Herner EV ist spielfrei – und bleibt ErsterHannover-Derby geht an die Scorpions – Essen holt ersten Sieg

Gute Stimmung beim Derby in Hannover. (Foto: Manfred Schneider)Gute Stimmung beim Derby in Hannover. (Foto: Manfred Schneider)
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Hannover Indians – Hannover Scorpions 4:7 (0:1, 4:5, 0:1)

Das Spitzenspiel der Oberliga Nord wurde, wie meistens, seinem Anspruch gerecht. Es bot alles. Zum einem eine fantastische Atmosphäre, auch wenn die Halle mit 4.126 Besuchern nicht ausverkauft war. Ein spannendes erstes Drittel, ein in die Geschichte eingehendes zweites Drittel und zwanzig letzte Minuten, die wiederum, trotz der Torlosigkeit äußerst intensiv waren und an deren Ende auch ein anderes Ergebnis hätte stehen können. Als das erste Drittel beendet war und es 1:0 für die Gäste stand, da wusste man nicht recht. Waren die Scorpions unter ihren Möglichkeiten geblieben oder waren die Indians so stark. Scorpions-Coach Tobias Stolikowski dazu: „Wir haben die Scheibe nicht so häufig vor das gegnerische Tor gebracht wie wir es uns vorgenommen hatten.“ Stimmt, und das lag auch an der konzentrierten Spielweise der Indians-Verteidiger, die lediglich einmal nicht aufgepasst hatten und Christoph Kabitzky zum Abschluss kommen ließen. Noch ahnte niemand im weiten Rund, was jetzt kommen sollte. Zwanzig Minuten, wie sie dramatischer nicht sein konnten. Die Scorpions-Stürmer hatten scheinbar ihrem Trainer konzentriert gelauscht, denn nur drei Minuten nach Drittelbeginn führten sie mit 3:0. Auch der Anschlusstreffer von Joe Kiss in der 24. Minute brachte die nicht Scorpions in Bedrängung. Klöpper, Gron und Hammond erhöhten, bei einem Gegentor von Pohanka auf 6:2. Die Scorpions-Fans feierten den Vorsprung, sangen „nur noch vier“ und auf einmal wurde alles in Frage gestellt. Nach einem Angriff der Indians kam es zu einer Rangelei zwischen Indians-Keeper David Böttcher-Miserotti und Scorpions-Stürmer Robin Marek. Eigentlich nichts  weltentscheidendes, aber auf einmal stürmte Scorpions-Torhüter ‚Brett Jaeger über das Eis und prügelte sich mit seinem Gegenüber. Jeder im Stadion erwartete eine Matchstrafe für Jaeger und die bekam er auch, aber Böttcher-Miserotti ebenfalls, weil er angeblich seinen Stock zu Hilfe nahm. Das Ganze wurde mit neuen Regeln erklärt, aber es kann nicht sein, dass ein Torwart, der gezwungen wird sich zu wehren, das gleiche Strafmaß erhält wie der Aggressor. Auf alle Fälle mussten die beiden Trainer ihren Back-up ins Spiel nehmen. Für Scorpions-Keeper Ansgar Preuss eine normale Handlung, während bei den Indians die Nr. 3, Mitja Fiedrich, 17 Jahre und ohne jede Minute Oberliga-Erfahrung ins Tor musste. Und Fiedrich machte, auch wenn er wenig geprüft wurde, seine Sache sehr gut, kassierte in den dreißig Spielminuten kein Gegentor und brachte am Ende seinen Trainer zu der Feststellung: „Mitja hat heute in der Schule erfahren, dass er als Back-up eingesetzt wird. Und dann hat er unser Team mit seinen Leistungen im Spiel gehalten.“ An Fiedrich zogen sich die Indians hoch und als Parker Bowles mit einem Doppelpack, darunter ein Shorthander, gar auf 4:6 verkürzte, da tobte das Stadion. Bei diesem Ergebnis blieb es bis kurz vor Schluss. Indians-Coach Lenny Soccio nahm seinen Torhüter vom Eis und kassierte prompt das 4:7. Am Ende stand, dass die Scorpions auf Grund ihrer Technik und Schnelligkeit einen verdienten Sieg eingefahren hatten. Vor allem beeindruckten bei ihnen Christoph Kabitzky und Neuzugang Mike Hammond. Allerdings machten es ihnen die Indians äußerst schwer und man kann schon jetzt prophezeien, dass beide Teams mit diesen Leistungen problemlos die Play-Offs erreichen werden.

Tore: 0:1 (12:56) Christoph Kabitzky (Thomson, Raabe), 0:2 (20:20) Victor Knaub (Supis, Hammond 5-4), 0:3 (22:14) Christoph Kabitzky (Knaub), 1:3 (23:46) Joe Kiss (Palka, Bowles), 1:4 (24:55) Patrick Klöpper (Hammond, Pietsch), 2:4 (26:38) Branislav Pohanka (Gibbons, Aichinger), 2:5 (27:30) Tyler Gron (Hammond, Klöpper), 2:6 (29:50) Mike Hammond (Klöpper, Gron), 3:6 (35:33) Parker Bowles (Gibbons, Pohl), 4:6 (37:05) Parker Bowles (Schubert, Pohl, 4-5), 4:7 (59:27) Mario Valery Trabucco (Just, Supis, ENG).

Icefighters Leipzig – Tilburg Trappers 1:2 (0:1, 1:0, 0:0, 0:1) n.V.

Im zweiten Spitzenspiel des Tages fielen, im Gegensatz zur Partie in Hannover, nur wenige Tore. Kurios, dass die Tilburger, die im ersten Drittel von Leipzig ziemlich unter Druck gesetzt wurden, durch Jordy van Oortschot in Führung gingen und im zweiten Drittel, als sie deutlich besser im Spiel waren, den Ausgleich durch Ian Farrell kassieren mussten. Da beide Abwehrreihen meistens Herr der Lage waren, ging es in die Verlängerung, wo Max Hermens nach Vorlage von Ronny de Hondt in der 63. Minute das entscheidende Tor erzielte.

Tore: 0:1 (10:30) Jordy van Oortschot (Stempher, Vogelaar), 1:1 (25:38) Ian Farrell (Stopinski, Slanina 5-4), 1:2 (62:56) Max Hermens (de Hondt, Verkiel).

Moskitos Essen – Hammer Eisbären 4:3 (2:0, 2:0, 0:3)

Zwar bekamen die 776 Zuschauer kein hochwertiges Eishockey zu sehen, aber dafür jede Menge Spannung, Tore und am Ende auch einen Sieg des Neulings, der sich mit diesen drei Punkten am heutigen Hammer Gegner vorbeimogelte und nun Platz 12 einnimmt. Herausragend auf Essener Seite das Duo Enrico Saccomani und Dominik Luft. Erster überwand Hamms Keeper Daniel Filimonow dreimal und Dominik Luft gab bei den drei Toren jeweils die Vorlage. Ebenfalls beeindruckend die Kampfkraft und Moral der Hammer, die auch bei einem 0:4 Rückstand in die Tasten griffen und auf 3:4 verkürzten. Vermutlich hätte es auch zum Ausgleich gereicht, wenn das Spiel zehn Minuten länger gedauert hätte. Beste Hammer Spieler waren Jesse Roach und Christoph Schutz mit je zwei Scorerpunkten.

Tore: 1:0 (03:33) Enrico Saccomani (Mannes, Luft 4-5), 2:0 (18:00) Enrico Saccomani (Luft, Kreuzmann), 3:0 (28:22) Andre Huebscher (Ribarik, Zajic), 4:0 (29:57) Enrico Saccomani (Bruijsten, Luft), 4:1 (41:03) Jesse Roach (Schutz 5-4), 4:2 (43:39) Kevin Trapp (Spacek, Schutz), 4:3 (55:12) Jesse Roach.

EG Diez-Limburg –Black Dragons Erfurt 0:1 (0:0, 0:1, 0:0)

Langsam aber sicher wird die Heimstätte der Limburger zu einer Art Psychoproblem. In mittlerweile vier Heimspielen gelangen ganze fünf Tore, darunter gleich vier vor drei Wochen gegen Essen. In den beiden letzten Heimspielen glänzte am Ende an der Anzeigetafel die NULL, und das ist kein gutes Ergebnis für das Heimteam. Das letzte Tor erzielte übrigens Thomas Matheson am 3.10. gegen Essen zum 4:3. Aber auch die Erfurter glänzten nicht gerade mit Offensivpower. Obwohl die Thüringer überlegen agierten, auf 37:21 Torschüsse kamen, konnte lediglich am Ende Arnoldas Bosas den Unterschied ausmachen. Der Litauer überwand in der 25. Minute den guten Limburger Keeper Jan Guryca und holte die drei Punkte nach Erfurt.

Tore: 0:1 (24:29) Arnoldas Bosas (Denner, Schmid).

Crocodiles Hamburg – Krefelder EV U23 4:3 (2:0, 0:1, 1:2, 1:0) n.V.

Das war eine der wenigen Überraschungen des heutigen Spieltages. Die Krefelder, vom Papier her klar unterlegen, zeigten ihre Zähne, obwohl sie diese in der realen Natur nicht besitzen. Die Hamburger, die recht schnell mit 2:0 in Führung gingen, zogen sich danach zurück und als sie schließlich mit 2:3 zhurücklagen, musste schon ein bisschen das Glück nachhlfen, dass am Ende wenigstens zwei Punkte in der Elbestadt blieben. Beste Akteure bei den Crocodiles waren Dennis Reimer, Dominik Lascheit und Victor Östling mit jeweils zwei Scorerpunkten. Bei den Krefeldern überzeugten Adrian Grygiel und Luca Hauf mit je zwei Scorerpunkten.

Tore: 1:0 (07:55) Victor Östling (Reimer, Lascheit), 2:0 (12:44) Adam Domogalla (Verelst, Schaludek), 2:1 (33:15)        Adrian Grygiel (Hauf, Onckels), 2:2 (46:36) Luca Hauf (Grygiel, Mahkovec 5-4), 2:3 (51:02) Tim Dreschmann, 3:3 (55:31) Dominik Lascheit (Martens, Reimer 5-4), 4:3 (63:10) Thomas Gauch (Östling, Tramm).

Saale Bulls Halle – Rostock Piranhas 7:2 (2:1, 2:1, 3:0)

Die Piranhas, in der letzten Saison noch halbwegs torhungrig, zeigten sich bei der Partie in Halle als willige Opfer. Am Ende zählten die Statistiker 34:23 Torschüsse und im Powerplay gar eine 50:0 Quote zugunsten der Bulls. Überragend am heutigen Abend das Hallenser Trio Joonas Niemelä (5), Patrick Schmid (4) und Roman Pfennings (3). Auf Rostocker Seite konnte leider kein Spieler den aktuellen Oberligaansprüchen genügen.

Tore: 0:1 (09:30) Kilian Steinmann (Maylan, Kraus), 1:1 (14:14) Patrick Schmid (Pfennings, Niemelä), 2:1 (17:57) Joonas Niemelä (Schmid, Pfennings), 3:1 (32:32) Lukas Valasek (Niemelä, Grosse), 4:1 (33:36) Joonas Niemelä (Schmid, Halbauer 5-4), 4:2 (39:03) August von Ungern-Sternberg (Balla, Gerstung), 5:2 (44:40) Roman Pfennings (Niemelä, Grosse), 6:2 (56:58) Erik Gollenbeck (Stas, Hildebrand), 7:2 (58:07) Dennis Gulda (Stas, Schmid).

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Oberliga Nord Hauptrunde

Freitag 10.12.2021
Krefelder EV Krefeld
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Crocodiles Hamburg Hamburg
Rostock Piranhas Rostock
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Saale Bulls Halle Halle
Herner EV Herne
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Herforder EV Herford
Hammer Eisbären Hamm
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ESC Moskitos Essen Essen
Tilburg Trappers Trappers
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Icefighters Leipzig Leipzig
Hannover Scorpions Scorpions
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Hannover Indians Indians
Black Dragons Erfurt Erfurt
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EG Diez-Limburg Limburg
Sonntag 12.12.2021
Crocodiles Hamburg Hamburg
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Black Dragons Erfurt Erfurt
Icefighters Leipzig Leipzig
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Hammer Eisbären Hamm
Herforder EV Herford
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Rostock Piranhas Rostock
Saale Bulls Halle Halle
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Krefelder EV Krefeld
ESC Moskitos Essen Essen
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Herner EV Herne
EG Diez-Limburg Limburg
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Hannover Scorpions Scorpions
Hannover Indians Indians
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Tilburg Trappers Trappers