Herner EV nach Kantersieg im Spitzenspiel an der TabellenspitzeSchlusslicht Krefeld gelingt gegen Erfurt der zweite Saisonsieg

Neuzugang Kyle Gibbons (rechts) absolvierte sein erstes Heimspiel für die Füchse Duisburg – und durfte sich über den Derbysieg gegen Essen freuen. (Foto: Roland Christ)Neuzugang Kyle Gibbons (rechts) absolvierte sein erstes Heimspiel für die Füchse Duisburg – und durfte sich über den Derbysieg gegen Essen freuen. (Foto: Roland Christ)
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Da Hamburg nach Verlängerung verlor, Halle in der Overtime gewann, sind jetzt beide mit 46 Punkten punktgleich auf den Plätzen drei und vier. Leipzig überraschte mit dem Erfolg in Hamburg, hat jetzt drei Punkte Rückstand. Direkt hinter Leipzig mit 42 Punkten die Scorpions, während die Indians mit ihren 35 Punkten punktgleich mit Duisburg sind. Hier geht es erst einmal um Platz sieben. Rostock hat jetzt acht Punkte Rückstand auf diese beiden, muss sich mit Essen um Platz neun balgen. Einen Rückschlag kassierte Erfurt, das sicherlich mit drei Punkten in Krefeld gerechnet hatte und nach der Niederlage auf Platz elf verblieb. Auch wenn der Krefelder Nachwuchs immer noch 15 Punkte Rückstand hat, der erste Heimsieg in der aktuellen Oberligasaison wird sicherlich der Moral gut tun.

Crocodiles Hamburg – Icefighters Leipzig 3:4 (1:0, 1:1, 1:2, 0:1) n.V.

Es war überraschend und am Ende doch verdient. Die Leipziger zeigten in Hamburg eine erstaunliche Moral, drehten einen 1:3-Rückstand am Ende in einen 4:3-Erfolg, der bei Betrachtung des Schussverhältnisses von 36:25 sogar verdient ausfiel. Dabei war der Start der Hamburger perfekt. Bereits nach fünf Minuten schoss Patrick Saggau in Überzahl seine Farben in Front. In der 23. Minute glich Florian Eichelkraut, ebenfalls in Überzahl für Leipzig aus. Nach ausgeglichenem Spiel im zweiten Drittel schien sich das Blatt zugunsten der Crocodiles zu wenden, als in der 36. Minute Norman Martens das 2:1 erzielte und bereits der erste Angriff im dritten Drittel nach genau 30 Sekunden das 3:1 durch Patrick Saggau brachte. Die Leipziger schlugen jedoch schnell zurück, kamen durch Florian Eichelkraut zum 2:3 in der 45. Minute und in der 59. Minute glich Damian Schneider aus. Der gleiche Spieler war es dann auch, der mit dem 4:3 in der 62. Minute das Spiel zugunsten der Icefighters entschied.

Krefelder EV U23 – Black Dragons Erfurt 6:2 (2:1, 3:0, 1:1)

Dieses Wochenende brachte endlich einmal wieder einen Erfolg für die zweite Vertretung der Seidenstädter im deutschen Eishockey. Die gerade einmal 103 Zuschauer mussten erstaunt zur Kenntnis nehmen, dass ihre Jungs auch clever spielen können, denn die Erfurter waren keineswegs schwächer, nur konnten sie ihre Torchancen nicht in Erfolge ummünzen. Die Grundlage brachte das frühe 1:0 nach bereits 48 Sekunden durch Michael Jamieson. Matteo Stöhr erhöhte in der dritten Minute auf 2:0 und die schwarzen Drachen brauchten geschlagene 16 Minuten, bis sie wieder zu sich fanden und auch mit dem Anschlusstor von Oliver Kämmerer erfolgreich waren. Der jetzt erwartete Einbruch der Krefelder blieb jedoch aus. Ein Doppelschlag in der 27. Minute innerhalb von nur 25 Sekunden durch Jeremiah Luedtke und Matyas Kovacs brachte das überraschende 4:1 und als Tom Bappert in der 32. Minute gar das 5:1 erzielte, da hatte Erfurts Keeper Benedict Roßberg die Nase voll und machte Platz für Martin Otte-Günzler. Zwar traf in der 43. Minute Erfurts Sean Fischer zum 2:5 aber der KEV zeigte sich diesmal nervenstark, verwaltete das Ergebnis und traf durch Edwin Schitz (53.) sogar noch zum 6:2.

Saale Bulls Halle – EC Hannover Indians 4:3 (1:1, 2:1, 0:1, 1:0) n.P.

Ein hervorragendes und vor allem spannendes Spiel bekamen die 1488 Zuschauer in Halle zu sehen. Beide Vertretungen lieferten sich einen tollen Kampf, der in seiner Intensität schon fast Play-off-Charakter hatte. Zum Glück für die Hallenser klappten diesmal, im Gegensatz zu den Gästen, die Überzahl- und Unterzahlspiele, so dass sie am Ende mit etwas Glück das Spiel für sich entscheiden konnten. Während Halle auf 140 Prozent (40 Prozent Überzahl und 100 Prozent Penaltykilling) kam, blieben die Indians insgesamt bei kümmerlichen 60 Prozent (0/60) stecken. Bereits nach 32 Sekunden traf Hannovers Branislav Pohanka und der Ausgleich für Halle fiel erst in der 20. Minute durch Eric Wunderlich. Mike Glemser brachte die Gäste in der 35. Minute erneut in Führung und dann mussten mit Beally und Hertel kurz hintereinander zwei Indians auf die Strafbank und das nutzten Nicholas Miglio (36.) und Kyle Helms (37.) zum 3:2 für Halle aus. Im letzten Drittel traf Chad Niddery für die Indians und weil bis zum Ende und in der Verlängerung nichts mehr passierte, musste das Penaltyschießen für die Entscheidung herhalten und hier war Halle am Ende durch Chris Francis erfolgreich.

Herner EV – Tilburg Trappers 7:2 (1:0, 1:1, 5:1)

So ein Ergebnis im absoluten Spitzenspiel hatte niemand erwartet und wer den Spielverlauf sieht, muss überrascht sein. Tilburg hatte deutlich mehr vom Spiel, kam am Ende auf 45:25 Torschüsse, konnte sich aber gegen die massive Deckung des HEV nicht durchsetzen und auf der anderen Seite klappte, vor allem im dritten Drittel, einfach alles. In der 13. Minute brachte Nils Liesegang den HEV in Front. Christopher Kasten (24.) erhöhte auf 2:0, aber der Anschluss durch Danny Stempher (25.) kam postwendend. Als Mickey Bastings im dritten Drittel gleich den ersten Angriff nach 36 Sekunden erfolgreich abschloss, da schien die Partie eine Wende zugunsten der Niederländer zu vollziehen. Eine Fehleinschätzung, denn Hernes Mann des Tages, Dennis Palka traf in der 48. und 54. Minute zweimal, erzielte das 3:2 und 4:2. 150 Sekunden vor Schluss nahm dann Tilburgs Trainer Bohuslav Subr seinen Keeper Ian Meierdres aus dem Tor, kassierte durch Nils Liesegang in der 59. Mintue per Empty-Netter das 5:2 und in der Schlussminute, Meierdres stand wieder in seinem Gehäuse, kassierte der niederländische Torhüter bei personellem Gleichstand durch Dominik Piskor und Maximilian Herz sogar noch zwei weitere Gegentore zum Endstand 7:2 für den HEV.

Füchse Duisburg – Moskitos Essen 4:3 (1:1, 2:0, 1:2)

Vor der guten Kulisse von 1428 Zuschauern brachte das Lokalderby gegen Essen den Füchsen endlich wieder drei Punkte, die sie am Ende auf Grund der stellenweise extremen Überlegenheit aus verdient gewannen. Verrückte für Essen, dass sie ausgerechnet im ersten Drittel, als sie permanent mit dem Rücken zur Wand standen, mit einem 1:1 in die Kabine gingen. Thomas Richter schoss dabei die Moskitos schon der vierten Minute in Front. Alexander Eckl (11.) glich aus und im Mitteldrittel, als Essen optisch stärker wurde, gelangen den Duisburgern durch Artur Tegkaev (26.) und Sam Verelst (35.) zwei Tore zum 3:1. Thomas Richter brachte in der 43. Minute Essen wieder ran, aber das 4:2 von Cornelius Krämer mit seinem ersten Saisontor war dann spielentscheidend. Zwar konnte Lars Grözinger mit dem 3:4 in der 58. Minute das Spiel noch einmal spannend machen, aber am Ende blieben die drei Punkte an der Wedau.

Rostock Piranhas – Hannover Scorpions 1:2 (0:0, 0:1, 1:0, 0:1) n.V.

Bereits am Ende unkte nach dem Spiel Scorpions-Coach Dieter Reiß: „Das war eine harte Aufgabe.“ Und so war es dann auch. Defensiv äußerst diszipliniert auftretende Gastgeber ließ sich auch nach dem 0:1 in der 22. Minute von Julian Airich nicht schocken, spielten munter ihren taktischen Part weiter und in der 56. Minute war es Jonas Gerstung, der unter dem Jubel der 966 Zuschauer den Ausgleich besorgte. Hannovers Kanadier Julien Pelletier war es dann in der 62. Minute vorbehalten, mit dem 2:1 für die Entscheidung zu sorgen.


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