Herner EV ist vorzeitig Meister der Oberliga Nord9:1-Sieg gegen die Saale Bulls Halle

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Der Sieg gegen eine dezimierte Mannschaft von der Saale, die ab dem zweiten Drittel durch die Knieverletzung von Igor Bacek nur noch mit neun Feldspielern weiter spielen konnte, war zu keiner Zeit in Gefahr. Trotzdem muss man dem Gästeteam von Georgi Kimstatsch großen Respekt zollen, denn sie steckten nie auf und versuchten, so lange es ging, die Defensive stabil zu halten und mit durchaus gefährlichen Kontern ihre Chancen zu suchen. Im Schlussabschnitt sorgte das Herner Team von Frank Petrozza dann dennoch für klare Verhältnisse. Auch ohne Michel Ackers (Fußverletzung aus dem Spiel in Essen) sowie Damian Schneider und Alexander Eckl konnte der verdiente 33. Saisonsieg eingefahren werden.

Im ersten Abschnitt hatte die Gäste (mit 10+2 Spielern angereist) nach vier Minuten ihre erste gute Möglichkeit, die Michel Weidekamp im HEV Gehäuse entschärfen konnte. Den Führungstreffer zum 1:0 erzielten dann aber die Gysenberger in der siebten Spielminute, als sie das erste Powerplay durch Christian Nieberle nach guter Vorarbeit von Tim Dreschmann nutzen konnten. Drei Minuten später nutzten auch die Gäste ihr erstes Powerplay durch Georg Albrecht, aber die Freude über das 1:1 hielt nur ganze 56 Sekunden an. Dann konnte Artem Klein im Nachschuss das 2:1 erzielen. Weitere gute Möglichkeiten auch in Überzahl folgten, die letzte kurz vor der ersten Pause durch Thomas Dreischer.

Auch im mittleren Spielabschnitt blieb der Herner EV weiter am Drücker, die Gäste kamen nur noch zu gelegentlichen, aber durchaus gefährlichen Kontern. Ein Doppelschlag in der 27. und 28. Minute schraubte das Ergebnis auf 4:1 hoch. Zuerst konnte Aaron McLeod ein gutes Zuspiel nutzen, dann kam Artem Klein nach tollem Solo einmal rund um das Tor der Saale Bulls herum zu seinem zweiten Treffer an diesem Abend. Daraufhin nahm Georgi Kimstatsch eine frühe Auszeit um seine Mannschaft noch einmal auf konzentrierte Defensivarbeit einzustimmen. Die Maßnahme hatte zumindest bis zur zweiten Pause Erfolg. Stattdessen bekam Michel Weidekamp im HEV-Gehäuse noch einige Male Arbeit.

Im Schlussdrittel spielte der HEV dann aber seine spielerische und läuferische Überlegenheit voll aus. So konnte Sören Hauptig in der 42. Minute eine Unkonzentriertheit des gegnerischen Keepers Clemens Ritschel zum 5:1 ausnutzen und ein verdeckter Schuss von Brad Snetsinger brachte in der 46. Minute in Überzahl das 6:1. Ein Super-Save von Michel Weidekamp in der 51. Minute war nur noch ein kurzes Intermezzo, denn im Gegenzug konnte Thomas Richter auf 7:1 erhöhen. Die Gäste waren jetzt nur noch auf Schadensbegrenzung bedacht, eine Traumkombination von Brad Snetsinger und Aaron McLeod, von Letzterem in der 54. Minute vollendet, konnte dennoch nicht verhindert werden. Den Schlusspunkt setze Sam Verelst in der 57. Minute mit gekonntem Schuss aus spitzem Winkel von der linken Seite zum 9:1-Endstand.

Nach Spielende konnten dann auch die vorsorglich hergestellten Meister-T-Shirts ausgepackt und die erste kleine Meisterfeier zelebriert werden. 99 Punkte nach 41 Spielen belegen eine eindrucksvolle Saisonleistung mit zehn Punkten Vorsprung auf Tilburg und jeweils 13 Punkte auf Duisburg und Essen. Eine „wunderschöne Momentaufnahme“ seit der Eroberung der Tabellenführung Mitte November letzten Jahres am 14. Spieltag in Essen – und die Saison ist ja noch lange nicht vorbei. Am kommenden Wochenende muss der Herner EV nur einmal antreten und zwar am Freitag um 20 Uhr in Hamburg-Farmsen bei den Crocodiles. Eine Woche später folgen dann die beiden letzten Spiele der Punkterunde, zuerst am Freitag (3. März) in Duisburg und dann am Sonntag (5. März) zu Hause gegen Leipzig.

Tore: 1:0 (6:40) Nieberle (Kreuzmann, Dreschmann/5-4), 1:1 (9:01) G. Albrecht (Meidl, Bacek/5-4), 2:1 (09:57) Klein (Richter, McLeod), 3:1 (26:09) McLeod (Kreuzmann, Hauptig), 4:1 (27:16) Klein (Dreschmann, Dreischer), 5:1 (41:27) Hauptig, 6:1 (45:13) Snetsinger (Verelst, Dreischer/5-4), 7:1 (50:23) Richter (McLeod, Kreuzmann), 8:1 (53:49) McLeod (Snetsinger, Kreuzmann), 9:1 (56:05) Verelst (Maas, Luft). Strafen: Herne 4, Halle 12. Zuschauer: 1079.

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