover Scorpions – Icefighters Leipzig 4:3 (2:1, 1:2, 1:0)

Ein hartes Stück Arbeit hatten die Scorpions gegen die Leipziger zu verrichten, die mit dem Selbstbewusstsein eines Erfolges gegen die Tilburg Trappers angereist waren. Zwar begann der Torreigen durch Björn Bombis (3.) schon früh aber die Leipziger, die im ersten Drittel zurückhaltend wirkten, kamen überraschend durch Damian Schneider (13.) zum Ausgleich. Kurz vor Drittelende brachte Patrick Schmid seine Scorpions nach Vorarbeit von Garten und Schütt erneut in Führung. Als Bombis in der 29. Minute auf 3:1 erhöhte, schien der Sieg schon recht nahe aber wie im Spiel gegen die Indians kamen die Leipziger, die konditionell voll auf der Höhe wirkten, noch im gleichen Drittel zum Ausgleich. Michal Velecky (31.) und Marvin Miethke (40.) glichen zum 3:3 aus. Ausgerechnet das heutige Geburtstagskind, der immer junge Esbjörn Hofverberg, der am Spieltag seinen 48. Geburtstag (!) auf dem Eis feierte und sein Kollege Patrick Fischer leisteten sich zwei Minuten vor Schluss, nacheinander, jeweils eine Strafe und da die Scorpions mit 30,8 Prozent die beste Powerplayquote aufzuweisen haben, war es auch kein Wunder, dass es nach 16 Sekunden doppeltem Überzahlspiel im Kasten der Leipziger klingelte. Glücklicher Torschütze vor 856 Zuschauern war Scorpions Neuzugang Marian Dejdar.


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