Herner EV nimmt auch Leipziger Hürde und bleibt an der SpitzeHannover Scorpions verlustpunktfrei auf Platz zwei

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An der Spitze weiterhin, nur durch das Torverhältnis getrennt, der Herner EV und die Hannover Scorpions. Die Tilburg Trappers alleine auf drei, da sich Leipzig an diesem Wochenende zwei Niederlagen leistete und erst einmal aus dem Spitzenquartett ausgeschieden ist. Einen echten Sprung nach vorne machte Halle, nachdem die Defensive einen Topjob erledigte und dabei wurde auch noch das mit sechs Punkten enteilte Rostock eingeholt, dass sich wie Leipzig zweimal besiegen ließ. Essen ließ sich von Halle düpieren und die Crocodiles zeigten in Mellendorf zwar eine starke Leistung, mussten aber die Heimfahrt mit einer Niederlage antreten. Auf neun jetzt die Indians, die sich am Sonntag um zwei Plätze verbesserten, nachdem die Stürmer endlich einmal das Visier etwas besser eingestellt hatten. Duisburg gab die rote Laterne wieder ab, ausgerechnet an den aktuellen Gegner Erfurt und Nachbar Krefeld rutschte jetzt sogar auf Platz elf ab, nachdem es in Hannover die dritte Niederlage in Folge gab.

Tilburg Trappers – Rostock Piranhas 9:5 (4:1, 3:2, 2:2)

Das war ein Spiel so richtig nach dem Geschmack der Zuschauer. 14 Tore und ein letztendlich klarer Erfolg der Gastgeber, wobei beide Mannschaften wohl nicht gerade absoluten Wert auf die Defensive legten. Vor knapp 2300 Zuschauern war der Start der Trappers entscheidend, die schnell mit 4:1 in Front lagen. Danach zeigen sich die Niederländer optisch überlegen, kassierten jedoch durch Nachlässigkeiten vermeidbare Kontergegentore. Für die Trappers trafen Danny Stempfer (9.), Max Hermens (10.), Bartek Bison (12.), Mitch Bruijsten (12., 24., 51., 58.), Diego Hofland (22.) und Reno de Hondt (34.). Für die tapferen Erfurter erzielten Constantin Koopmann (7., 57.), Tomas Kurka (27.,2 9.) und Roman Tomanek (60.) die Tore. Spieler des Tages war der Niederländer Mitch Bruijsten mit vier Toren.


Black Dragons Erfurt – Füchse Duisburg 2:3 (0:1,0:2,2:0)

Das war ein hartes Stück Arbeit für die Füchse, die bei diesem Kellerduell von ihrem 3:0-Vorsprung nach zwei Dritteln lebten. In der 15. Minute erzielte der gebürtige Hannoveraner Bastian Schirmacher die Duisburger Führung, die im zweiten Drittel Alexander Spister (28.) und Matt Abercrombie (33.) bei einem doppelten Überzahlspiel erhöhten. Die erneut kampfstarken Erfurter kamen in den letzten zwanzig Minuten zurück, allerdings fielen beide Tore viel zu spät. Erst 104 Sekunden vor Ende traf der finnische Neuzugang Joonas Toivanen zum 1:3 und 42 Sekunden vor Ende konnte Milan Kostourek die Erfurter auf 2:3 heranbringen. Auch eine dritte und letzte Herausnahme von Keeper Martin Otte-Günzler brachte nicht mehr das erhoffte Remis aus Erfurter Sicht.

Icefighters Leipzig – Herner EV 3:7 (0:1, 3:2, 0:4)

Ein letztendlich hartes Spiel fand im Herner EV einen verdienten Sieger, dessen Erfolg jedoch zu hoch ausgefallen ist. Die Leipziger waren keineswegs vier Tore schlechter, zeigten sich jedoch in der Toreffizienz klar schlechter als der augenblickliche Tabellenführer. Außerdem war Herne im Powerplay (62,5 Prozent gegen 20 Prozent) das klar bessere Team. Eigentlich, mit ein bisschen Schalk im Nacken, kann man sogar behaupten, dass Herne neun Tore schoss, denn der zweifache Leipziger Torschütze Damian Schneider (33., 37.) ging vor seinem Wechsel nach Leipzig für den HEV auf das Eis. Das dritte Leipziger Goal markierte Erik Virch (27.). Für die Gäste trafen in den ersten beiden Dritteln Dennis Thielsch (15.), Max Pietschmann (31.) und Dennis Palka (34.). Der gleiche Akteur war schließlich auch für das Herner 4:3 in der 46. Minute verantwortlich. Jetzt war Leipzig alles nach vorne, und nachdem sich Warttig (Leipzig) und Piskor (Herne) sowie vier Minuten später Farrell (Leipzig) und Fominych (Herne) nacheinander liebhatten, musste schließlich der Leipziger Hannes Albrecht in der 52. Minute eine Spieldauer hinnehmen. Herne nutzte die Gelegenheit eiskalt aus und schoss in den fünf Minuten Überzahl alle drei Dritteltore durch Christopher Kasten (53.), Marcus Marsall (54.) und Max Pietschmann (58.).

Hannover Scorpions – Crocodiles Hamburg 5:3 (1:0, 3:2, 1:1)

Ein rundum verdienter Erfolg der Scorpions vor wiederum nur knapp über 1000 Zuschauern. Diesmal waren die Special Teams der Gastgeber nicht entscheidend, denn die Hamburger waren im Powerplay gleichstark, im Gegenteil, sogar einen Hauch besser (75 zu 67 Prozent). So war es dann auch kein Wunder, dass die ersten drei Tore sämtlichst im Powerplay fielen. Christoph Koziol (13.) traf zum 1:0, Dominik Lascheit (22.) glich aus und Patrick Schmid (28.) brachte seine Farben wieder in Führung. Zwischen der 28. und 33. Minute fiel dann die Entscheidung. Scorpions-Stürmer Dennis Arnold traf bei einem Check Hamburgs Daniel Lupzig schwer, so dass dieser mit einer Trage vom Eis gebracht werden musste. Natürlich erhielt Arnold eine Fünfer plus Spieldauer und die Hamburger konnten diesen Vorteil, plus einer weiteren Strafe gegen Nägele, in der 31. Minute zum Ausgleich durch Norman Martens nutzen. Dumm nur für die Gäste, dass den spielstarken Gastgebern praktisch im Gegenzug durch Julien Pelletier in Unterzahl die dritte Führung gelang. In der 40. Minute erhöhte Björn Bombis gar noch auf 4:2 und erst in einem weiteren Powerplay konnte Dominik Laschheit (56.) die Crocodiles erneut heranbringen. Das entscheidenden 5:3 markierte schließlich Patrick Schmid in der 58. Minute mit einem Empty-Netter, nachdem Hamburgs Trainer Plachta seinen Keeper Zoschke neun Sekunden vorher vom Eis beordert hatte.


Moskitos Essen – Saale Bulls Halle 1:4 (1:1, 0:2, 0:1)

Das war ein Wochenende wie im Lehrbuch für die Hallenser. Sechs Punkte und nur ein Gegentor. Auch in Essen zeigte sich, dass die Bulls schlechter stehen als es die Qualität der Mannschaft darstellt. Obwohl Essen das Spiel machte, optisch überlegen war, spielte Halle hocheffizient und schoss bei nur 17 Torschüssen gleich vier Tore, während Essen für ein Törchen 32 Versuche benötigte. Hoffnung konnte Essen lediglich im ersten Drittel haben, als Lars Grözinger schon nach vier Minuten das 1:0 schoss. Chris Francis (9.) glich aus und im Mitteldrittel trafen Kyle Helms (23.) und Lukas Valasek (28.). Im letzten Drittel versuche Essen alles, scheiterte immer wieder an der Gästedefensive und am starken Keeper Michel Weidekamp und als Essens Trainer Gentges seinen Torhüter Beech vom Eis nahm, nutzte dies Kyle Helms (59.) zum 4:1.

EC Hannover Indians – Krefelder EV U23 3:2 (1:1, 2:0, 0:1)

Nur 2017 Zuschauer, die sportliche Talfahrt der Indians schlug sich in der Zuschauerzahl nieder. Die drei positiven Nachrichten für die Indians-Fans: Die Zahl der erzielten Tore wurde um 60 Prozent erhöht und es waren drei Tore die aus dem Spiel heraus erzielt wurden. Zweitens: Der zurückgekehrte Michael Burns gab dem Sturm gleich mit zwei Punkten zusätzliche Sicherheit und Chad Niddery schoss endlich sein erstes Indians-Tor, verbesserte sich in der Scorerliste auf Rang 96. Ansonsten gab es wieder viel Tristesse, dies allerdings bei auf beiden Seiten. Am Ende hatten die Gastgeber 30:19 Schüsse auf dem Konto, aber am Ende auch mit viel Glück das 3:2 erreicht. Die Tore der Hausherren erzielten Michael Burns (4.), Arnoldas Bosas (25.) und Chad Niddery (30.), für die Krefelder, die wie die Hannoveraner im Powerplay null Prozent Erfolg hatten, trafen Matyas Kovacs (18.) und Paul Schuster (49.).


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